Feldmochinger See

Badegäste wollen feste Toiletten am Feldmochinger See

Sieben Dixie-Toiletten stehen alleine am Feldmochinger See den Badegästen zur Verfügung.
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Sieben Dixie-Toiletten stehen alleine am Feldmochinger See den Badegästen zur Verfügung.

Feldmoching: Nicht so dringend? Erstmal gibt es keine Toiletten im Badesee in Feldmoching.

Der Sommer sorgt heuer schon meteorologisch für die eine oder andere Abkühlung. Doch mitten in einer Hitzewelle hilft oft nur der Gang zum See. Ein Grundbedürfnis. Doch ein anderes sorgt dabei immer wieder für Probleme, meint Martin Könitzer. „Es hat sich zum Beispiel am Feldmochinger See in den vergangenen Jahren gar nichts getan. Da steht nur eine Dixie-Toilette. So gut wie niemand benutzt sie, weil es da einfach zu schmutzig ist. Wo gehen die Leute hin, wenn sie mal müssen?“, fragt Könitzer.

Tatsächlich gibt es für den ganzen See eine feste und sieben mobile Toiletten. „Die Akzeptanz der Mobiltoiletten ist bei den Nutzern tatsächlich nicht sehr hoch. Allerdings kann der Bedarf schnell und flexibel gedeckt werden“, erklärt Rosemarie Hingerl vom Baureferat. Wie kompliziert die Frage nach den Toiletten im öffentlichen Raum manchmal ist, zeigt auch das Beispiel an der Regatta-Strecke. Im Jahr 2015 wurde eine Sanierung der Rettungsstation samt Errichtung einer Toilette vom Baureferat geprüft. Daraufhin wurde der Erholungsflächenverein gefragt, ob er diese Aufgaben übernehmen könnte. Konnte er nicht. Unterdessen erklärte das Referat für Bildung und Sport, dass bei einer Sanierung der Regattaanlage die Sanierung und Öffnung der südlich des Tribünenbaus befindlichen Toiletten vorgesehen wäre. Seitdem wird die Entscheidung des Stadtrates über die Sanierung abgewartet. Toiletten – anscheinend nicht so dringend.

Überhaupt wird das Problem mit der Notdurft so weit wie möglich ausgelagert: Zur Vermeidung von hohen Betriebskosten, Vandalismusschäden und Missbrauch (Drogen) werden feste Toiletten meist im Zusammenhang mit Gaststätten oder Kiosken errichtet oder Konzessionsnehmern unterstellt. Nur selten wie am Lerchenauer See und am Fasaneriesee ist der Toilettenbetrieb nicht über eine Konzession, eine Werbefinanzierung oder eine Gastronomie geregelt. Hier ist das Baureferat selbst verantwortlich. An jedem Badesee in München gibt es mindestens eine feste Toilette. Ist der Bedarf dadurch nicht gedeckt, werden zusätzlich Mobiltoiletten aufgestellt – ob sie in der Praxis genutzt werden, ist eine andere Frage. mh

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