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Streit um teuren Wiesn-Tisch ‒ Oktoberfest-Wirte gewinnen vor Gericht in München gegen Online-Händler

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Von: Jonas Hönle

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Ein Tisch auf dem Oktoberfest in München.
Ein Tisch auf dem Oktoberfest in München kostet bei Online-Portalen ein vielfaches des ursprünglichen Preises. © Angelika Warmuth/dpa

Oktoberfest-Wirte wehren sich gegen den Zweitverkauf von Platzreservierungen und ziehen vor Gericht, da Online-Portale die Wiesn-Tische für ein hohen Preis anbieten.

Update: 27. April 2022

Wiesn-Wirte in München sind gegen einen Online-Händler, der Tisch-Reservierungen angeboten hat, vor Gericht gezogen und haben gewonnen. Der Anbieter darf die Tische auf dem Oktoberfest für dieses Jahr vorerst nicht mehr anbieten.

Er habe die Plätze verkauft, obwohl es sich nur um eine Option auf Plätze handele, urteilte das Landgericht München I. Somit sei unklar, ob die Käufer ihre Tickets tatsächlich bekommen. Die Bezeichnung „Tischreservierung“ sei irreführend, erläuterte eine Sprecherin am Mittwoch.

Die Entscheidung, ob das Oktoberfest 2022 überhaupt stattfindet, soll diese Woche bekanntgegeben werden. Oberbürgermeister Dieter Reiter hat nun die Entscheidung für ein Oktoberfest 2022 in München getroffen.

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Wiesn-Wirte siegen gegen Online-Händler - Plätze zu Unrecht verkauft

Dass die Tisch-Preise bei dem Tickethändler - wie auf anderen Portalen - um ein Vielfaches höher angesetzt waren als bei den Wirten, spielte für das Gericht keine tragende Rolle. Geklagt hatten Wirtesprecher Peter Inselkammer vom Armbrustschützenzelt und die Wirtin den Löwenbräuzeltes. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Seit Jahren wehren sich die Oktoberfest-Wirte gegen den Zweitverkauf von Tisch-Reservierungen. Online-Portale bieten diese meist für ein Vielfaches der Preise an, die bei direkter Reservierung beim Wirt für Verzehrgutscheine fällig sind. Teils sollen je Tisch bis zu 5000 Euro gezahlt werden - beim Wirt ist es ungefähr ein Zehntel.

Die Ticket-Preise standen vor Gericht aber nicht im Fokus. Auch in anderen Fällen von Zweitvermarktung - etwa bei den Passionsspielen in Oberammergau - ging es nicht um die Preise, sondern um eine Irreführung der Verbraucher, etwa auch mit dem Hinweis „ausverkauft“.

Im vergangenen Oktober hatte eine Wiesn-Wirtin vor dem Landgericht München I mit ihrer Klage Erfolg gegen den Online-Handel mit Reservierungen gehabt. Auf dem Portal waren laut Gericht Reservierungen für die dann abgesagte Wiesn 2020 im Festzelt Ochsenbraterei zu Preisen zwischen 1990 und 3299 Euro angeboten worden. Bei der Wirtin direkt wären für einen Tisch mit zehn Personen etwa 400 Euro für den Mindestverzehr fällig geworden, um zu reservieren, hieß es. Der Händler legte Berufung ein, über die das Oberlandesgericht im Mai verhandeln will.

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Hohe Preise für einen Tisch auf der Wiesn ‒ Oktoberfest-Wirte klagen in München gegen Online-Händler

Erstmeldung: 04. April 2022

Noch ist nicht klar, ob das Oktoberfest 2022 in München überhaupt stattfindet. Online-Portale verkaufen jedoch schon zu hohen Preisen Plätze in den Wiesn-Zelten. Mehrere Wirte ziehen dagegen erneut vor Gericht: Am Montag verhandelte das Landgericht München I über entsprechende einstweilige Verfügungen gegen einen Online-Händler.

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Hohe Preise für Wiesn-Tisch - Oktoberfest-Wirte ziehen in München gegen Online-Händler vor Gericht

Drei Wiesn-Wirte hatten die einstweilige Verfügung wegen Irreführung der Verbraucher erwirkt und erreicht, dass die Agentur die Plätze an den Tischen nicht verkaufen darf. Dagegen legte die Agentur Widerspruch ein. Nun geht es darum, ob die einstweilige Verfügung Bestand hat oder aufgehoben wird.

Seit Jahren wehren sich die Oktoberfest-Wirte gegen den Zweitverkauf von Platzreservierungen. Online-Portale bieten diese meist für ein Vielfaches der Preise an, die bei direkter Reservierung beim Wirt für Verzehrgutscheine fällig sind.

Im vergangenen Oktober hatte eine Wiesn-Wirtin einen wichtigen Sieg errungen. Das Landgericht München I untersagte einer Agentur den Handel mit den Tisch-Reservierungen. Auf dem Portal waren laut Gericht Reservierungen für die dann abgesagte Wiesn 2020 im Festzelt Ochsenbraterei zu Preisen zwischen 1990 und 3299 Euro angeboten worden.

Bei der Wirtin direkt wären für einen Tisch mit zehn Personen etwa 400 Euro für den Mindestverzehr fällig geworden, um zu reservieren. Das Urteil ist aber nicht rechtskräftig. Der Händler legte Berufung ein, über die noch nicht entschieden ist.

Nach den Gerüchten um die Absage des Münchner Frühlingsfest stellt Oberbürgermeister Dieter Reiter sein Statement klar. Wie es aktuell um das Fest steht...

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