Forschung

„Welt-Sensation“

Münchner Forscher entschlüsseln 1500 Jahre altes Pest-Genom....

Dass im 14. Jahrhundert Millionen Europäer an der Pest, dem „Schwarzen Tod“ starben, ist weitgehend bekannt und belegt. Jetzt haben sich Wissenschaftler ins 6. Jahrhundert begeben: Forschern aus München, Mainz und Arizona ist es gelungen, ein 1500 Jahre altes Pest-Genom zu entschlüsseln – somit ist bewiesen, dass die Pest bereits zu Zeiten der frühen Völkerwanderung im heutigen Deutschland grassierte und hunderttausende Todesopfer forderte.

Das Erbgut wurde einem Aschheimer entnommen, dessen rund 1500 Jahre alten Überreste (Foto: Staatliche Naturwissenschaftliche Sammlung Bayerns) auf dem frühmittelalterlichen Friedhof „Aschheim-Bajuwarenring“ gefunden wurden. „Es ist eine Welt-Sensation“, sagt Molekularbiologe Dr. Holger Scholz. Der Leiter am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr München bekräftigt: „Es ist ein Meilenstein in der Geschichte der Pest-Forschung.“ Obendrein ist laut Scholz anzunehmen, dass die Pest-Welle ihren Ursprung in Zentralasien hatte und nicht wie bisher angenommen in Afrika.

Ines Weinzierl

Rubriklistenbild: © Staatliche Naturwissenschaftliche Sammlung Bayerns

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