Neuhauser brennt für die Feuerwehr

Andreas Abend präsentiert seine eigene Feuerwehr-Raritäten-Ausstellung

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Andreas Abend mit den obersten Würdenträgern der Feuerwehr Anfang des 20. Jahrhunderts

Viele kleine Jungs lieben die Feuerwehr, doch wenige hegen dafür eine solche Leidenschaft wie Andreas Abend aus Neuhausen.

Viele kleine Jungs lieben die Feuerwehr, doch wenige hegen dafür eine solche Leidenschaft wie Andreas Abend aus Neuhausen. Mit 15 Jahren begann der mittlerweile 51-Jährige, Feuerwehr-Gegenstände auf Flohmärkten zu kaufen. Mittlerweile ist seine Sammlung so groß, dass Abend seit kurzem seine eigene Ausstellung damit macht. „Ich wollte nicht, dass die Sachen weiter in Kisten zu Hause in meinem Keller rumstehen. Eigentlich war es schon immer mein Traum, davon mal ein eigenes Museum zu machen“, sagt der Feuerwehr-Fan. In der Haylerstraße ist sein Traum nun Wirklichkeit geworden. In drei Räumen auf rund 35 Quadratmetern präsentiert Abend seine Schmuckstücke. Die ersten beiden Räume zeigen die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr München. Und das chronologisch geordnet von der Mitte des 18. Jahrhunderts, als sich die Münchner bei einem Brand noch selbst mit Eimerketten helfen mussten, über die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr 1866 bis ins Jetzt. Zu sehen gibt es alles, was man bei der Feuerwehr braucht: Uniformen, Helme, Abzeichen, Schläuche und vieles mehr. Im dritten Raum gibt es dann noch einmal zusätzlich Helme zu sehen, wie den Kommandantenhelm mit Rosshaar, den man bei der Freiwilligen Feuerwehr München von 1866 bis 1908 hatte. Zudem gibt es hier ein Regal voller Feuerwehrkrüge. Die ältesten stammen aus dem 19. Jahrhundert.

„Ich sammle ausschließlich Dinge der Freiwilligen Feuerwehr München“, sagt Abend. Bei dieser ist er schließlich auch selbst Mitglied, wie schon sein Vater und sein Großvater vor ihm. „An der Arbeit als Feuerwehrmann gefällt mir besonders die Kameradschaft unter den Kollegen und dass wir Menschen in Not helfen. Wir tun aktiv etwas und reden nicht nur“, sagt Abend, der hauptberuflich als Fahrzeug- und Gerätewart arbeitet.

„Seit ich meine Ausstellung angefangen habe, ist noch mehr dazugekommen. Leute, die auch irgendwas von der Feuerwehr haben, melden sich bei mir und so wächst die Ausstellung stetig weiter“, sagt der Feuerwehrler begeistert.

Der Eintritt zu Abends Ausstellung ist kostenlos. Es gibt nur ein Sparschweinchen nebst Gästebuch, in das man eine freiwillige Spende werfen kann.

Wer sich in der Feuerwehr-Ausstellung umsehen will, kann einen Termin unter der e-Mailadresse andreas.abend@gmx.de mit Abend ausmachen. Dafür gibt es dann auch die Wegbeschreibung dazu und eine Führung von Abend.
Laura Felbinger

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