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Die Krux mit den Karten - Was tun wenn die Veranstaltung abgesagt oder verschoben wird?

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Von: Sebastian Obermeir

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Veranstaltung abgesagt oder verschoben? Das sind die Regelungen für die Tickets.
Veranstaltung abgesagt oder verschoben? Das sind die Regelungen für die Tickets. © dpa/Matthias Balk

Die Corona-Pandemie ist für die Veranstaltungsbranche eine große Herausforderung. Welche Hürden Ticket-Verkäufer und Käufer aktuell meistern müssen...

München - Ticketkäufer können Gutscheine, die für abgesagte Veranstaltungen ausgegeben wurden, ab sofort zurückgeben. Das ist nicht die einzige Herausforderung für die gebeutelte Veranstaltungsbranche.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Veranstaltungsbranche in der Corona-Pandemie: Positives und Negatives

Fragt man Stephan Rusch, den Geschäftsführer von MünchenTicket, nach seinem Fazit zum vergangenen Jahr, seufzt er zunächst leicht. „Die Lage am Ticketmarkt war sehr wechselhaft“, sagt er. Aber seinen Optimismus will er sich nicht nehmen lassen. Er erzählt von einem „guten Oktober“, was die Absatzzahlen betreffe, Veranstaltungs-Höhepunkten mit vollbesetzter Isarphilharmonie und einem Publikum, das sich bereits Karten für die Sommersaison sichere. „Im November 2020 hatten wir gar keine Verkäufe. 2021 war es etwa auf dem Niveau von 30 bis 35 Prozent von 2019.“

Bei MünchenTicket reagierte man auf die Umsatzausfälle mit Flexibilität: „Wir haben Dienstleistungen und Jobs übernommen, die wir vorher nicht hatten.“ Konkret habe man die Ticketbuchungen für Impfungen etwa im Café Kosmos oder beim Impfmarathon des Verbands der Münchener Kulturveranstalter verwaltet. „Die Vollversammlung des Stadtrats ist zum Teil auch über unser Ticket-System verwaltet worden.“

Veranstaltung abgesagt - Was tun mit dem Gutschein?

Es gebe also „positive Entwicklungen“, allen voran folgende: „Man merkt, die Menschen wollen auf Veranstaltungen, sie wollen Live-Entertainment.“ Das gibt ihm auch bei der nächsten Herausforderung – der möglichen Rückgabe von Gutscheinen nach Pandemie-bedingten Veranstaltungsabsagen – Hoffnung.

Wie viele von diesem Recht Gebrauch machen, lasse sich derzeit nicht abschätzen, sagt Rusch und betont: „Man muss sie nicht zurückgeben. Die Gutscheine werden nicht ungültig, man kann sie auch weiterhin für den Ticketkauf verwenden – insbesondere, wenn man etwas für die Kultur tun will.“

Hallo-Interview: Veranstaltungen in der Corona-Pandemie - Was tun bei Absage oder Verschiebungen?

Die Veranstaltung wird abgesagt oder verschoben? Simone Bueb von der Verbraucherzentrale Bayern erklärt, was Ticketkäufer beachten müssen.

Wenn eine Veranstaltung abgesagt wird, gibt es das Geld zurück. Ist es so einfach?

Nein, es kommt darauf an, aus welchem Grund die Veranstaltung abgesagt wird. Ist der Künstler krank geworden? Sagt der Veranstalter ab, weil es sich nicht lohnt, das Konzert bei geringerer Auslastung durchzuführen? In solchen Fällen müssen sie unserer Ansicht nach das Geld an den Kunden zurückzahlen.

Und wenn ein Konzert verschoben wird?

Man kann nicht erwarten, dass der Kunde am neuen Datum auch Zeit hat. Deshalb muss der Veranstalter eine Alternative bieten: Nehmen Sie das Konzert wahr oder nicht? Einfach zu sagen, das findet da und da statt, Punkt, das geht nicht.

Wie sieht es aus, wenn auf einer Veranstaltung die 2G-Regel gilt, der Besucher aber nicht geimpft ist?

Wir als Verbraucherzentrale vertreten die Ansicht, dass ein Anspruch besteht, die Karten zurückgeben zu können, wenn sich jemand aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen darf und dies nachweisen kann. Will sich jemand nicht impfen lassen, ist es schwieriger. Im Moment sind wir aber auch da der Meinung, dass ein Anspruch besteht, weil es keine Impfpflicht gibt. Diese Aussagen sind jedoch nicht endgültig, weil es noch keine gerichtlichen Urteile zur 2G-Regelung gibt.

Können Karten aus Angst vor eine Infektion zurückgeben werden?

Die Angst vor einer Infektion ist kein Rückgabe-Grund, den die Veranstalter akzeptieren müssen. Die Karten weiterzuverkaufen wäre in diesem Fall also die beste Option.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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