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Kein Halt der Linien U4 und U5 am Stachus: So groß ist der Frust bei den Münchnern

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Kein Durchkommen: Die Zugänge zur U4/U5 am Stachus sind zu. Die Sperre der Haltestelle soll noch bis 3. August dauern.
Kein Durchkommen: Die Zugänge zur U4/U5 am Stachus sind zu. Die Sperre der Haltestelle soll noch bis 3. August dauern. © Patricia Stücher

Die Linien U4 und U5 bleiben wegen dem Austausch der Rolltreppen monatelang nicht am Stachus stehen. Wie groß ist der Ärger? Hallo hat sich vor Ort umgehört...

München - Nächster Halt – in der U4 und der U5 bis August sicher nicht der Stachus! Weil Roll­treppen ausgetauscht werden müssen, bleibt die Haltestelle zwei Monate gesperrt. Ab sofort wird am Bahnsteig und an der längsten Rolltreppe der Stadt also gewerkelt. Beschwerden gab es laut MVG bisher keine. Ein „positives Zeichen“.

Vor Ort: eine andere Situation. Dort staut sich der Frust, wie eine Hallo-Umfrage am ersten Baustellen-Tag zeigt.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

U4 und U5 halten bis August nicht am Stachus: Hallo hat sich umgehört - So groß ist der Ärger unter Fahrgästen und Händlern

„Die Sperre ist ziemlich doof und meiner Meinung nach nur Geldverschwendung“, sagt etwa der 19-jährige Abdullah Hamidor aus Neuhausen. „Ich muss jetzt über den Hauptbahnhof fahren und das ist schon zeitaufwendiger.“

Auch bei denen, die nicht auf ihren täglichen Wegen betroffen sind, hinterlässt die Stachus-Sperre einen bitteren Beigeschmack: „Ich finde es schwierig, dass sie so einen zentralen Platz sperren“, sagt Ludwigsvorstädter Volker Hemmelrath. „Mich stören generell die vielen und langanhaltenden Baustellen!“, ärgert sich Lisa Regler, 24, aus Milbertshofen-Am Hart.

Doch nicht nur Fahrgäste, auch Händler sind verärgert. Wolfgang Fischer vom Unternehmer-Verein „CityPartner“ sprach schon bei Ankündigung der Baustelle von einer „Hiobsbotschaft für die Erreichbarkeit der Innenstadt“ – die tatsächlich eingetroffen zu sein scheint.

Aus dem Blumenoutlet im Zwischengeschoss berichtet eine Mitarbeiterin: „Auch wenn die Sperre erst begonnen hat, merkt man schon in den Morgenstunden, dass extrem weniger Kunden bei uns sind.“

Bei Rischart, direkt an der Absperrung, dasselbe Bild: „Man merkt, dass wir vor allem zwischen 8 und 9 Uhr weniger Kunden haben“, verrät Mitarbeiterin Nikolett, die auch immer wieder verirrten Fahrgästen helfen muss.

Zumindest hier hat die MVG Besserung versprochen: Die Hinweise vom Einkaufszentrum herunter kommend sollen noch auffälliger gestaltet werden. Denn: „Hier ist der Zugang erst relativ weit unten gesperrt, um den Weg von und zur S-Bahn nicht abzuschneiden.“

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