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Wiesn-Maß schlecht eingeschenkt ‒ Auf dem Oktoberfest 2022 bekamen Besucher besonders häufig weniger Bier

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Von: Jonas Hönle

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Eine Maß auf dem Oktoberfest in München
KVR: In jeder dritten Wiesn-Maß war 2022 zu wenig Bier. (Symbolbild) © Felix Hörhager/dpa

Beim Oktoberfest 2022 in München kamen weniger Besucher als vor Corona. Die die auf die Wiesn kamen, hatten besonders häufig weniger Bier in der Maß.

 Das Oktoberfest in München erreichte nach zwei Jahren Corona-Pause keine neuen Rekorde. Bei hauptsächlich Regen-Wetter kamen etwa eine halbe Millionen Besucher weniger als noch 2019.

Und die Menschen, die tatsächlich auf die Wiesn gingen, haben dieses Jahr offenbar besonders häufig eine schlecht eingeschenkte Maß Bier bekommen. Bei Stichproben der zuständigen Behörde, des Münchner Kreisverwaltungsreferats (KVR), sei in gut 31 Prozent ein sogenannter Unterschank festgestellt worden, teilte das KVR am Donnerstag mit.

Und das, obwohl die Preise für die Wiesn-Maß dieses Jahr besonders gestiegen waren.

KVR: Häufig weniger Bier in Wiesn-Maß auf dem Oktoberfest in München 2022

Unterschank liegt demnach vor, wenn der Krug bis weniger als 15 Millimeter unter dem Eichstrich gefüllt ist, der die Menge von einem Liter anzeigt. Dies war beim Oktoberfest 2019 lediglich bei 18 Prozent, 2018 bei 14 Prozent der Proben der Fall gewesen. Für die diesjährigen Kontrollen hatte das KVR 825 Maß Bier ausgewertet.

Auch die Proben innerhalb des Toleranzbereichs waren demnach bei Weitem nicht immer komplett bis zum Eichstrich gefüllt: Lediglich bei gut 14 Prozent der Proben hatten die Prüfer den kompletten Liter serviert bekommen.

Gegenüber der „tz“ erklärte der Wirt des Armbrustschützenzelts, Peter Inselkammer, die Fehler damit, dass vielfach ungeübtes Personal das Bier eingeschenkt habe.

Fahrgeschäfte auf der Oidn Wiesn kosten künftig 50 Cent mehr. Reicht das den Schaustellern, um steigende Kosten abzufedern?

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