1. hallo-muenchen-de
  2. München

HeilpraktikerInnen für Psychotherapie - eine wertvolle Alternative!

Erstellt:

Kommentare

Natalie Hubral, Heilpraktikerin für Psychotherapie
Natalie Hubral, Heilpraktikerin für Psychotherapie © Ingolf Hatz

HALLO: Sie sind Heilpraktikerin für Psychotherapie in Taufkirchen. Was ist denn der Unterschied zum klassischen Heilpraktiker?

Natalie Hubral: Der „große“ Heilpraktiker darf auch körperliche Beschwerden behandeln, während ich nur psychische Störungen behandeln darf. Beide müssen aber amtsärztlich geprüft sein.

Warum sollte man zu einem Heilpraktiker für Psychotherapie gehen anstatt zu einem klassischen Psychotherapeuten?

Die Wartelisten bei den zugelassenen Therapeuten sind extrem lang mit Wartezeiten bis zu 6 Monaten oder länger. Schnelle Hilfe ist also eher unwahrscheinlich. Bei schweren psychischen Störungen gibt es natürlich die psychiatrische Ambulanz. Aber auch weniger schwere Störungen können sehr belastend sein. Bei den Heilpraktikern für Psychotherapie ist die Wartezeit weitaus kürzer. 

Zudem ist der Heilpraktiker für Psychotherapie völlig frei in seiner Wahl der Therapie-Form. Dies hat den Vorteil, dass er ganz unterschiedliche Therapien anbieten kann. Ein weiterer positiver Punkt ist, dass der Besuch eines Heilpraktikers für Psychotherapie nicht in der Krankenkassenakte erscheint. Dies kann für einige Berufsgruppen vorteilhaft sein.

Was muss ich beachten, wenn ich zu einem Heilpraktiker für Psychotherapie gehe?

Leider können wir noch nicht über die Krankenkassen abrechnen. Das bedeutet, dass die Therapie selbst bezahlt werden muss, was eine finanzielle Belastung darstellt. Aber hier stelle ich gerne die Frage, was einem seine psychische Gesundheit wert ist. Wir geben so viel Geld für materielle Dinge aus, die uns langfristig dann doch nicht glücklich machen.

Was sind Ihre Schwerpunkte? Und weshalb kommen die Menschen zu Ihnen?

Für Kinder biete ich vor allem die Reflexintegration an. Dass frühkindliche noch aktive Reflexe für viele Problematiken im Kindesalter zuständig sein können, ist leider noch sehr unbekannt. Hierbei geht es z.B. um Ängste, Konzentrationsstörungen, Lese-Rechtschreib-Schwäche, uvm.

Für Erwachsene liegt mein Schwerpunkt bei Traumatisierungen. Hier meine ich nicht nur das klassische Schock-Trauma wie einen Unfall, einen Überfall, Krieg, etc. Womit sehr viele Menschen zu kämpfen haben, ist das Entwicklungs-Trauma. Dies entsteht vor allem bis zum 3. Lebensjahr und hat als Folge u.a. fehlendes Selbstwertgefühl, Unsicherheit, Bindungsstörungen, Überforderung, etc. Oft kommen Klienten zu mir, die unter Verhaltensmustern leiden, die sie weder erklären noch verändern können. Hier entscheide ich ganz individuell, welche Therapie passend ist. Gerne binde ich die Gesprächstherapie nach Rogers oder die Hypnotherapie ein, denn sie sind gut geeignet bei Ängsten, Depressionen oder dem klassischen Burnout.

Um was geht es bei einer „Gesprächstherapie“?

Viele denken, das sei einfach nur eine Art Kaffee-Klatsch mit dem Therapeuten. Aber es steckt wesentlich mehr dahinter. Denn hier hat der Klient oft zum ersten Mal einen Raum nur für sich, bei dem er weder be-/verurteilt wird, noch bekommt er „gute Ratschläge“, wie das Freunde gerne (wohlwollend) machen. Der Therapeut konzentriert sich voll und ganz auf den Klienten, geht auf ihn ein und befähigt ihn, neue Blickwinkel einzunehmen. Man nennt diesen Prozess „Selbstaktualisierung“. Die Gesprächstherapie kann allerdings auch schmerzhaft sein, wenn der Therapeut z.B. Punkte herausarbeitet, die der Klient vielleicht bisher (noch) nicht anschauen wollte, die aber wichtig sind für seine Entwicklung. Das passiert aber ganz behutsam und wird vorab in einem ausführlichen Erstgespräch und einer Anamnese besprochen.

Kontakt

Telefon: +49(0)151 51317601
E-Mail: info@hubral-therapie.de
Website: www.hubral-therapie.de

Auch interessant

Kommentare