Illegale Einreise

München: Bundespolizei greift erneut Migranten in Güterzug auf - 2. Fall in zwei Wochen

Ein Polizist kontrolliert einen Güterzug. Am Wochenende hat die Bundespolizei in München drei Personen nach dem Absprung von einem Güterzug aufgegriffen. Es besteht der Verdacht auf illegale Einreise und Schleusung.
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Am Wochenende hat die Bundespolizei in München erneut Personen in einem Güterzug aufgegriffen. Es besteht der Verdacht auf illegale Einreise und Schleusung. (Symbolbild)

Die Bundespolizei München erneut Migranten in einem Güterzug aufgegriffen. Es besteht Verdacht auf illegale Einreise und Schleusung.

  • Die Bundespolizei München hat zwei Personen am Rangierbahnhof Ost aufgegriffen.
  • Es besteht der Verdacht auf illegale Einreise und Schleusung.
  • Es ist der zweite solche Fall innerhalb von 14 Tagen

Update 28. Februar 2021:

München: Bundespolizei greift erneut Migranten in Güterzug auf

Der Bundespolizeiinspektion München wurden am Samstag mehrere Personen im Gleisbereich des Rangierbahnhofes München-Ost gemeldet. Diese waren zuvor vom Lokführer eines Güterzuges dabei beobachtet worden wie sie einen stehenden Güterzug verlassen und sich in den Gleisbereich begeben hatten.

Nach Sperrung des Gleisbereiches und unter Einsatz eines Helikopters der Bundespolizeifliegerstaffel Oberschleißheim konnten von einer rund zehnköpfigen Personengruppe nur mehr zwei im Bereich des S-Bahnhaltepunkt Berg am Laim angetroffen werden. Ein 20-Jähriger aus Sierra Leone und ein 19-jähriger Türke wurden nach dem Aufgriff zum Revier der Bundespolizei am Ostbahnhof verbracht und dort befragt.

Beide waren bei Corona-Tests als negativ gegen Covid-19 getestet worden. Beide befanden sich trotz Fahrt über den Brenner in gutem gesundheitlichen Zustand. Beide Personen wurden mit Anlaufbescheinigung an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weitergeleitet; zudem die Bayerische Landespolizei informiert.

Bei der Absuche des Güterzuges, bestehend aus Containern und Lkw-Aufliegern, konnten Beamte eine aufgeschnittene Plane feststellen. Die Fern- und S-Bahngleise waren aufgrund der Absuche nach weiteren Geflüchteten für rund eine Stunde bis ca. 14:45 Uhr gesperrt. Dadurch kam es zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr im Bereich des Ostbahnhofes.

Bereits vor zwei Wochen waren erstmals, nach rund 1 ½-jähriger Pause, wieder Migranten, die zuvor illegal mittels Güterzuges in die Bundesrepublik eingereist waren, am Güterbahnhof München-Ost aufgegriffen worden.

Erstmeldung 14. Februar 2021:

München - Die Bundespolizei hat am Samstag drei Personen am Rangierbahnhof Ost aufgegriffen, die illegal mit einem Güterzug nach Deutschland eingereist waren. An Bord des Zuges waren auch weitere unerlaubt Einreisende, die jedoch nicht gefasst werden konnten. Es besteht der Verdacht auf Schleusung.

München: Verdacht auf illegale Einreise und Schleusung - Bundespolizei greift drei Personen am Rangierbahnhof Ost auf

Gegen zehn Uhr wurden der Bundespolizei mehrere Personen gemeldet, die kurz zuvor am Rangierbahnhof München-Ost von einem Güterzug abgesprungen waren. Ermittlungen ergaben, dass mehrere Personen den Güterzug verlassen hatten, jedoch nur drei von DB-Mitarbeitern aufgenommen worden waren. Die restlichen Personen unbekannter Anzahl waren über die Gleise geflüchtet. Während des Einsatzes war der Rangierbahnhof München-Ost für den Bahnbetrieb gesperrt, zu Beeinträchtigungen im Personenverkehr kam es dadurch nicht.

Weder eine Absuche durch mehrere Fußstreifen unter Einsatz eines Diensthundes, noch durch einen Helikopter der Bundespolizeifliegerstaffel in Oberschleißheim brachten Erkenntnisse zu den Geflüchteten. Aus der Luftperspektive wurde an einem Auflieger eine aufgeschlitzte Plane erkannt.

Eine 53-Jährige musste aufgrund einer Platzwunde und Unterkühlung zur ambulanten Behandlung in ein Münchner Klinikum verbracht werden, bevor sie zusammen mit einem 24-Jährigen und einem 12 Jahre alten Kind (alle miteinander verwandt) asylrechtlichen Maßnahmen unterzogen wurde.

Nach ersten Erkenntnissen hatten die drei mit weiteren Personen in Mailand den Güterzug bestiegen und waren über den Brenner weitergereist. Die weiteren Ermittlungen zum Verdacht der Schleusung sowie der illegalen Einreise führt das zuständige Kommissariat des Polizeipräsidiums München.

München: Verdacht auf illegale Einreise und Schleusung per Güterzug - Bundespolizei meldet erste Fälle seit Juli 2019

Nach einer längeren Pause war dies seit Juli 2019 wieder der erste Fall, in dem Personen, die illegal per Güterzug in die Bundesrepublik eingereist und in München - im Bereich von Bahnanlagen - von der Bundespolizei aufgegriffen worden waren. Im Jahre 2020 gab es zwar mehrere Verdachtsfälle illegaler Einreisen auf Güterzügen, jedoch konnten dabei stets keine Personen bei Absuchen auf Bahnanlagen aufgegriffen werden.

Statistische Zahlen zu von der Bundespolizei in München auf Bahnanlagen aufgegriffenen illegal Eingereisten:

  • 2016: 256 Personen
  • 2017: 565 Personen
  • 2018: 122 Personen
  • 2019: 65 Personen
  • 2020: -
  • 2021: 3 Personen

Bundespolizei/best

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