Richtfest-Resümee 

Richtfest am Interim: So steht es um die Zwischenlösung für den Gasteig

Rund um die denkmalgeschützte „Halle E“  entsteht der Interimsstandort für den Gasteig in Sendling. Hierhin soll das Kulturangebot während der Sanierung des Areals in Haidhausen umziehen.
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Rund um die denkmalgeschützte „Halle E“ entsteht der Interimsstandort für den Gasteig in Sendling. Hierhin soll das Kulturangebot während der Sanierung des Areals in Haidhausen umziehen.

In München entsteht ein neues Kulturzentrum: der Interims-Gasteig in Sendling. Dort wurde bereits Richtfest gefeiert. Wie es um die Zwischenlösung für den Gasteig steht...

  • Richtfest-Resümee der Interimsphilharmonie in Sendling.
  • Wie es um die Zwischenlösung für den Gasteig steht.
  • Warum die Verkehrsanbindung weiter problematisch bleibt.

München – Tag für Tag wächst mitten in Sendling ein neues Kulturzentrum in die Höhe. Es entsteht eine Zwischenlösung für den Gasteig, während der Gebäudekomplex in Haidhausen saniert wird (s. unten). Auf der Baustelle an der Hans-Preißinger-Straße feiert man jetzt bereits Richtfest.

Denn trotz Corona-Pandemie schreiten die Arbeiten nach Zeitplan voran: „Wenn weiterhin alles so gut läuft, gehen wir davon aus, dass die Münchner Philharmoniker bereits im Oktober 2021 ihr erstes Konzert in der Interimsphilharmonie halten können“, sagt Gasteig-Sprecherin Isabella Mair.

Problematisch ist immer noch die verkehrliche Anbindung des Standortes. Parkplätze gibt es dort keine. Sie sind weiter auf dem Gelände des Großmarktes vorgesehen. Ein Konzept für einen Shuttle existiere laut Mair, man befinde sich aber noch in Abstimmungen.

So soll die Interimsphilharmonie in Sendling mal ausschauen.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man den Interims-Gasteig, den an einem (Nicht-Corona-)Abend in der Philharmonie bis zu 1800 Menschen aufsuchen könnten, lediglich über die Bushaltestelle „Schäftlarnstraße“ ohne weiteren Fußweg. Der Bus 54 verkehrt im Zehn-Minuten-Takt.

In der jüngsten Sitzung des Sendlinger Bezirksausschusses hieß es, dass sich die MVG aus den Verhandlungen um die Verkehrssituation weitestgehend zurückgezogen hatte. Auch Gasteig-Sprecherin Mair ist dieser Auffassung. „Wegen der Corona-Pandemie ist kein Geld da für mehr Busse.

Mit der jetzigen U-Bahn werde es schon klappen“, so BA-Chef Markus Lutz (SPD). Eine Taktverdichtung der U3, die den Interims-Gasteig zusätzlich zur Buslinie 54 über die Haltestelle „Brudermühlstraße“ erreichbar macht, sei nicht mehr im Gespräch.

So könnte der Interimsstandort für den Gasteig in Sendling aus der Vogelperspektive ausschauen.

Matthias Korte, Sprecher der MVG, beurteilt die Situation anders: Durch Corona habe sich die Finanzierungssituation zwar weiter verschärft, dennoch prüfe man weiterhin eine Taktverdichtung des 54er-Busses. „Eine Verstärkung der U3 im Zusammenhang mit dem Interimsstandort ist seitens der MVG nicht vorgesehen, weil das bestehende Angebot der zu erwartenden Nachfrage entspricht.“

Der Gasteig will das Interim für fünf Jahre beziehen. Die Baukosten belaufen sich auf etwa 112 Millionen Euro. Danach soll das Areal von den Stadtwerken entwickelt werden.

Sophia Oberhuber

Gasteig: Das passiert in Haidhausen

Während im Sendlinger Interimsgebäude Konzerte stattfinden, wird in Haidhausen gebaut. Ende 2021 soll der Gasteig dort seine Pforten schließen und zwar für mindestens vier Jahre. Wenn alles nach Plan verläuft, wollen die Gasteig-Betreiber das Kulturzentrum im Winter 2025 wieder eröffnen.

Über die Details der Sanierung will der Stadtrat voraussichtlich in seiner Vollversammlung am Mittwoch, 21. Oktober, entscheiden. Immer wieder waren in den vergangenen Stimmen Kritiker laut geworden, die sich für eine „kleine“ und günstigere Sanierung aussprachen.

Das zuständige Viertelgremium indes, der BA Au-Haidhausen, hatte zuletzt eine grünere und nachhaltigere Sanierung gefordert. 

hki

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