Streit um Sanierungskosten und Nutzungserlaubnis

München: Streit um Kosten für Sanierung der Olympia-Regattastrecke - Verein fordert Öffnung für Sport

Eine Frau rudert an der leeren Tribüne der Olympia-Regattastrecke in Oberschleißheim vorbei. Wegen der Corona-Pandemie darf diese zurzeit nicht für den Breitensport genutzt werden. Das verärgert die Rudergesellschaft München 1972.
+
Wegen der Corona-Pandemie darf die Olympia-Regattastrecke in Oberschleißheim zurzeit nicht für den Breitensport genutzt werden. Das verärgert die Rudergesellschaft München 1972.
  • Benedikt Strobach
    vonBenedikt Strobach
    schließen

Die Olympia-Regattastrecke bedarf einer Sanierung. Über die Kosten streitet Corona-bedingt die Politik. Ein Ruderverein fordert die Öffnung zum Sport.

  • Die Olympia-Regattastrecke in Oberschleißheim bedarf einer Sanierung.
  • Corona-bedingt streitet die Politik derzeit über Kosten und Ausmaß.
  • Die Rudergesellschaft München 1972 fordert die Öffnung für den Breitensport.

Oberschleißheim - 2022 kommen die European Championships nach München. Einige der Sportarten sollen auf der Olympia-Regattastrecke in Oberschleißheim ausgetragen werden. Das Problem: Die Anlage ist sanierungsbedürftig.

München: Corona-bedingter Kostenstreit bei Sanierung der Olympia-Regattastrecke - Ruderverein fordert Öffnung für Sport

Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Stadt jedoch in der Lage, nur neun statt 61 Millionen Euro für die Sanierung zu zahlen. Diese Entscheidung sorgte für Ärger auf verschiedenen Ebenen. So forderten etwa die Landtagsmitglieder Claudia Köhler und Markus Büchler (beide Grüne) den Freistaat auf, die Kosten für die Sanierung zu übernehmen. Auch die Stadtratsfraktionen SPD/Volt, Grüne-Rosa Liste, CSU und FW/ÖDP haben eine Idee. In einem gemeinsamen Antrag fordern sie, dass die Stadt den Verfall der Anlage gemeinsam mit Oberschleißheim, Freistaat und Bund stoppt. Ziel sei es, die dauerhafte Nutzung für Breiten- und Leistungssport zu gewährleisten.

Der Vorsitzende der Rudergesellschaft München 1972, Willi Bock.

Bei den Sportlern gibt es jedoch ganz anderen Ärger. „Während in Bayern ab 1. März etwa Friseure öffnen dürfen, muss der Sport weiterhin pausieren“, klagt Willi Bock, Vorsitzender der Rudergesellschaft München 1972. Für ihn ist diese Entscheidung unverständlich. „Die Regattastrecke umfasst 300.000 Quadratmeter. Selbst wenn 300 Boote darauf unterwegs wären, hätte jedes noch 1000 Quadratmeter Platz. Unsere Sportler sitzen auf dem Trockenen, während gleichzeitig Nagelstudios auf engstem Raum aufmachen dürfen? Das ist nicht fair.“ Seine Forderung: „Wir brauchen Öffnungen für den risikofreien Einzelsport.“

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Corona-Test in München und im Landkreis – Wo man sich in der Stadt testen lassen kann
Corona-Test in München und im Landkreis – Wo man sich in der Stadt testen lassen kann
Moschee, Fußballfans, Anwohner: Streit um Parkplätze eskaliert in München
Moschee, Fußballfans, Anwohner: Streit um Parkplätze eskaliert in München
Elisabeth Hartnagel ist gestorben – Sie war die Schwester von Hans und Sophie Scholl
Elisabeth Hartnagel ist gestorben – Sie war die Schwester von Hans und Sophie Scholl
Corona in München: zwei weitere Tote - Fallzahlen, 7-Tages-Inzidenz, Reproduktionszahl für Samstag
Corona in München: zwei weitere Tote - Fallzahlen, 7-Tages-Inzidenz, Reproduktionszahl für Samstag

Kommentare