20 Maßnahmen für München

Stadtrat beschließt: Mehr Platz fürs Rad

Radler fahren nebeneinander auf dem Radweg und lassen wenig Platz für den Gegenverkehr.
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Rücksicht fordern die Politiker von allen Verkehrsteilnehmern.

Der Münchner Stadtrat beschließt Maßnahmen für den Ausbau des Radnetztes – auch Bürgerbeteiligung ist geplant.

  • Der Stadtrat beschließt in der Vollversammlung 20 neue Maßnahmen
  • Bei manchen Strecken, wie die Erhardt- und Albert-Roßhaupter-Straße, ist die Umsetzung umstritten
  • Ein nächstes Maßnahmenpaket soll im Sommer 2021 folgen

München - Kein Stillstand in der Pandemie: Das hat der Stadtrat in der Vollversammlung für die Umsetzung des Radentscheids beschlossen. Über 20 neue Maßnahmen diskutierten die Parteien ausgiebig. Die Rathaus-Koalition aus Grünen/Rosa Liste und SPD/Volt beschloss, dass 18 berücksichtigt werden. Geprüft werden soll, ob die Strecken an der Dachauer Straße am Westfriedhof von Orpheusstraße bis Feldmochinger Straße und die Waisenhausstraße zwischen St.-Galler-Straße und Nymphenburger Straße hinzukommen sollen.

Mit den neuen Verbesserungen setzt die Stadt das Bürgerbegehren des Radentscheids um. Diesen übernahm der Stadtrat ebenso wie das Begehren zum Altstadt-Ring. Mit den „Pop-up-Bike-Lanes“ haben aktuell noch bis Ende Oktober Radler beispielsweise auf der Rosenheimer Straße mehr Platz.

Münchner Radnetz soll als Ganzes betrachtet werden

Zurückgestellt wird der Umbau der Claudius-Keller-Straße, da hier auf den Ausbau der Tramlinie gewartet werden soll. Zudem wurde ein Kommunikationskonzept beschlossen, das Anwohner, Wirtschaftstreibende und die örtlichen Bezirksausschüsse in die Entscheidungen einbezieht. „Eine zukunftsgerichtete Verkehrspolitik geht nur gemeinsam“, erklärt Andreas Schuster, radpolitischer Sprecher der SPD/Volt-Fraktion. Eine Betrachtung des gesamten Radnetzes, um Lücken schließen zu können, soll ebenfalls folgen. Die Verwaltung arbeitet nun Vorschläge aus, über die am Ende der Stadtrat entscheidet.

CSU-Fraktion im Stadtrat mit überraschender Position zu Parkplatzwegfall

Wie einzelne Veränderungen an Straßenzügen umgesetzt werden sollen, ist teilweise strittig. Während sich sogar die CSU dafür offen zeigte, dass in der Paul-Heyse-Straße mehr Parkplätze wegfallen, um einen Radlweg zu ermöglichen, sieht sie bei den geplanten Umbauarbeiten in der Albert-Roßhaupter-Straße Nachbesserungsbedarf. Strittig war zudem die Erhardtstraße entlang der Isar: Statt einer wegfallenden Fahrspur würde die CSU auch hier die Parkplätze opfern. Mehrfach betont wurde in der Diskussion, dass die Maßnahmen nicht zu Lasten des ÖPNV gehen sollen. Das nächste Maßnahmenpaket soll Mitte nächsten Jahres folgen.

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