1. hallo-muenchen-de
  2. München

München bekommt 13 neue Straßen und Plätze

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Bald gibt es 13 neue Straßen und Plätze in München.
Bald gibt es 13 neue Straßen und Plätze in München. © Sven Hoppe/dpa

Die Stadt München hat 13 Straßen und Plätze neu benannt, unter anderem nach Helmut Kohl und Guido Westerwelle. Welche Namen bald noch auf den Schildern stehen.

Große Politiker, starke Frauen und Münchner Unternehmer – das ist ein Querschnitt der verdienten Persönlichkeiten, nach denen künftig in München Straßen und Plätze benannt werden. Der Kommunalausschuss des Stadtrats hat – neben der Benennung des Hans-Jochen-Vogel-Platzes im Olympiapark − jetzt folgende Ehrungen beschlossen:

München: Stadt beschließt 13 neue Straßen-Namen - Erika Fuchs und Ludwig Beck erhalten Ehrung in Feldmoching

Im 24. Stadtbezirk Feldmoching-Hasenbergl entsteht östlich der Hochmuttinger Straße ein größeres Wohngebiet. Dort gibt es künftig die:

München: Stadt beschließt 13 neue Straßen-Namen - Helmut Kohl und Guido Westerwelle erhalten Ehrung in Freimann

Im Neubaugebiet der Bayernkaserne in Schwabing-Freimann findet sich auf vier Straßen und Plätzen das Thema Politik wieder:

München: Stadt beschließt 13 neue Straßen-Namen - Thea Knorr in Allach, Kurt Lichtwitz in Thalkirchen geehrt

Das ehemalige Junkersgelände in Allach wird künftig von der neu gebauten Thea-Knorr-Straße erschlossen, benannt nach Thea Knorr (1903 bis 1989), die 1931 ihren Pilotenschein erwarb und Langstreckenflüge auf den Balkan und nach Afrika absolvierte. Später wurde sie bei der Luftwaffe als Überführungsfliegerin eingesetzt und geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Nach Ende des 2. Weltkrieges erwarb sie die Lizenz zur Hubschrauberpilotin.

In Thalkirchen ist auf Antrag der Bezirksausschüsse 6 und 19 ein Teilstück der Straße „Am Isarkanal“ umbenannt worden – und zwar in Kurt-Lichtwitz-Straße, benannt nach Kurt Lichtwitz (1881 bis 1933), der als jüdischer Arzt die ehemalige „Wasserheilanstalt Bad Thalkirchen“ zu einer modernen Klinik umbaute. Auf dem Klinikgelände organisierte er tägliche Speisungen, um der armen Bevölkerung in der Wirtschaftskrise zu helfen. Er kam unter ungeklärten Umständen ums Leben.

Eine Straße zu benennen ist die höchste Ehre, die die Stadt München vergeben kann. Und gleichzeitig reflektiert eine Straßenbenennung, was einer Stadt wichtig ist. An den so geehrten Menschen sieht man, was München ausmacht: Das sind unter anderem starke Frauen, die bereits Anfang und Mitte des vorigen Jahrhunderts Gleichberechtigung vorangetrieben haben. Politiker, die für ein vereintes Europa und die Wiedervereinigung gekämpft haben, Künstlerinnen, die ihre Branche maßgeblich geprägt haben und Holocaust-Überlebende, die sich für ein ‚Nie Wieder!‘ wiedereingesetzt haben.

Kommunalreferentin Kristina Frank (CSU)

Rathaus Umschau/tfp/best

Auch interessant

Kommentare