Änderungen bei der Ortsbuslinie

Die Unterföhringer Ortsbuslinie 232 wird die zwei Haltestellen an der Straßäckerallee künftig in beide Fahrtrichtungen bedienen und nicht mehr in Richtung Norden auf der Münchner Straße an ihnen vorbeifahren. Das beschloss der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung. Außerdem wird das Bushäuschen vor dem Bürgerhaus so umgebaut, dass es besseren Schutz vor schlechtem Wetter bietet.

Weil Unterföhring Süd um die Straßäckerallee immer intensiver bebaut und bewohnt ist, sei die Streckenzusammenlegung der Ortsbuslinie dringend notwendig, meinte Bürgermeister Franz Schwarz bei der Sitzung. Zudem müsse die Buslinie bis zur Trambahnhaltestelle St. Emmeram verlängert werden, um den Bürgern eine optimale Anbindung an die Stadt zu gewährleisten. Die beiden Veränderungen bringen allerdings auch Probleme mit sich: Weil nur zwei Busse die Strecke bedienen, ist es danach aus zeitlichen Gründen nicht mehr möglich, den Ortsbus zweimal in die Feringastraße fahren zu lassen. „Die Linie ist bis auf die Sekunde ausgereizt“, erklärte Bürgermeister Schwarz. Deshalb habe man sich entschieden, den 232er auf der Fahrt stadteinwärts künftig nur noch beim Sport Scheck halten zu lassen. „Da ist der Fahrgast in der Regel noch unbeladen.“ Auf der Fahrt zurück nach Unterföhring fährt der Bus noch den gewohnten Stich in die Feringastraße bis zum Marktkauf. Mehrkosten Auf die Gemeinde kommen durch die Veränderung der Strecke Mehrkosten von 4700 Euro im Jahr zu, denen der Gemeinderat ebenso zustimmte wie der neuen Linienführung. Auf Anregung von Jutta Schödl (SPD) allerdings wird sich die Gemeinde noch einmal mit dem MVV in Verbindung setzen und anfragen, ob man nicht die bisherige Haltestelle des 50er Busses vom Obi weg hin zum Sport Scheck verlegen könne. Dann, so Schödl, könnten die Fahrgäste einfach kurz auf den 50er warten und doch bis zum Marktkauf fahren. Den Gemeinderäten ist durchaus klar, dass für gehbehinderte Menschen die Strecke bis zum Marktkauf auch „unbeladen“ eine weite sein kann. Für die Neuvergabe der Linien im Jahr 2014 hat der MVV vorgeschlagen, die Ortsbuslinie 232 mit drei Bussen zu bedienen, um wieder alle Haltestellen anfahren zu können. „Das aber wären Mehrkosten von 50 Prozent“, meinte Schwarz, das müsse man sich gut überlegen. Trockene Füße vorm Bürgerhaus Ob man das Buswartehäuschen vor dem Unterföhringer Bürgerhaus für architektonisch oder künstlerisch gelungen hält, ist eine Geschmacksfrage. Fakt ist dagegen, dass das auf dem Kopf stehende L aus Sichtbeton den Wartenden nur sehr ungenügenden Schutz gegen Wind und Wetter bietet. Auf Antrag der Grünen im Gemeinderat wird das Häuschen jetzt optimiert und zunächst einmal mit Seitenwänden aus Glas versehen. Wie man es dann endgültig sinnvoll umgestalten kann, prüft die Verwaltung im Auftrag des Rats gemeinsam mit dem Stuttgarter Architekten. Kerstin Bühring

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