Erst Bereitschaft, dann Bratwurst

Die drei Geister der Weihnacht: Gegenwart – Pfleger Roland Zeiler-Matthé über Heiligabend im Krankenhaus

Auch während der Weihnachtstage sind Krankenpfleger im Dienst.
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Auch während der Weihnachtstage sind Krankenpfleger im Dienst. (Symbolbild)
  • Daniela Borsutzky
    VonDaniela Borsutzky
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Während viele an Heiligabend gemütlich zuhause mit der Familie sitzen, arbeiten viele weiter. So zum Beispiel Roland Zeiler-Matthé, der erzählt, wie er aus dem Krankenhaus feiert.

Die meisten der vergangenen Jahre hat Roland Zeiler-Matthé Weihnachten im Krankenhaus verbracht. Nicht als Patient, sondern freiwillig. Der 42-jährige Pfleger ist Bereichsleiter der Notfallzentren Harlaching und Neuperlach bei der München Klinik. „Letztes Jahr habe ich eine Pause gemacht. Es war komisch, nicht zu arbeiten“, sagt Zeiler-Matthé rückblickend.

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Arbeiten an Heiligabend: Wie man Weihnachten im Krankenhaus feiern kann...

Heuer ist er an Heiligabend erstmals im Kriseninterventionsteam eingeteilt. „Wir sind für Angehörige und Mitarbeiter da, beispielsweise, wenn ein Patient verstirbt“, erklärt Zeiler-Matthé. Sein Dienst geht von 8 bis 16 Uhr. Rufbereitschaft bedeutet, dass er eigentlich zuhause bleiben könnte. Doch Zeiler-Matthé will trotzdem im Krankenhaus sein.

Roland Zeiler-Matthé ist Bereichtsleiter der Notfallzentren der Kliniken Harlaching und Neuperlach.

„In meinem Büro in Neuperlach habe ich einen Schokoweihnachtsmann, der wird dann geköpft“, sagt der Pfleger lachend, die Stimmung lässt er sich trotz der angespannten Lage nicht verderben. Seit fast zwei Jahren agiert ärztliches und pflegerisches Personal unter der Dauerbelastung der Pandemieversorgung.

„Wir haben die ganze Zeit im Ausnahmezustand gearbeitet“, sagt Zeiler-Matthé. „Traditionen und Rituale haben etwas Sicherheitsvermittelndes.“ Daher hat das Personal auch heuer in der Notaufnahme wieder Weihnachtssterne aufgehängt, ein bisschen geschmückt.

„Ich mag die Stimmung an Weihnachten in der Klinik. Sie ist sehr ruhig, so behäbig.“ Im Grunde sei es ein „normaler Arbeitstag mit besonderer Note“. Sein Wunsch für die Zukunft: Dass die Menschen – trotz Pandemie – wieder friedvoller miteinander umgehen.

Nach dem Bereitschaftsdienst geht es erst noch einen Freund besuchen, der Geburtstag hat, und dann nach Hause in die Au – in die Küche: „Ich feiere jedes Jahr mit zwei Freunden, heuer bin ich mit Kochen dran.“ Das Festtagsmahl? „Wahrscheinlich saure Bratwürste“, so der gebürtige Oberpfälzer.

Wie Weihnachten früher in der Familie der Wittelsbacher gefeiert wurde, erzählt eine Autorin hier. Wie kleine Roboter in Zukunft Weihnachten erleichtern können, erklärt Sha He hier.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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