Hier wird die Zukunft entworfen

Visionen von Groß und Klein – wie das Planungsreferat München im Jahr 2021 lebenswerter machen will

Bauprojekt in Freiham.
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Bauprojekt in Freiham.

Spielstraßen, mehr Wohn- und Freiraum, neues Konzept für den Frankfurter ring und gemeinsam München gestalten. So will das Planungsreferat 2021 gestalten...

Warum ist ein Denkmal so wie es ist? Warum stellt man nicht mehr Wasserzapfhähne auf, um Plastikflaschen zu sparen? Diese und viele weitere Fragen stellten sich Kinder bei der Spielstadt „Mini-München“.

Was für tolle Ideen dabei für die Stadtplanung aufkamen, bemerkte auch Stadtbaurätin Elisabeth Merk.

Dass Kinder sich beteiligen, ist ihr ein Anliegen: „Alles, was wir in der Stadtentwicklung machen, ist für die nächste Generation gedacht.“ Nachdem er 2020 abgesagt werden musste, können die Münchner Schüler 2021 bei einem Schulwettbewerb ihre Ideen einbringen.

Kinder planen die Stadtentwicklung.

Nach der Kommunalwahl habe sich zudem eine Spielraumkommission formiert. Unter der Leitung der SPD-Stadträtin Lena Odell will diese im zweiten Halbjahr einen Kriterienkatalog für kinderfreundliche Planung vorlegen. Im Gespräch sind beispielsweise temporäre Spielstraßen.

Eine Spielstraße mit Kindern.

1500 neue Bewohner in Freiham

2021 werden 600 Wohnungen für 1500 Menschen in Freiham fertig. Für sie wird ein Interimssupermarkt an der Bodenseestraße entstehen. In Freiham Nord beginnt der 1. Bauabschnitt des 2. Realisierungsabschnitts.

Dieser liegt im südlichen Bereich, zwischen dem 1. Realisierungsabschnitt und dem künftigen Landschaftspark Freiham. Derzeit wird das Gebiet noch von einer Autobahnanbindung gequert, diese ist zurzeit jedoch gesperrt.

Zwischen Wohn- und Freiraum in München

Nötigen Wohnraum schaffen und Freiräume erhalten – um diesen Spagat zu meistern, möchte das Planungsreferat Grünflächen schützen. Dazu zählen die Anger in den äußeren Vierteln.

2021 soll die Schaffung einer Parkmeile im Feldmochinger Anger vorankommen. Diese ist eine von insgesamt vier Parkmeilen, die Schlüsselprojekte im Konzept „Freiraum M 2030“ darstellen. Sie sollen Freiräume für angrenzende Viertel bieten und eine Verbindung zwischen dichter Stadt und Grüngürtel schaffen.

Auch für die Innenstadt gibt es ein Freiraumkonzept. Das Planungsgebiet umfasst die historische Altstadt inklusive Randbereiche der umliegenden Stadtteile. Für Anfang 2021 ist eine digitale Öffentlichkeitsphase geplant.

Neues Konzept für Frankfurter Ring

Attraktiverer Norden: Den Frankfurter Ring städtebaulich neu zu ordnen, wird ein Großprojekt, das die Gegend in den Vierteln Milbertshofen und Schwabing-Freimann interessanter machen soll.

Im ersten Quartal will der Stadtrat den Startschuss geben. Für diesen Bereich wird ein übergeordnetes Entwicklungsgerüst erarbeitet, das Möglichkeiten für flexible Einzelvorhaben offen lässt. Die Gegend wird weiter von Betrieben geprägt sein. Grünflächen und Freiräume sollen den Bereich aufwerten, die Mobilitätsangebote verbessert werden. Bereits seit 2018 ist für diesen Bereich die Idee einer Seilbahn im Gespräch.

Gemeinsam München gestalten

Wie sieht die Stadt der Zukunft aus? Um dieser Frage mit konkreten Ideen und Projekten Leben einzuhauchen, setzt das Referat für Stadtplanung und Bauordnung auf Austausch – international und regional.

• „Die nachhaltige Stadt – Stadtentwicklung, Freiraum, Klimaschutz“ lautet der Titel der Jahresausstellung 2021. Voraussichtlich ab Mittwoch, 13. Januar, bis 7. März veranstaltet das Referat diese in der Rathausgalerie am Marienplatz. Zusätzlich sind digitale Abendveranstaltungen und Stadtspaziergänge geplant. Weitere Informationen unter www.muenchen.de/nachhaltig

• Die Weichen für die Zukunft der Region soll die Internationale Bauausstellung (IBA) stellen. Unter dem Leitthema „Räume der Mobilität“ ist das Ziel der Ausstellung, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die Verkehrssituation in der Metropolregion München verbessert werden kann. Bis Mitte 2021 sollen die Pläne, wie man die IBA in München gestalten könnte, konkretisiert werden. Anhand dessen soll voraussichtlich Ende 2021 abschließend über die Durchführung entschieden werden.

• Größere Räume, ein neues Konzept und frisches Design: Mitte Oktober öffnete nach eineinhalb Jahren Umbau der PlanTreff an der Blumenstraße 31 wieder seine Pforten. Dieser ist die Plattform der Stadtentwicklung mit Ausstellungen, Veranstaltungen und Workshops. Da der Treff pandemiebedingt derzeit geschlossen ist, finden einige Veranstaltungen digital statt.

Die Ausstellung im PlanTreff.

• Die Hochhausstudie wird fortgeführt. Nach 1977 und 1995 wird nun erneut erörtert: Wie geht man in München mit Hochhäusern zukünftig um? Der Entwurf dazu soll nun mit Bürgern und Fachleuten diskutiert werden. Dann entscheidet der Stadtrat, wie die Studie Anwendung findet. Bereits im Dezember fanden dazu erste digitale Gespräche statt. Am Dienstag, 19. Januar, geht es ab 19 Uhr um „Hoch Hinaus – Was bringt es uns? Besondere Hochhäuser und ihre Funktionen“. Weitere Infos, die ersten beiden Gespräche im Archiv sowie Anmeldung für den Livestream unter www.muenchen.de/plantreff.

Potenzial für Hochhäuser gibt es laut ersten Ergebnissen der Studie am Frankfurter Ring. Diese Möglichkeiten sollen beim neuen Konzept für das von Gewerbe geprägte Gebiet konkretisiert werden.

hm

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