Deutschland-Chefin stellt neue Microsoft-Zentrale vor

Fenster zur Zukunft

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Sabine Bendiek, Deutschland-Chefin von Microsoft
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Das Atrium ist auch für Besucher zugänglich. Gleiches gilt für das Café im Erdgeschoss.
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Außenansicht der neuen Microsoft-Zentrale
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Außenansicht der neuen Microsoft-Zentrale
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Das Atrium ist auch für Besucher zugänglich. Gleiches gilt für das Café im Erdgeschoss.
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Das Atrium ist auch für Besucher zugänglich. Gleiches gilt für das Café im Erdgeschoss.
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Entspannen lässt es sich unter anderem in der Kantine oder schlicht an mehreren im Gebäude verteilten Spielkonsolen.

Keine festen Arbeitsplätze mehr, Lounge-Bereiche und Spielekonsolen zum Entspannen – die neue Zentrale von Microsoft gibt einen Vorausblick in das Arbeiten der Zukunft, glaubt Sabine Bendiek, Deutschland-Chefin von Microsoft. Wie genau das aussieht, wie viele Menschen künftig dort arbeiten werden, lesen Sie hier.

Termine zu Hausführungen für mehrere Monate im Voraus habe man bereits mit Kunden ausgemacht, verrät Sabine Bendiek (erstes Foto). Die Geschäftsführerin von Microsoft Deutschland zeigt jetzt schon einmal bei der Eröffnung der neuen Microsoft Deutschland-Zentrale an der Walter-Gropius-Straße 5 die Räumlichkeiten. Das große Interesse hat seinen Grund: „Die hier geschaffenen Rahmenbedingungen sind in Deutschland einzigartig und auch international rar gesät“, betont Udo-Ernst Haner vom Fraunhofer-Institut, das mit der Umsetzung des neuen Arbeitsplatz-Konzeptes beauftragt war.

Dieses hat es in sich: Feste Arbeitsplätze gibt es nicht mehr – selbst Deutschland-Chefin Bendiek hat keinen eigenen Schreibtisch. Diese gibt es auf den insgesamt sieben Etagen natürlich immer noch. Allerdings können sie von jedermann genutzt, und müssen danach wieder sauber hinterlassen werden. Vorhanden sind lediglich ein Bildschirm sowie Anschlüsse für Laptops und Ladekabel. Selbst Telefone gibt es nicht mehr. Stattdessen stehen allen Mitarbeitern Schließfächer, 67 Konferenzräume, bequeme Meeting-Flächen, Café-Lounge-Bereiche, Dachterrassen und sogar ein Fitness-Studio zur Verfügung. „Mit der neuen Arbeitsumgebung lösen wir die räumliche Trennung auf und fördern die Zusammenarbeit über Abteilungs- und Hierarchie­grenzen hinweg“, sagt Bendiek. Für sie nur der logische nächste Schritt – Arbeitszeiterfassung gibt es bereits seit 1998, eine Anwesenheitspflicht seit 2014 nicht mehr.

Der Umzug von Unterschleißheim nach München freut natürlich auch Bayerns Wirtschaftsministerin und Münchens Oberbürgermeister. „Microsoft unterstreicht damit die Rolle der bayerischen Hauptstadt als einem führenden Innovationsstandort in Europa“, sagt Ilse Aigner. OB Dieter Reiter lobt vor allem das Konzept: „Damit setzt Microsoft Maßstäbe für die Gestaltung von Bürogebäuden.“ Das kommt freilich nicht von ungefähr: „Natürlich will man als Hersteller auch demonstrieren, was unsere Technologien in der Arbeitswelt möglich machen“, gibt Bendiek zu.

Wer sich die neue Deutschland-Zentrale einmal anschauen möchte, hat dazu – zumindest bedingt – auch selbst die Möglichkeit. Die Empfangshalle sowie das dort befindliche Café „Digital Eatery“ sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Gleiches soll in zwei bis drei Monaten auch für die Kantine gelten.
Marco Litzlbauer

Kuriose Fakten zu der Zentrale

– Die neue Zentrale ist mit 26 000 Quadratmetern rund dreimal so groß wie der Rasen der Allianz Arena.

– Für die 1900 Mitarbeiter gibt es 1400 Arbeitsplätze. Klingt wenig? Von wegen: Kontroll-Zählungen vor dem Umzug haben ergeben, dass maximal ein Drittel der Beschäftigten gleichzeitig vor Ort ist. Homeoffice und Co. machen es möglich.

– Die Gesamtlänge der verlegten Elektroleitungen könnte Berlin und München miteinander verbinden – über 500 Kilometer.

– In der Microsoft-Zentrale ist mehr als halb so viel Stahl verbaut wie im Pariser Eiffelturm.

– Die Gesamtfläche der elf Dachterrassen beträgt 1759 Quadratmeter. Genug Platz, um eine Boeing 747 zu parken.

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