Billig wohnen für Azubis

Neues Pilotprojekt von Stadt und Gewofag in Berg am Laim

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Bürgermeister Josef Schmid und Gewofag-Geschäftsführer Max Straßer auf der Terasse des neuen Azubi-Wohnhauses.

Teure Mieten in München — auch für viele Auszubildende ein großes Problem. Hier soll ein Pilotprojekt greifen, das Stadt und Gewofag derzeit in Berg am Laim verwirklichen: Azubiwohnen.

München hat ein breit gefächertes Ausbildungsangebot, jedes Jahr bleiben dennoch weit über 1000 Ausbildungsstellen unbesetzt, wie der Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft, Bürgermeister Josef Schmid“ bei der Vorstellung des neuen Wohnprojekts erklärte. Dieses soll helfen, ein großes Problem für viele Auszubildende wenigstens zu lindern: bezahlbaren Wohnraum.

Zwischen Mittlerem Ring und Westerhamer Straße entstehen derzeit 91 Apartments für volljährige Auszubildende. Einmal als Einzelapartments mit 21 bis 26 Quadratmeter Wohnraum und einmal als Doppelapartments mit 45 bis 19 Quadratmeter Wohnraum. Ausgestattet sind sie mit Pantry-Küche, Tisch und Stuhl, Bett, Einbauschrank und Beleuchtung. Zwischen 313 und 375 Euro für das Einzelzimmer und zwischen 290 bis 315 Euro für das Doppelzimmer müssen die Azubis im Monat berappen — warm. Hinzu kommt dann noch ein Arbeitgeber-Anteil, der zwischen 158 und 170 Euro monatlich liegt. Mit dieser Miete kann die Gewofag genau die Eigenkosten decken, wie deren Geschäftsführer Max Straßer erklärte. Die Stadt fördert das Projekt dabei mit zehn Millionen Euro.

„Das Projekt richtet sich nicht an große Unternehmen, die selbst Werkswohnungen bauen könnten, sondern explizit an mittlere und kleine Betriebe im Stadtgebiet von München“, betonte Schmid. Ihre Attraktivität soll durch das Angebot mit bezahlbarem Wohnraum gesteigert werden.

Und so funktioniert die Vergabe: Die Gewofag schließt mit dem Ausbildungsbetrieb einen befristeten Gewerbemietvertrag. Diese vermietet dann für die Dauer des Ausbildungsverhältnisses weiter an ihre Azubis. Auch eine direkte Bewerbung für Auszubildende ist möglich, allerdings nur, wenn eine Kostenübernahme- erklärung des Ausbildungs- betriebs vorliegt.

Damit möglichst viele Münchner Unternehmer von dem neuen Projekt profitieren können, ist die Apartmentvergabe pro Unternehmen begrenzt. Wie Gewofag-Geschäftsführer Straßer erklärte, soll die Vergabe absolut transparent erfolgen. Bei zu vielen Bewerbern soll etwa das Los entscheiden.

Ausführliche Informationen zum Projekt finden Interessierte unter www.gewofag.de/liveandlearn. Dort sind ab Mitte November dann auch Bewerbungen für die Apartments möglich. Fragen rund ums Azubiwohnen beantwortet auch der Gewofag Kunderservice unter Telefon 4123-5800.

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