Baustelle nervt Anwohner

Pelkovenstraße wird bis Ende des Jahres 2009 rundum erneuert

Moosach Frisches, reifes Obst liegt in den Auslagen, aber die Kunden bleiben weg – die türkischen Geschäftsbrüder Bünyamin und Erol Yildirim sind sauer – denn Moosach ist mal wieder um eine Baustelle reicher. Diesmal ist die Pelkovenstraße an der Reihe. Dort stehen zwischen Feldmochinger und Ehrenbreitsteiner Straße umfangreiche Erneuerungsmaßnahmen an. Zeit wird es: Schließlich hat die Hauptverkehrsstraße zum Olympia-Einkaufszentrum nun schon mehr als 35 Jahre auf dem Buckel. Ziel der umfangreichen Bauarbeiten ist zum einen die grundlegende Erneuerung der Fahrbahn aufgrund ihres schlechten technischen Zustandes und der abgelaufenen Nutzungsdauer. Außerdem – und das zum Aufatmen der Radfahrer – entsteht ein separater 1,60 Meter breiter Radweg. In diesem Zuge wird die Fahrbahnbreite reduziert auf eine für den Busverkehr ausreichende Breite. „Durch die Verringerung der Einmündungsradien an etlichen Straßen werden die Gehbahnflächen großzügiger und das Überqueren der Fahrbahnen erleichtert“, erklärt ein Baureferats-Sprecher. Insgesamt dauern die rund 2,2 Millionen Euro teuren Bauarbeiten etwa eineinhalb Jahre an und gliedern sich in zwei Abschnitte: Der erste Abschnitt befindet sich zwischen Feldmochinger Straße und Claudiusplatz (voraussichtliche Bauzeit: Sommer bis Herbst 2008), der zweite Abschnitt zwischen Claudiusplatz und Ehrenbreitsteiner Straße (Sommer bis Jahresende 2009). Die Verkehrsführung während der Bauzeit ist als Einbahnstraße von der Hanauer Straße in Richtung Feldmochinger Straße vorgesehen, das heißt, der Gegenverkehr wird umgeleitet. Zu etwaigen Stauproblemen sagt Baureferats-Sprecherin Dagmar Lezuo: „Sicherlich wird es im alltäglichen Verkehrsablauf zu Einschränkungen kommen, aber unser Bestreben ist natürlich eine störungsfreie Abwicklung.“ Fest steht, dass der Lohn für die Geduld und das Verständnis der Bewohner am Ende ein grüneres Erscheinungsbild entlang der Pelkovenstraße sein wird – 26 Laubbäume werden gepflanzt. Zudem werden die Parkbuchten durch die neuen Bäume übersichtlicher gegliedert. Außerdem werden die vorhandenen Bushaltestellen am Claudiusplatz in Richtung Fahrbahn verschoben und durch Einbuchtungen komfortabler und barrierefreier ausgerichtet. Konkret heißt das: Der Bordsteig wird höher gelegt, so dass der Einstieg in den Bus leichter möglich ist. Wermutstropfen dieser Aktion ist allerdings, dass Parkplätze wegfallen und entlang der Straße nur noch Längsparken an 82 Stellplätzen möglich ist. Grit Finauer

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