Keine verkürzte Wartezeit

Zweitimpfung wird in München nicht verschoben - Nur in bestimmten Ausnahmefällen

Parkplatzzufahrt zum Impfzentrum München.
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Im Münchner Impfzentrum wird die zweite Impfung nicht verschoben.

Der zweite Impftermin wird in München nicht verschoben. Die bestehenden Termine könnten nur in Ausnahmefällen früher angesetzt werden. Welche Gründe dazu zählen.

  • Zweitimpfung mit Astrazeneca wird in München nicht verschoben.
  • Mehrere Patienten wollen die Corona-Impfung verschieben.
  • Laut Gesundheitsreferat kann nur aus medizinischen Gründen mit Nachweis verschoben werden.

Derzeit kommt es im Münchner Impfzentrum in Riem und auch bei den Hausärzten vermehrt zu Anfragen von Patienten, die ihren Zweitimpftermin mit AstraZeneca verschieben wollen. Das Gesundheitsreferat stellt deshalb klar, dass vereinbarte Termine für AstraZeneca-Zweitimpfungen im Impfzentrum Riem nur in absoluten Ausnahmefällen verschoben werden. Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek: „Wir halten es aufgrund der Informationen vom Robert Koch-Institut und der aktuellen Studienlage für geboten, den Abstand von 9 Wochen zwischen der ersten und der zweiten Impfstoffdosis nicht zu unterschreiten, um die Effektivität der Impfung nicht zu beeinträchtigen“.

Im Impfzentrum Riem bleiben deshalb die vorgesehenen Termine mit AstraZeneca nach 9 bzw. 12 Wochen für die Durchführung der Zweitimpfung bestehen. Es ist zudem angesichts von bis zu 7.000 Impfungen täglich allein im Impfzentrum München eine logistische Herausforderung, händisch Terminverschiebungen vorzunehmen.“

München: Zweiter Impftermin wird nicht verschoben

Die Zweitimpftermine werden vom System BayIMCO im vorgegebenen, optimalen Abstand fest terminiert. Das System vergibt die Termine automatisch und dementsprechend werden die Impfstoffe für die Zweitimpfung im Impfzentrum geplant und vorgehalten. Eine Verschiebung durch den zu Impfenden selbst ist im System nicht möglich. Diese können nur durch das Call-Center vorgenommen werden. Für medizinische Gründe sind entsprechende Nachweise zu erbringen.

Dr. Markus Frühwein, einer der drei ärztlichen Koordinatoren der Stadt München: „Patient*innen tragen bei niedergelassenen Ärzt*innen oft vehement den Wunsch nach einer Verschiebung des Zweitimpftermins vor. Medizinisch ist eine Verkürzung des Impfabstandes jedoch nicht zu empfehlen, da die Wirksamkeit der Impfung nach wissenschaftlichen Erkenntnissen dann deutlich schlechter ist. Wenn der Impfabstand unter 6 Wochen liegt, beträgt die Wirkung in etwa 55 Prozent. Sind es mindestens 12 Wochen, liegt die Wirkung bei über 80 Prozent. Berufliche Gründe oder ein geplanter Urlaub sind aus ärztlicher Sicht keine nachvollziehbaren Gründe für eine Verschiebung.“ 

Auch der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek hatte gestern nach der Konferenz der Gesundheitsminister erklärt: „Man muss sich aber bewusst machen: Je länger der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung, desto höher die nachgewiesene Wirkung.“

tfp/Rathaus Umschau

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