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Wohnungssuche: Rentnerin bekommt nur Absagen wegen ihres Hundes

Findet sie wegen Tomi keine Wohnung?

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Gitta Thaler-Rauchenecker sucht dringend eine neue Wohnung – doch wegen ihres Hundes Tomi bekommt sie nur Absagen.

Lerchenau – Gitta Thaler-Rauchenecker (71) aus der Lerchenau ist verzweifelt: Ende Januar muss sie aus ihrer Wohnung ausziehen. Seit über einem halben Jahr sucht sie nach einer neuen Bleibe – ohne Erfolg

Gitta Thaler-Rauchenecker ist verzweifelt. Bis Februar muss sie aus ihrer Wohnung ausziehen, schon seit Ende April sucht die 71-Jährige aus der Lerchenau nach Ersatz – und bekommt immer wieder Absagen. Der Grund: Ihr Hund Tomi. „Ich war schon auf einigen Besichtigungen“, erzählt sie. „Aber so bald ich erwähne, dass ich einen Hund habe, bin ich raus.“

Gitta Thaler-Rauchenecker ist Witwe, Tomi ist seit acht Jahren ihr treuer Gefährte. „Ich habe ihn bekommen, als er ganz klein war“, erzählt sie. „Nie würde ich mich von ihm trennen.“ 25 Jahre lang hat die 71-Jährige in einer Souterrain-Wohnung in der Lerchenau gelebt. Doch dann wurde das Haus verkauft – und der neue Eigentümer kündigte wegen Eigenbedarf, weil seine Mutter einziehen möchte.

„Viele Eigentümer wollen keine Mieter mit Hund“, berichtet Gitta Thaler-Rauchenecker. Dabei ist Hund Tomi das Ein und Alles der Witwe.

Inzwischen hat der Vermieter angefangen, das Haus zu sanieren. Dadurch ist Feuchtigkeit in die Wohnung eingedrungen – eine weitere Belastung für die Rentnerin. Sie hat einiges unternommen, um eine neue Wohnung zu finden. „Ich habe Annoncen in Zeitungen aufgegeben, Flyer aufgehängt und drei Makler engagiert“, sagte sie. Auch ihre Freunde und ihre Tochter helfen mit. Doch bisher nutzte alles nichts. Einmal wurde ihr zwar eine GWG-Wohnung mit 29 Quadratmetern angeboten. Aber sie lehnte ab: „Das ist zu klein mit einem Hund.“ Ihr Traum: Eineinhalb bis zwei Zimmer, am besten mit einer kleinen Terrasse, im Münchner Norden. Bis zu 890 Euro Miete könnte sie dafür bezahlen.

So wie Thaler-Rauchenecker geht es in München vielen Tierbesitzern, weiß Judith Brettmeister vom Münchner Tierschutzverein. „Auch unsere Tierpfleger haben massive Probleme“, berichtet sie. „In der Stadt ist es fast aussichtslos, viele ziehen ins Umland.“ Manchmal ist die Situation besonders dramatisch: „Immer wieder werden Tiere im Tierheim abgegeben, weil die Besitzer mit ihnen keine Wohnung gefunden haben“, berichtet Brettmeister.

Das kommt für Thaler-Rauchenecker auf keinen Fall in Frage. „Wie es weitergeht, weiß ich nicht“, sagt sie. „Meine Nerven liegen blank, der Stress schlägt sich auf meine Gesundheit.“

cla

Das rät der Mieterverein

Auch beim Mieterverein München melden sich immer wieder verzweifelte Bürger, die aufgrund von Haustieren keine Wohnung finden. Das Haustier vor einer Vertragsunterzeichnung aber einfach zu verschweigen sei keine Option, erklärt Pressesprecherin Anja Franz. „Der Vermieter hat teilweise ein Mitspracherecht was die Hundehaltung angeht“, sagt sie. „Der Mieter muss das mitteilen.“ Für alle Tierhalter, die auf der Suche nach einer Wohnung sind, hat sie nur einen Tipp: „Man muss selbst aktiv werden.“ Hilfreich könne es zum Beispiel sein, auch in Tierzeitschriften Annoncen zu schalten. „Weil deren Leser Tierfreunde sind, besteht die Chance einen toleranten Vermieter direkt anzusprechen.“

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