Betrugsmasche 

Falsche Polizisten am Telefon – Die Masche soll den Opfern Angst machen

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Die Masche zielt darauf ab, den Opfern Angst zu machen. Dann erscheinen die Betrüger als Retter.

Die Masche soll den Opfern Angst machen. Dann wird Hilfe von den falsche Polizisten angeboten. Es kam gleich zu zwei Fällen in den letzten Tagen...

München – In den letzten Tage kam es in München zu zwei Fällen von Betrug durch falsche Polizeibeamte. Bei beiden Betrügereien, sowohl in Trudering als auch in Bogenhausen, waren Senioren die Opfer. 

Ihnen wurde von den Betrügern weis gemacht, dass sie bald Opfer von Einbrechern werden sollen. Die falschen Polizisten versprachen dann, ihnen zu helfen.

In beiden Fällen wurde ein hoher Betrag erbeutet.

Erster Fall

Im Zeitraum von Sonntag bis Montag wurde eine über 70- Jährige abwechselnd von falschen Polizeibeamten kontaktiert. Die Anrufer gaben an, dass der Name der Dame auf einer Liste von Einbrechern stehen würde. 

Um ihre Wertgegenstände, insbesondere ihr Bargeld zu schützen, wurde die Dame von den Anrufern dazu überredet, mehrere Zehntausend Euro am Sonntag an einen Unbekannten zu übergeben. 

Die Seniorin wurde nach der ersten Übergabe weiterhin von den falschen Polizeibeamten angerufen. Ihr wurde mitgeteilt, dass ihre Bank in eine kriminelle Machenschaft verwickelt sei und sie ihre Konten sowie ihr Schließfach schnellstmöglich entleeren und an die falschen Polizeibeamten übergeben soll. 

Die Rentnerin schenkte den falschen Polizeibeamten weiterhin Glauben und übergab im Laufe des Montags mehrere Zehntausend Euro Bargeld sowie über zehn Gramm Gold aus ihrem Schließfach. 

Als die Münchnerin ihre Sachen von den falschen Polizeibeamten wie angekündigt nicht wieder zurückbekam, schöpfte sie Verdacht und verständigte die Polizei. 

Der Abholer wird wie folgt beschrieben

Männlich, ca. 30-40 Jahre alt, ca. 165 cm groß, kurze Haare; hellgraue Jacke mit Streifen an den Ärmeln, sonst dunkel gekleidet 

Zeugenaufruf

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich nördlich eines Waldgebietes in Neutrudering Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? 

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 3, AG Phänomene, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. 

Zweiter Fall

Am Mittwoch erhielt ein über 80-jähriger Münchner, gegen 11:00 Uhr, auf seinem Festnetz-Telefon einen Anruf von einer männlichen Person, die sich als Polizeihauptkommissar Raschke vorstellte. 

Nun übernahm seine über 70-jährige Ehefrau das Telefon und wurde hierbei nach Wertgegenständen gefragt. 

Der vermeintliche Polizeibeamte erklärte daraufhin, dass das Ehepaar von einer osteuropäischen Bande ausgespäht werden würde und ein Einbruch kurz bevor stünde. Zur Sicherung ihres Vermögens wurde das Ehepaar aufgefordert, die  zuhause verwahrten Wertgegenstände sowie Bargeld in einen Rucksack zu verpacken und vor die Wohnungstür zu stellen. 

Gegen 13:00 Uhr vernahm die Rentnerin Geräusche im Treppenhaus und ein Klingeln an der Wohnungstür. Als sie kurz darauf in den Flur blickte, war der Rucksack bereits verschwunden. 

Während dieser gesamten Zeit blieb die Seniorin über das Telefon mit dem vermeintlichen Polizeibeamten in Verbindung, bis sie gegen 14:00 Uhr den Hörer auflegte. Zuvor war ihr versichert worden, dass sie auch von einem Streifenwagen abgeholt werden würde, um in Sicherheit gebracht zu werden. 

Als daraufhin keine Polizei erschien, fuhr die Rentnerin in die Innenstadt und wendete sich an die Hauswache des Polizeipräsidiums München in der Ettstraße. 

Insgesamt telefonierte die Münchnerin an diesem Tag in einem Zeitraum von drei Stunden mit insgesamt vier verschiedenen Personen, die sich alle als Polizeibeamte sowie einem Staatsanwalt ausgaben. 

Der entstandene Beuteschaden liegt in einem hohen fünfstelligen Euro-Bereich. 

Zeugenaufruf

Personen, die während des Tatzeitraumes im Stadtteil Bogenhausen im Bereich der Hackländerstraße zwischen Grillparzer und Versaillerstraße verdächtige Wahrnehmungen machten, die im Zusammenhang mit dem Trickbetrug stehen könnten, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezerat 3, AG Phänomene, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. 

Warnhinweis 

Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte verwenden fast immer den Trick, es wäre in der Nachbarschaft eingebrochen worden und sie müssten in der Wohnung Geld- bzw. Schmuckaufbewahrungsörtlichkeiten sehen. 

Vergewissern Sie sich im Zweifelsfall durch einen Rückruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten handelt, noch bevor Sie einen Unbekannten in Ihre Wohnung einlassen!

Quelle: Polizeipräsidium München/jh

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