Tod von Münchner Party-Veranstalter

München: Trauer um Wolfgang Nöth - Hallenmogul im Alter von 77 Jahren gestorben

Wolfgang Nöth ist im Alter von 77 Jahren gestorben.
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Wolfgang Nöth ist im Alter von 77 Jahren gestorben.

Er hat in München zahlreiche Veranstaltungsorte geschaffen: Hallenbetreiber Wolfgang Nöth ist jetzt im Alter von 77 Jahren gestorben.

  • Der Gastronomieunternehmer Wolfgang Nöth hat die Veranstaltungsbranche Münchens über Jahre geprägt.
  • Er hat zahlreiche Club- und Konzerthallen in München betrieben.
  • Im Alter von 77 Jahren verstarb der Hallenmogul am Sonntag.

München - Die Theaterfabrik Unterföhring, das Kulturzentrum München Riem oder die Optimolwerke - mit dem Namen Wolfgang Nöth verknüpft man in München zahlreiche Clubhallen und Eventstätten. Der Münchner Hallenbetreiber hat die Nacht- und Partyszene der bayerischen Landeshauptstadt ab den späten 1980er Jahren maßgeblich verändert und mitgestaltet. Auch weit über die Stadtgrenzen hinaus machte sich der Hallenmogul dabei einen Namen. Am Sonntagnachmittag ist Nöth im Alter von 77 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben. Das meldete zuerst die „SZ„.

München: Hallenbetreiber Wolfgang Nöth nach Krankheit verstorben

Wolfgang Peter Leonhard Nöth wurde 1943 in Unterfranken geboren. Seine jüdischen Eltern wurden starben kurze Zeit nach seiner Geburt, weshalb Nöth bei Pflegeeltern und im Kloster Münster Schwarzach aufwuchs. Mit 13 Jahren begann er eine Berufsausbildung bei Neckermann. Danach arbeitete er bei einer Spedition, einer Cola-Fabrik, einer Ziegelei, als Dachdecker in Nürnberg, Frankfurt am Main, in den Niederlanden und in Israel. Nach München kam er 1978, wo er zunächst für drei Jahre im Schlachthof und als Holzverkäufer jobbte.

Wolfgang Nöth: Schaffer der Theaterfabrik und des Nachtwerks

Zu ersten Berührungspunkten mit der Veranstaltungsbranche kam es 1981 im Fraunhofer. Früh erkannte Nöth jedoch den Bedarf für größere Veranstaltungshallen und so eröffnete er im Gewerbegebiet Unterföhrings bei München mit der Theaterfabrik seinen ersten Hallenclub. Und das mit entsprechendem Erfolg: Namenhafte Interpreten wie die Red Hot Chili Peppers, Blondie, Billy Bragg oder The Damned gaben dort Konzerte vor großem Publikum. Ende der 80er Jahre eröffnete Nöth an der Landsberger Straße außerdem das Nachtwerk. Zahlreiche Konzerte und Partys fanden auch hier statt: von Bands wie Bad Religion und Nirvana über Rammstein bis hin zu Schlager-Partys - das Münchner Partyvolk war bestens bedient.

Zahlreiche Veranstaltungsorte in München geschaffen

Weitere Karrierestationen von Nöth finden sich unter anderem im Kulturzentrum München-Riem, dem Kunstpart Ost, zu denen von 2000 bis 2008 auch die Georg-Elser-Hallen gehörten, sowie den Optimolwerken. Seine Vision eines Münchner Vergnügungsviertels in Form des „Kunstparks Nord“ blieb hingegen nur ein Gedankenspiel. Fest steht dennoch: Nöth war für die Münchner Veranstaltungslandschaft über Jahrzehnte hinweg eine prägende Figur, seine Veranstaltungen haben die Stadt verändert und die Menschen zusammengebracht.

Quellen: SZ, kf

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