Ansporn für die Zukunft

Unterföhrings Bürgermeister Franz Schwarz. Foto: privat

Unterföhrings 1. Bürgermeister zum Jahreswechsel

VON FRANZ SCHWARZ Ein ereignisreiches Jahr ist zu Ende gegangen. In 2011 wurde in Unterföhring vieles fertiggestellt, vieles begonnen und vieles geplant. So z.B. die Erweiterung des Sportzentrum, das neue Kinderhaus, die Geothermie sowie die geplante Erweiterung der Grundschule samt Neubau einer Schulturnhalle usw. Aber auch im Bereich der Energievision tut sich einiges. Hier beteiligt sich die Gemeinde aktiv am Klimaschutzkonzept des Landkreises. Besonders hervorzuheben sind nicht zuletzt die zahlreichen Kultur- und Vereinsveranstaltungen, die auch eine wichtige Plattform für ein gemeinsames Miteinander bieten. Der Gemeinderat hat der Vergabe von 14 Baugrundstücken im Einheimischen-Modell an der Aschheimer Straße zugestimmt. Nach der formalen Zuteilung an die Antragsberechtigten könnte mit dem Bau der Reihenhäuser in 2012 begonnen werden. Gleichzeitig werden im Rahmen des Einheimischen-Modells auch Mietwohnungen am Germanenweg errichtet. Derzeit werden die Planungen hierzu vorbereitet und den Gremien zur Beratung vorgelegt. Auch die Erweiterung des Sportzentrums an der Jahnstraße machte im Jahre 2011 einen großen Schritt nach vorne: Mit den Innenausbauten und den Außenanlagen wurde im Sommer 2011 begonnen. Das Bauvorhaben liegt – nicht zuletzt auch aufgrund des milden Winters – gut im Zeitplan. Die Fertigstellung ist voraussichtlich im Frühjahr 2012 zu erwarten. Das Rathaus hingegen muss noch warten. Die dringend notwendige Sanierung wird voraussichtlich erst 2014 angegangen, nachdem die anstehende Schulhauserweiterung höchste Priorität hat und erst abgeschlossen sein muss. Für die Umsetzung wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Neben der Schulerweiterung, Sportmöglichkeiten, Küche und Mensa im ersten Realisierungsabschnitt wurde die Hort- und Mittagsbetreuung als Ideenteil mit ausgelobt. Die Schule wird dann auf maximal 500 Schüler ausgerichtet sein. Für dieses Bauprojekt ist es notwendig, dass in 2012 die Gemeindehalle mit Nebengebäude abgerissen wird – der Schulsport wird anderweitig stattfinden (Jahnstraße). Während der Baumaßnahme werden die Schüler u.a. zum Schulsport in das Sportzentrum gefahren. Die Hortbetreuung und Mittagsbetreuung wird in dieser Zeit teilweise durch neu errichtete Module am sogenannten Telekomgrundstück an der Münchner Straße gewährleistet. Noch wenig Neues gibt es in Sachen eines Gymnasiums zu vermelden. Zur Entlastung des Werner-Heisenberg-Gymnasiums in Garching, das im Zweckverband von der Stadt Garching und den Kommunen Ismaning und Unterföhring getragen wird, hat sich Unterföhring als Schulstandort für ein weiteres, kleineres Gymnasium bei einem entsprechenden Bedarf angeboten. Positive Unterstützung erhält Unterföhring hier von der Landeshauptstadt München, die ein Gymnasium in Unterföhring gerne sehen würde. Allerdings liegt seitens des Kultusministeriums (noch) keine Zustimmung vor, da der Bedarf aus dessen Sicht nicht gegeben ist. Die endgültige Entscheidung bzgl. Schulbedarfsplanung gilt es abzuwarten. Dies ist auch wichtig für weitere Planungen, z. B. Bebauungsplanung und Grundstückszukauf. In Sachen Kinder und Jugendfarm an der Jahnstraße sind die Planungen mit dem Kreisjugendring und dem Verein Mehr Spielraum für Kinder e.V. weitgehend abgestimmt, jetzt geht es an die Erdarbeiten, Fundament- und Gründungsarbeiten. 2012 ist die Planung und Umsetzung des Hauptgebäudes vorgesehen (Wegfall der Baustraße). Auch die VHS darf sich Hoffnungen auf eine neue Heimat machen. Die Gemeinde ist zwischenzeitlich Eigentümerin der entsprechenden Grundstücke in zentraler Lage und wird 2012 die Planungen zur Realisierung eines VHS-Gebäudes in Anlehnung des Ortsentwicklungsplan aufnehmen. Die Pfarrvilla am Kirchenweg hat die Gemeinde aufwändig modernisiert und wurde 2005 fertiggestellt. Unter anderem wurden die Fresken an der Fassade, die Wiederherstellung der Außenfassade nach Vorgaben des Denkmalamts inklusive der Fresken sowie der Pfarrgarten inklusive des Zaunes nach Vorgaben des Eingabe-planes von 1899 wiederhergestellt. Ab 2012 wird die Pfarrvilla zu Repräsentationszwecken insbesondere für Trauungen (Standesamt) eingesetzt. Die Gemeinde Unterföhring setzt weiter auf die Reduzierung des Energieverbrauchs, besonders auch bei allen Gebäuden der Gemeinde und im öffentlichen Raum. Auch mit dem Thema Windkraft beschäftigt sich der Gemeinde intensiv. Derzeit werden hierfür entsprechende Vorarbeiten geleistet. Die Standortfrage und denkbare Konzentrationsfläche etc. werden 2012, wie auch in anderen Kommunen, ein wichtiger Punkt sein. Es wurde im Ort viel geleistet, dafür meinen aufrichtigen Dank. Zugleich werden wir angespornt, mit neue Zielen und Projekten in die Zukunft zu schauen.

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