Polizei-Bilanz zum Wochenende

Party trotz Corona: Polizei rückt am Wochenende zu mehreren Feier-Hotspots in München aus

Die Sonne scheint, die Leute haben frei, und sie strömen in massen an öffentliche Plätze. Und wie hier an den Gärtnerplatz wird es oft enger, als es die Abstandsbestimmungen zulassen.
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Die Sonne scheint, die Leute haben frei, und sie strömen in massen an öffentliche Plätze. Und wie hier an den Gärtnerplatz wird es oft enger, als es die Abstandsbestimmungen zulassen.

Feiern trotz Corona-Krise - Die Polizei musste am Wochenende mehrmals wegen Ruhestörung zu den Hotspots Isar und Gärtnerplatz ausrücken. 

  • Trotz Corona-Krise gab es am Wochenende große Menschenansammlungen in München.
  • Polizei meldet Einsätze bei Party-Hotspots.
  • Ruhestörung am Gärtnerplatz und an der Isar

Update: 24. August 2020: Am Wochenende rückte die Polizei München mehrfach wegen Ruhestörung aus. Grund waren laut feiernde Personen an der Isar und am Gärtnerplatz.

Polizeieinsätze am Wochenende - Ruhestörung an Isar und Gärtnerplatz

  • Anwohner und Passanten riefen am Samstag, gegen 01.00 Uhr, die Polizei und beschwerten sich über mehrere hundert Menschen. Diese würden laut feiern, grölen und den Mindestabstand nicht einhalten. Daraufhin fuhren über zehn Streifen der Münchner Polizei zum Gärtnerplatz und konnten rund 300 Menschen antreffen. Diese wurden gezielt durch die Beamten angesprochen, woraufhin sich der Platz nach und nach leerte. Den Verbliebenen wurde ein Platzverweis erteilt. 
  • Ebenfalls am Samstag, gegen 02:20 Uhr wurde eine lautstarke Party an Isar nahe der Brudermühlbrücke gemeldet. Dort stellten die Polizeistreifen rund 300 Personen fest, die lautstark Musik hörten und feierten. Die Beamten beendeten die Party, forderten die Personen zum Gehen auf und stellten die Personalien des Verantwortlichen fest. 
  • Am Sonntag, gegen 03.00 Uhr, teilten Passanten und Anwohner über den Notruf der Polizei mit, dass sich noch mehrere Personen am Gärtnerplatz befinden und lautstark feiern. Durch Beamte der Münchner Polizei konnten dort rund 25 Personen als Teil einer größeren Gruppe ausgemacht werden, welche zunehmend aggressiv gegenüber anderen Feiernden und den eingesetzten Beamten wurden. Die Beamten trennten diese Gruppe von den anderen Feiernden, um anstehende körperliche Auseinandersetzungen zu verhindern. Hierbei zeigten sich fünf Personen uneinsichtig und zunehmend aggressiv. 

Weil zu befürchten war, dass es zu weiteren Aggressionen kommt, sollten diese in Gewahrsam genommen werden. Es handelt sich um vier Männer mit Wohnsitz in München im Alter zwischen 23 und 35 Jahren, und einen 23-Jährigen mit Wohnsitz in Freising. Während vier von ihnen in der Haftanstalt des Polizeipräsidium München in Gewahrsam genommen wurden und am Morgen wieder entlassen wurden, beruhigte sich der 35-Jährige bereits während der Fahrt zur Polizeiinspektion 14 und konnte von dort aus entlassen werden.

Ruhestörung und Müll sind immer wieder Thema am Gärtnerplatz. Die Feiern in der Nacht ufern aus, die Anwohner sind genervt. Die Stadt München will das Problem jetzt lösen und richtet einen runden Tisch ein.

Menschenmassen an der Isar - Polizei rückt zu mehreren Feier-Hotspots in München aus

Erstmeldung: 29. Juni 2020

Trotz der Corona-Krise haben Tausende Menschen am Wochenende in München gefeiert. In der Nacht von Freitag auf Samstag hätten sich in Spitzenzeiten bis zu 10 000 Menschen an der Isar aufgehalten, teilte die Polizei am Sonntag mit. Von Samstag auf Sonntag seien es rund 5000 gewesen. Den Angaben zufolge blieb alles friedlich.

Zahlreiche Menschen genießen trotz der Corona-Krise das schöne und sonnige Wetter am Ufer der Isar. 

Etwas anders sah es auf der als Feiermeile vor allem nach Fußball-Erfolgen bekannt gewordenen Leopoldstraße aus. Dort wurde der Polizei am frühen Sonntagmorgen „eine größere Anzahl aggressiver Personen“ gemeldet. Die rückte nach eigenen Angaben „mit hohem Kräfteeinsatz an“ und traf dort auf rund 200 bis 300 Menschen. 

Bei aggressiv Auftretenden stellten die Polizisten die Personalien fest, zudem sprachen sie mehrere Platzverweise aus. Zwei Menschen wurden wegen Beleidigung der Einsatzkräfte angezeigt.

Party trotz Corona - Polizei am Gärtnerplatz und Leopoldstraße

Auch an beliebten Plätzen in der Innenstadt wie dem Gärtnerplatz und dem Wedekindplatz in Schwabing war es nach Polizeiangaben voll. Weil wegen der Pandemie Clubs nach wie vor geschlossen sind, verlagert sich das Partygeschehen in München zunehmend auf die Straßen und an die Isar. Dort war es auch in früheren Jahren am Wochenende oft so voll, so laut und so dreckig, dass Anwohner sich beschwerten.

Am Samstag um kurz vor Mitternacht mussten Polizisten Feierfreudige auf dem Gärtnerplatz dazu bewegen, diesen zu verlassen. Der Grund: „massive Lärmbelästigung der Anwohner, Vermüllung des Gärtnerplatzes sowie der nicht mehr einzuhaltenden Infektionsschutzvorschriften“. 

Probleme habe es dabei nicht gegeben, teilte die Polizei mit. Sie meldete „keinerlei Störungen oder Aggressionen“ und zog folgende Bilanz: „Insgesamt blieb es an den Partyörtlichkeiten bis auf eine nicht ungewöhnliche Anzahl wochenendtypischer Delikte, wie Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz friedlich.“

Die Polizei hatte am Freitag schon über Twitter bekannt gegeben, dass sie mehrere Party-Hotspots im Auge behalten werden.

dpa/lby/jh

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