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Neue Unterkunft für Geflüchtete in München ‒ Neubau bietet Platz für 200 Asylbewerber

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Von: Sabina Kläsener

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Der Neubau für Geflüchtete an der Tischlerstraße in München ist auf beiden Etagen identisch aufgebaut: mit 2er- und 4er-
Zimmern und Gemeinschaftsküchen.
Der Neubau für Geflüchtete an der Tischlerstraße in München ist auf beiden Etagen identisch aufgebaut: mit 2er- und 4er-Zimmern und Gemeinschaftsküchen. © Sabina Kläsener

Im Oktober ziehen weitere Geflüchtete in den Neubau an der Tischlerstraße in München ein. Doch es braucht dringen mehr Unterkünfte...

Ab Mitte Oktober sollen die ersten Menschen hier einziehen: 100 weitere Plätze für Asylbewerber bietet der Neubau an der Tischlerstraße 30 in Fürstenried. Damit finden auf dem Areal rund 200 Personen Platz.

Platz für 200 Asylbewerber in Neubau an der Tischlerstraße in München

Die bisherigen Bauten waren in den 90er-Jahren für Geflüchtete des Jugoslawienkrieges entstanden. Heute leben hier Menschen aus Afghanistan, Syrien, Türkei, Nigeria und dem Irak.

In die Gemeinschaftsunterkünfte kommen die Asylbewerber nach dem Aufenthalt in den sogenannten Anker-Zentren – bei Familien spätestens nach sechs Monaten, bei Alleinreisenden nach maximal 18. Ukrainische Geflüchtete werden hier nicht einziehen.

Mehr Geflüchtete in Bayern - Doppelt so viele wie vor Corona

Derzeit kommen pro Monat rund 1500 Geflüchtete nach Oberbayern – ein Viertel davon geht entweder in andere Regierungsbezirke oder Bundesländer. Das sind doppelt so viele wie vor Corona.

Es brauche dringend mehr Unterkünfte: „Der Bedarf ist größer als das Angebot“, erklärt Simon Untergruber, der bei der Regierung Oberbayern für die Unterbringung von Geflüchteten zuständig ist.

Er schätzt, dass die meisten Bewohner rund zwei Jahre hier leben werden, bis ihr Asylverfahren abgeschlossen ist. Etwa 20 Prozent der arbeitsfähigen Bewerber gehen einer Beschäftigung nach, was aber von der Genehmigung der Ausländerbehörde abhängt.

Neue Unterkunft für Geflüchtete in München

Der zweistöckige Bau bietet 44 Zimmer, darunter 37 Zweibettzimmer à 14 Quadratmeter. Manche haben eine Zwischentür, mit der man zwei Einheiten, beispielsweise für eine Familie, verbinden kann.

Neben zwei Gemeinschaftsküchen existieren fünf Sanitärräume, sowie zahlreiche Gemeinschaftsräume. Drei Apartments haben jeweils einen eigenen Sanitär- und Küchenbereich – ebenso das barrierefreie Apartment.

Die Caritas bietet im Haus Flüchtlings- und Integrationsberatung an. Der Verein „Miteinander leben in München-Fürstenried“ unterstützt ehrenamtlich mit Deutsch-Kursen und Hausaufgabenbetreuung.

Das Gelände gehört der Stadt München, die für 7,1 Millionen den neuen Komplex gebaut hat. Bis 2035 soll dieser für die Unterbringung von Asylsuchenden dienen. Die Regierung Oberbayern fungiert als Mieter. 18 solcher Unterkünfte betreibt die Regierung auf dem Münchner Stadtgebiet.

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