Führungen, Shop und Öffnung des Südturms

Neues Leben für den Dom – Wie Besucher bald die Frauenkirche in München erleben sollen

Seit September präsentiert sich die Frauenkirche wieder ohne Gerüst – erstmals seit elf Jahren. Nun sollen Münchner und Touristen das Wahrzeichen der Stadt erleben und begehen können.
+
Seit September präsentiert sich die Frauenkirche wieder ohne Gerüst – erstmals seit elf Jahren. Nun sollen Münchner und Touristen das Wahrzeichen der Stadt erleben und begehen können.

Die Großbaustelle hat ein Ende. Die Frauenkirche steht seit vielen Jahren erstmals wieder ohne Gerüst da. Was sich sonst noch verändert hat und welche neuen Angebote es für Besucher geben wird...

  • Seit 11 Jahren ist die Frauenkirche erstmals wieder ohne Gerüst.
  • Nun soll das Wahrzeichen der Stadt neue Angebote für Besucher bekommen.
  • Hallo hat mit dem neuen Dompfarrer, Monsignore Klaus Peter Franzl, gesprochen.

München – Neuanfang für die Frauenkirche: Seit September ist Münchens Wahrzeichen das erste Mal seit elf Jahren gerüst-
frei und seit September gibt es einen Dompfarrer, Monsignore Klaus Peter Franzl, der die berühmte Kirche sichtbarer und erlebbarer machen soll.

„In der Vergangenheit haben wir den Besuchern ganz wenig angeboten. Bisher sind die Leute in den Dom reingegangen und hatten außer dem Raumeindruck nichts“, bedauert Franzl.

Nun wird am 2. November in der Südturmkapelle der Dom-Shop eröffnet. Derzeit sind es zwischen 1500 und 3000 Menschen am Tag, die in die Kirche kommen. Neu für sie gibt es jetzt fünf Führungslinien, die je eine Viertelstunde dauern, wie der 55-Jährige erklärt:

„Es gibt beispielsweise ,Geheimnisvolle Orte‘, an denen der Teufelstritt, der Walzahn aus dem Grab des Heiligen Benno oder die Automatenuhr behandelt werden, ,Münchner Heilige‘ und ,Bischöfe und Herrscher‘.“

Klaus Peter Franzl

Als Hauptthema des Doms gibt es auch eine Führung zur Mutter Gottes Maria. „Jede Lebenssituation, die wir haben, lässt sich in ihrem Leben wiederfinden. Die Freude über das Kind bei der Geburt bis hin zu dem Moment, an dem sie ihren toten Sohn im Arm hält.“

Denn natürlich sollen die Führungen nicht nur Stadt- oder Domgeschichte vermitteln, sondern auch einen spirituellen Anspruch haben, selbst wenn sie sich nicht nur an Christen richten: „Wir bieten die Möglichkeit, in so einer Kirche zur Ruhe zu kommen und vielleicht Trost zu finden“, betont der Dompfarrer.

Dafür sollen zwei halbe Stellen geschaffen werden, die ihn und das pastorale Team unterstützen. „Außerdem geht es darum, Angebote zu schaffen, die Menschen helfen zu erkennen, dass es im Leben mehr gibt als das, was der Alltag so bietet.“

Monsignore Klaus Peter Franzl ist der neue Dompfarrer der Frauenkirche.

Der Südturm wurde unter das Motto gestellt „Du wirst ein weites Land sehen.“ Und wenn die Turmstube im Südturm verputzt ist, soll mit einem entsprechenden Corona-Hygienekonzept der Turmbetrieb wieder aufgenommen werden.

„Das sind 86 Stufen, die man rauf muss. Wir hätten die Möglichkeit, Besucher über die Orgelempore am Nordturm wieder runterzugehen zu lassen, so dass wir eine Einbahnregelung haben“, verrät Franzl. Über die Zwischenebenen soll der Turmbesteiger dann etwas vom Dom und der Baugeschichte erfahren. „Schließlich sind die Frauentürme neben dem Kölner Dom die wohl bekanntesten Kirchtürme in Deutschland.“

Generell ist dem neuen Dom­pfarrer, der auch für St. Peter und die Heiliggeistkirche zuständig ist, eines besonders wichtig: „Dass wir in der Innenstadt sichtbarer werden, als wir bisher sind.“ 

Maren Kowitz

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Corona-Test in München und Landkreis – Wo man sich in der Stadt testen lassen kann
Corona-Test in München und Landkreis – Wo man sich in der Stadt testen lassen kann
Söder will keinen Lockdown wie im Frühjahr - Bayern beschließt Impfstrategie und Hilfe für Künstler
Söder will keinen Lockdown wie im Frühjahr - Bayern beschließt Impfstrategie und Hilfe für Künstler
Corona in München: Aktuellen Zahlen und Maßnahmen von OB Reiter - München Klinik stellt Besuche ein
Corona in München: Aktuellen Zahlen und Maßnahmen von OB Reiter - München Klinik stellt Besuche ein
Corona-Testzentrum auf der Theresienwiese bekommt ein „Wiesn-Zelt“ für den Winter
Corona-Testzentrum auf der Theresienwiese bekommt ein „Wiesn-Zelt“ für den Winter

Kommentare