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Nach Corona-Absagen: CHL-Halbfinale des EHC Red Bull München neu angesetzt

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Von: Kevin Wenger

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Eishockey-Star Yasin Ehliz im Hallo-Interview.
Eishockey-Star Yasin Ehliz im Hallo-Interview. © City-Press/Red Bull München

Drei geplante Termine für das CHL-Halbfinale zwischen Red Bull München und Tappara Tampere wurden bereits abgesagt. Nun ist ein weiterer Ersatztermin gefunden worden:

Update, 24. Januar: CHL-Halbfinale gegen Tappara Tampere neu angesetzt

Die Champions Hockey League (CHL) hat heute das bereits dreimal verschobene Halbfinalspiel des EHC neu angesetzt: Am Dienstag, 01. Februar, um 18.00 Uhr, treffen die Red Bulls in der Nokia Arena im finnischen Tampere auf den 16-maligen finnischen Meister.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Zuvor war die geplante Halbfinalserie am 04. Januar und am 11. Januar wegen der Mannschaftsquarantäne des dreimaligen Deutschen Meisters, sowie das Ersatzspiel am 25. Januar wegen der Quarantäne von Tappara Tampere, abgesagt worden.

Der Sieger dieses Halbfinals trifft am Dienstag, 01. März im großen Finale der CHL auf das schwedische Team Rögle BK aus Ängelholm. Das Finalspiel wird in der Catena Arena zu Ängelholm stattfinden.

Ursprungsmeldung vom 21. Januar:

München - Die Champions Hockey League (CHL) hat das auf den 25. Januar verschobene Halbfinalspiel zwischen Tappara Tampere und Red Bull München abermals abgesagt. Finnische Behörden haben das gesamte Team des 17-maligen finnischen Meisters unter Quarantäne gestellt, nachdem mehrere Teammitglieder positiv auf Covid-19 getestet wurden.

In der vorvergangenen Woche musste die CHL bereits das Halbfinal-Hin- und Rückspiel zwischen den Red Bulls und Tappara absagen. Grund war damals eine vom zuständigen Münchner Gesundheitsreferat angeordnete Quarantäne der gesamten Mannschaft von Red Bull München.

EHC Red Bull München: CHL-Halbfinale gegen Tappara Tampere noch ohne neuen Termin

In Absprache mit den beiden Clubs hatte das Covid-19-Komitee der europäischen Königsklasse daraufhin entschieden, die Vorschlussrunde in nur einem Spiel am 25. Januar in der Nokia-Arena in Tampere auszutragen. Nun kann auch an diesem Termin nicht festgehalten werden.

Die CHL prüft derzeit gemeinsam mit den beiden Clubs und anderen Beteiligten, wie das Spiel neu angesetzt werden kann. Weitere Informationen gibt die Champions Hockey League zu gegebener Zeit bekannt.

EHC Red Bull München: Yasin Ehliz kurz vor eigentlichem CHL-Halbfinale im Interview

Kurz vor der erneuten Spielabsage hat Hallo München noch ein ausführliches Interview mit EHC-Star Yasin Ehliz geführt. Dieses wollen wir Ihnen, liebe Leser, trotz der Spielabsage nicht vorenthalten.

Mit der Nationalmannschaft gewann er 2018 Silber, 2019 erreichte er mit dem EHC Red Bull München das Finale in der DEL und in der Champions League. Wie er die Chancen im Champions-League-Halbfinale und den Aufwärtstrend in der Liga nach der Corona-Pause sieht, verrät der 29-Jährige hier.

Herr Ehliz, die Red Bulls waren zuletzt als Team in Quarantäne. Wie lief da das Training ab?

Ich persönlich war glücklicherweise von der Quarantäne nicht betroffen, da ich Ende Dezember aufgrund eines Ausfalls über eine Woche keinen Kontakt zum Team hatte. Für den Rest der Truppe wurden online mehrere Trainingsangebote ausgearbeitet. Unter anderem haben Workouts, Yoga-Sessions oder auch gemeinsame Taktik-Meetings stattgefunden.

Jetzt ist die Mannschaft mit Siegen – unter anderem gegen den Tabellenführer Berlin und im Derby gegen Augsburg – furios zurückgekommen. Wie hat es sich auf dem Eis angefühlt?

Es war sehr wichtig, wieder gut aus der Zwangspause rauszukommen und dann gleich mit Siegen ein Zeichen zu setzen – auch für uns selbst. Es hat der Mannschaft ein gutes Gefühl gegeben, erst recht nach den Niederlagen zuvor.

Zwischenzeitlich hat der EHC auch nochmal am Kader gearbeitet und mit dem 27-jährigen Henrik Haukeland und dem 29-jährigen Andrew O’Brien einen Torwart und einen Verteidiger verpflichtet. Wie sind die beiden aufgenommen worden?

Die Mannschaft hat beide natürlich gut aufgenommen, Andrew O’Brien ist ja schon seit Ende Dezember da und hat vor der Pause schon sein Debüt gefeiert. Er hilft uns vor allem körperlich und läuferisch sehr weiter. Er kann vor dem Tor mal aufräumen und tut unserem Spiel unheimlich gut. So jemanden haben wir einfach gebraucht.

Und Haukeland?

Er hat ja in Berlin seinen Einstand gegeben und dabei eine echte Topleistung gezeigt (40 von 42 Schüssen pariert, Anm.d.Red.). Er ist ein absoluter Top-Torhüter, der schnell ist und gute Spiele zeigen wird. Jetzt haben wir zwei Top-Torhüter, die uns die Spiele sichern können (lacht).

Im Dezember gab es eben diese schon fast historische Niederlagenserie, wobei der EHC auch viele Spiele in der Verlängerung oder dem Penalty-Schießen verloren hat. Kapitän Patrick Hager hat mal gesagt, sie fänden momentan mehr Wege das Spiel zu verlieren, als zu gewinnen. Woran lag es schlussendlich?

Diese Niederlagen haben uns als Mannschaft schon sehr gewurmt, schließlich kennen wir diese Situation auch nicht, so viele Spiele zu verlieren. Es ist natürlich immer schwer, diese eine Ursache oder generell Ursachen zu finden für so etwas, aber der Kopf hat bei uns schon eine Rolle gespielt. Wir waren irgendwie in einem Loch, da hat die Flut an Spielen, die wir im Dezember bestritten haben (13 Spiele in 29 Tagen, Anm. d. Red.) auch nicht geholfen, denn das Programm war doch recht anstrengend.

Hat die Corona-Pause Ihnen ein bisschen zurück auf den richtigen Weg geholfen?

Keine Mannschaft freut sich über eine Zwangspause. Dennoch konnten wir die spielfreien Tage zur mentalen Regeneration gut nutzen. So haben wir beispielsweise gemeinsam mit unserem Trainerstab viel und intensiv über unser System und unsere Taktik sprechen können. Es gibt nichts Schlechtes, an dem nicht auch etwas Gutes ist.

Auch die beiden Spiele im Halbfinale der Champions-Hockey-League (CHL) gegen das finnische Team Tappara Tampere sind der Zwangspause zum Opfer gefallen. Jetzt gibt es am Dienstag, 25. Januar, ein Entscheidungs-Spiel in Tampere...

Wir sind sehr glücklich über diese Entscheidung. Nun haben wir die Chance, uns den Platz im Finale sportlich zu erkämpfen. Es wäre bitter gewesen, wenn wir nach diesem riesen Lauf durch die Gruppenphase und K.O.-Runde kampflos ausgeschieden wären.

Was muss passieren, damit die Red Bulls ihr zweites CHL-Finale der Klubgeschichte erreichen?

Wir werden uns wie immer optimal auf den Gegner vorbereiten, wissen aber auch, dass Tappara ein finnisches Top-Team ist und wir somit unsere beste Leistung abrufen müssen. Aber wir müssen uns vor niemandem verstecken und werden was reißen können.

Ihr Teamkollege Freddy Tiffels ist von der CHL als ein möglicher MVP, als wertvollster Spieler des Turniers, nominiert...

Ehrlich gesagt hab ich das noch gar nicht gewusst, weil darüber auch nicht geredet wird in der Kabine. Es ist natürlich mega für Freddy, dass ihm so eine Auszeichnung in Aussicht gestellt wird, er spielt ja auch in der DEL eine hervorragende Saison. Aber in München steht die Mannschaft an erster Stelle und für uns alle zählt nur der Erfolg als Team. Und als Team wollen wir in der CHL möglichst weit kommen.

Zur Person

Die Nummer 42 der Münchner ist gebürtiger Bad Tölzer und wechselte 2018 nach einem kurzen missglückten Zwischenstopp in der NHL von Nürnberg an die Isar. Am 18. Dezember 2013 gab Ehliz als erst zweiter türkischstämmiger Spieler nach Sinan Akda sein Debüt in der deutschen A-Nationalmannschaft. Seinen größten Erfolg im Bundesdress feierte Ehliz mit dem Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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