Anwohner fordern Ordnungshüter

Auf dem Flohmarkt-Areal stehen Parkplätze zur Verfügung. Allerdings werden sie kaum genutzt, „weil sie Geld kosten“, sagt Hausmeister Dirk Lequen. Fotos: Bitterer

Freimann: Park- und Müll-Chaos rund um den Zenith-Flohmarkt immer schlimmer Freimann

Er zieht Woche für Woche zahlreiche Händler und Käufer an und ist über die Jahre zu einer Institution geworden: der Flohmarkt auf dem Zenith-Gelände in Freimann. Doch des einen Freud, des anderen Leid: Anwohner beschweren sich immer wieder, dass ihre Privatgrundstücke zugeparkt und die Grünanlagen verschmutzt würden. „Fürchterliche Zustände“, sagt Stadtrat Richard Quaas, der nun gemeinsam mit den Betroffenen Flohmarkt-Sheriffs fordert. Eigentümer und Verwalter angrenzender Grundstücke würden sich mit der Problematik von der Stadt im Stich gelassen fühlen, meint Richard Quaas: „Sie sehen nicht ein, warum sie die Kosten für eine Bewachung und für die Müllentsorgung tragen sollen, obwohl sie mit dem Flohmarkt nichts zu tun haben“, sagt er. Dies bestätigt Dirk Lequen. Der 43-Jährige ist Hausmeister des Gebäudekomplexes an der Maria-Probst-Straße 47. An den Flohmarkttagen Donnerstag, Freitag und Samstag besteht seine Hauptaufgabe darin, den Hof von Fremdparkern frei zu halten: „Ich versuche, den Leuten freundlich zu erklären, dass sie hier nicht parken dürfen. Die interessiert das aber gar nicht“, sagt er. Abschleppen lassen sei dabei keine Alternative: „Bis der Abschlepper kommt, sind die schon wieder weg. Und wir bleiben auf den Kosten sitzen.“ Verwunderlich sei, dass die Stadt nichts unternehme, „denn sie ist ja selbst betroffen“. Im Gebäudekomplex hat sie Räume für die Veranstaltungstechnik angemietet – große Sattelschlepper könnten oft nicht auf den Hof fahren, weil illegale Fremdparker den Weg versperren. Die Stadt sei der Meinung, dass sich die Belästigung in Grenzen hält, sagt Richard Quaas. Dies zumindest sei ihm vom Kreisveraltungsreferat (KVR) mitgeteilt worden. „Verwunderlich“, meint der Stadtrat. Schließlich seien die städtischen Auflagen normalerweise eher streng. Das findet auch Anlieger Dr. Philipp Ullrich: „Wenn ein Gastronom einen Stuhl mehr vor seine Kneipe stellen will, ist das gleich ein Drama. Aber hier dürfen die Leute parken wie sie wollen und noch dazu alles vermüllen“, kritisiert er. Gerade die Edmund-Rumpler-Straße, die Verbindung von der U-Bahn zum Flohmarkt, sei besonders verdreckt. Abhilfe sehen alle Betroffenen nur in Auflagen für den Flohmarktbetreiber: „Er muss Ordnungshüter einsetzen“, fordern sie. Ob es soweit kommt, ist fraglich – das KVR verspricht zumindest, „die Sachlage nochmal vor Ort zu prüfen“. Tanja Bitterer

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