Die Arbeiten auf dem Gelände der maroden Bernaysschule gehen weiter

Die Bagger rollen wieder

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Der neue Campus: Geplant ist ein viergeschossiger Komplex mit Mensa zwischen Grund- und Mittelschule. 

Harthof – Die Bernaysschule aus den 1960er Jahren ist definitiv in die Jahre gekommen – Doch die Abrissarbeiten wurden im August plötzlich gestoppt – Jetzt nimmt das Projekt wieder Fahrt auf

Seit fünf Jahren wächst die Zahl an Mittelschulen in München. Aktuell sind es 44 Gebäude – mit insgesamt rund 12 000 Schülern. Eine davon ist die marode Mittelschule an der Bernaysstraße am Harthof. Weil der Komplex aus den 1960er-Jahren in die Jahre gekommen ist, haben Schüler wie Lehrkräfte im Winter mit enormer Kälte zu kämpfen. Der Plan: Ein Neubau. Doch die Abrissarbeiten der zugigen Waschbeton-Bauten als Vorbereitung für den Schulneubau waren Anfang August plötzlich gestoppt worden (Hallo berichtete).

„Doch jetzt arbeiten die Bagger wieder“, sagt Rektorin Marion Lein-Egger. „Ich bin zuversichtlich, dass ein Großteil der verloren gegangenen Zeit eingeholt werden wird.“

In drei Jahren, zum Schuljahresbeginn 2021/22, sollen die Schüler dann in ein neu errichtetes Gebäude umziehen können. Dass die Situation nicht länger tragbar war, hatte bereits eine im Dezember 2012 in die Wege geleitete Untersuchung bestätigt. Zunächst überlegte die Stadt aber nur eine Sanierung und Erweiterung des Geländes.

Geplant ist jetzt an der Stelle, an der sich vorher die Grundschul-Pavillons und die Sportanlagen befanden, einen viergeschossigen, kompakten Komplex mit einem vierzügigen Grundschulbereich im Norden und einem fünfzügigen Mittelschulkomplex im Süden zu errichten. Im Zentrum des Häuser wird die neue Mensa entstehen. Zusätzlich soll es eine Tiefgarage mit 50 Stellplätzen geben. Beide Schulen erhalten separate Pausenflächen mit Schulgärten beidseits.

Mit dem Beginn des Rohbaus rechnet das Baureferat Anfang 2019. Geht alles nach Plan, ist das 73-Millionen-Euro-Projekt voraussichtlich Mitte 2023 beendet. An der Bernaysschule lernen 460 Schüler aus 27 Nationen. „Und in dem Neubau muss auch nie wieder jemand frieren“, sagt Lein-Egger.

Julia Langhof

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