Feldmochinger Straße

Wir machen mobil gegen Funkmast

„Wir müssen aufpassen, dass die Anlagen nicht immer weiter ins Wohngebiet hinein kommen“, sagt Karin Barth (li.). Gemeinsam mit Eva Dziki (re.) will die Feldmochingerin gegen den geplanten Mobilfunkmast an der Feldmochinger Straße 412 mobil machen.

FELDMOCHING An der Feldmochinger Straße 412 soll eine Antenne errichtet werden – Nachbarn sind sauer

In Feldmoching geht die Furcht vor einem Funkmast um. Geplant hat ihn offenbar die Deutsche Telekom – und das mitten im Wohngebiet, auf dem Dach eines Hauses an der Feldmochinger Straße 412. Die Nachbarn machen nun mobil gegen den Funkmast.

Eva Dziki und Karin Barth wollen kämpfen. Die Feldmochingerinnen glauben, dass der Mast nicht nötig ist. Im Viertel befinden sich bereits mehrere, unter anderem am Walter-Sedlmaier-Platz, am ehemaligen Futtermittelwerk an der Lerchenstraße – und just keine 20 Meter vom nun geplanten Standort an der Feldmochinger Straße. Zudem sind bereits weitere Anlagen geplant, etwa an der Karlsfelder Straße Richtung Autobahn. Dort draußen stört ein Funkmast auch nicht weiter, sagt Karin Barth. „Aber wir müssen aufpassen, dass die Anlagen nicht immer weiter ins Wohngebiet hineinkommen.“

Barth hat als Nachbarin im Übrigen nur zufällig von den Telekom-Plänen erfahren. Einen offiziellen Bauantrag gibt es nämlich nicht, da derlei Anlagen bis zehn Meter Höhe befreit sind.

Argumente gegen Mobilfunkantennen sind den meisten bekannt. Es gibt Studien, die sagen, die Anlagen können der Gesundheit schaden, Kopfschmerzen, Herzprobleme oder sogar Krebs verursachen. „Wir müssen auch an die Nachbarn denken“, sagt Barth. „Viele wohnen auf Gehöften, die schon seit Jahren in Familienbesitz sind. Die Menschen können nicht einfach so umziehen.“

Es werden bereits Unterschriften gesammelt, um den Mast zu verhindern. Doch die Telekom hat wohl schon ein Abkommen mit dem Besitzer des Grundstücks an der Feldmochinger Straße 412. „Doch der wohnt weit weg und sagt, wir sollen uns mit dem Unternehmen auseinandersetzen.“

Das haben die Feldmochinger nun auch vor. Beim Bezirksausschuss (BA) waren sie schon. „Wir wollen nun die Politik mit einspannen“, sagt Barth. BA-Chef Markus Auerbach hat bereits einen Vorschlag bei der Stadt eingebracht, denn nahe der Autobahn, zwischen A92 und Staatsstraße soll noch ein weiterer Mast gebaut werden. „Da war die Idee, ob sich die Telekom nicht bei diesem Mast mit einklinken kann“, sagt Auerbach. Der Vorschlag wird derzeit geprüft. Ein Funken Hoffnung im Funkmast-Streit. ska

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