Sommer in der Stadt

Wiesn im Viertel - das ist in Ihrer Nachbarschaft geplant

München: Auf dem Oktoberfest ein Lebkuchenherz zu erstehen, wird heuer nichts. Dafür sollen die Wiesn-Standl im Sommer auf die ganze Stadt verteilt werden.
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München: Auf dem Oktoberfest ein Lebkuchenherz zu erstehen, wird heuer nichts. Dafür sollen die Wiesn-Standl im Sommer auf die ganze Stadt verteilt werden.

München: Das Oktoberfest muss ausfallen, stattdessen gibt es den Sommer in der Stadt. Ob in Ihrem Stadtviertel bald der Olympia Looping steht

  • Das Oktoberfest musste wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.
  • Der Münchner Stadtrat hat den „Sommer in der Stadt“ beschlossen. Schausteller, Buden und Künstler bekommen, auf die ganze Stadt verteilt, kleinere Flächen zugewiesen, um ihre Produkte anzubieten.
  • Eine Übersicht über die geplanten Attraktionen in den Stadtvierteln

München - Kein Frühlingsfest, keine Auer Dult, keine Wiesn: Für Schausteller ist heuer durch die Corona-Pandemie ein schwieriges Jahr. Um ihnen zu helfen und den Münchnern nach der Absage der Volksfeste ein Stück Lebensfreude zurück zu geben, beschloss der Stadtrat im Mai den „Sommer in der Stadt“. 

"Sommer in der Stadt" in München – Der Starttermin, die Hauptplätze und Fotos vom Aufbau

München: Sommer in der Stadt soll von Ende Juli bis Ende der Sommerferien gehen

Schausteller, Marktkaufleute und andere Interessierte sollen ihre Standl, Schmankerlbetriebe und kleinen Fahrgeschäfte an dezentralen Plätzen aufstellen. Das Referat für Arbeit und Wirtschaft (RAW) hat für jedes Viertel Standorte benannt – die BAs haben diese begrüßt, ergänzt oder kommentiert. Welche Schausteller welchen Standort bekommen, entscheidet die Veranstaltungsgesellschaft der Münchner Schausteller (VMS).

München: Durch den Sommer in der Stadt können die Münchner vielleicht sogar bald vor der eigenen Haustüre Autoscooter fahren.

Gerade werde daran gearbeitet, dass es Ende Juli losgeht, erklärt ein Sprecher des RAW. Ende der Sommerferien soll Schluss sein. Hallo hat bei den BAs nachgehakt, wo in den Vierteln vermutlich Standl aufgestellt werden.

Münchner Sommer in der Stadt: Das ist im Stadtzentrum geplant

Große Plätze in der Altstadt sollen nach Ansicht des BAs nicht dauerhaft bespielt werden. Der BA brachte als Standorte den Rindermarkt und Oberanger, den Englischer Garten und das Isartor ein.

Der BA Maxvorstadt sieht den Rudi-Hierl-Platz und Rainer-Werner-Fassbinder-Platz als geeignet an – den Karolinenplatz hingegen nicht. Im Alten Botanischen Garten  und am Königsplatz soll es nur auf befestigten Flächen Attraktionen geben.

Hohenzollernplatz und die Wiese vor dem Stadtarchiv: Beide Orte wollen Stadt und BA als Standorte in Schwabing-West nutzen.

Das ist im Westen für den Sommer in der Stadt in München vorgesehen

Er zeigt, wie es geht: In der Alten Allee 15 hat mit „Jokurt“ schon jetzt ein Stand mit Frozen Joghurt & Softeis mit kleinem Gastgarten und Stehtischen geöffnet, der sonst auf der Wiesn ist.

In München, Pasing, hat "Jokurt" schon jetzt sein Standl eröffnet. Den Frozen Joghurt gibt es normalerweise auf dem Oktoberfest.

Der BA hat für Pasing weitere Standorte ins Spiel gebracht: den Pasinger Marienplatz, den Platz vor dem Pasinger Rathaus und die Grünfläche an der Maria-Eich-Straße zwischen Heinrich-Schütz-Weg und Avenariusstraße.

In Aubing  seien laut BA die Freifläche Altenburg/Radolfzeller Straße, die Brachfläche an der Friedrichshafener Straße sowie die Grünfläche Aubing Ost/nahe S-Bahn Leienfelsstraße geeignete Standorte.

Für größere Attraktionen wie auf einem Volksfest würde sich laut dem BA Neuhausen-Nymphenburg der Königliche Hirschgarten anbieten. Desweiteren nannte das Gremium unter anderem die Tollwoodfläche im Olympiapark und den Dom-Pedro-Platz.

Der Oertelplatz in Allach  wurde von der Stadt vorgeschlagen. Der BA merkt jedoch an, dass es keinen Konflikt mit dem Wochenmarkt geben darf und wegen der Größe des Platzes keine großen Fahrgeschäfte platziert werden sollten.

Der BA Hadern will auf dem Max-Besche-Platz auch in Teilen das stadtteileigene Volksfest nachholen.

Sommer in der Stadt im Osten von München

Der Bogenhauser BA kann sich diese Orte vorstellen: kleine Stände könnte es am Pühnpark, bei der Trabrennbahn, im Bürgerpark Oberföhring oder am Kufsteiner Platz geben – sowie im Prinz-Eugen-Park.

„Der Giesinger Bahnhofsplatz wäre sehr geeignet. Hier könnte man auf einer Rampe sogar Musiker auftreten lassen“, erklärt BA-Chefin Carmen Dullinger-Oßwald. Desweiteren sind für Obergiesing-Fasangarten auch der Alpenplatz und der Ella-Lingens-Platz als Spielorte denkbar.

Wo normalerweise die Auer Dult stattfindet, könnten Schausteller auch diesen Sommer Platz finden. „Im Viertel gibt es viele Möglichkeiten“, sagt Jörg Spengler, BA-Chef in Au-Haidhausen. Er möchte vor allem die „kleinen charmanten Stände“ und keine Großattraktionen.

München, Sommer in der Stadt: Lebkuchen-Herzal gibt es bald im eigenen Stadtviertel zu kaufen.

In Untergiesing-Harlaching sind beide Tierparkeingänge sowie der Hans-Mielich-, der Wetterstein- und der Mangfallplatz von der Stadt vorgeschlagen und vom BA so begrüßt.

Münchner Sommer in der Stadt: Das ist im Norden geplant

Der BA Feldmoching hat unter anderem den Goldschmiedplatz, den Walter- Sedlmayr-Platz sowie die Rollschuhplatte vorgeschlagen.

Nachdem das Referat für Arbeit und Wirtschaft für Moosach beispielsweise den St.-Martins-Platz, die Bunzlauer und die Bauberger Straße vorgeschlagen hat, will der BA später noch eigene Vorschläge einreichen.

Neben dem Coubertinplatz und dem Curt-Mezger-Platz  hat die Stadt für Milbertshofen/Am Hart unter anderem auch den Nordhaideplatz genannt.

Der BA Schwabing-Freimann hat zahlreiche Standorte beschlossen: zum Beispiel Münchner Freiheit, Biedersteiner Park, Domagkpark und die Esplanade vor der Allianz Arena.

Sommer in der Stadt im Münchner Süden

„Warum nicht ein Looping auf der Theresienwiese, dort ist ja ausreichend Platz“, sagt Benoît Blaser, BA-Vorsitzender Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt. Zudem schlägt der BA unter anderem den Goetheplatz und den Vorplatz des deutschen Museums vor. Ein klares Nein gibt es zum Gärtnerplatz: „Da ist sowieso immer etwas los und bereits ausreichend Publikumvorhanden. Da brauchen wir keinen zusätzlichen Magneten.“

Der BA Sendling-Westpark schlägt den Luise-Kiesselbach-Platz vor. Dort könnten Schausteller, Marktkaufleute oder kleine Fahrgeschäfte aufgestellt werden.

 Der BA 19 hat nun erste Vorschläge für Standorte im Münchner Süden eingereicht. Neben den vier Wochenmärkten in Obersendling kommen für die Politiker auch die Biergärten infrage.

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