Den Riegel vorschieben

8 Präventionsmaßnahmen für Zuhause - Polizei München in Alarmbereitschaft nach vermehrten Einbrüchen

Die Spurensicherung der Polizei bei der Arbeit.
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Die Spurensicherung der Polizei bei der Arbeit. (Symbolbild)

Nach einer Corona-Pause sind die Einbrüche in München wieder angestiegen. Die Polizei zeigt am Tag des Einbruchschutzes wirksame Präventionsmaßnahmen für jedermann...

  • Während dem Corona-Lockdown gab es in München weniger Einbrüche.
  • Jetzt meldet die Polizei wieder einen Anstieg.
  • Beim Tag des Einbruchschutzes wird auf Präventionsmaßnahmen hingewiesen.

Sogar Einbrecher stellt das Corona-Jahr 2020 vor Herausforderungen: „Im März, April gab es nahezu keine Einbrüche in Wohnbereiche. Die Bewohner waren der beste Schutz“, sagt Michael Rasp, Fachberater für Einbruchschutz bei der Polizei München.


Dafür habe es sich etwas auf den Bürobereich verlagert. Und jetzt, im Herbst? In den letzten vier Wochen sei die Zahl der Wohnungseinbrüche wieder gestiegen, wie ein Polizeisprecher auf Hallo-Anfrage mitteilt.

Michael Rasp, Fachberater für Einbruchschutz bei der Polizei München.

Für Rasp leider eine „typische Situation“, da die Täter die früher einsetzende Dämmerung nutzen. Unter dem Motto „Eine Stunde mehr für Sicherheit“ weist die Polizei am 25. Oktober, dem Tag der Zeitumstellung, mit dem Tag des Einbruchschutzes auf die Wichtigkeit von Präventionsmaßnahmen hin.

Tag des Einbruchschutzes - Polizei München zeigt Präventionsmaßnahmen

Bei den rund 1000 Vor-Ort-Beratungsterminen, die die Münchner Beratungsstelle wahrnimmt, stellt Rasp immer wieder fest: „Einbruchsschutz ist leider kein Standard.“ Sein wichtigster Tipp also: mechanischer Schutz wie Querriegel an der Tür und einbruchhemmende Fensterbeschläge. „Die Meisten lassen sich abhalten, wenn ein gewisser Schutz da ist.“

Ob im Altbau in der Altstadt oder der Wohnsiedlung im Hasenbergl: „Was die Täter suchen, gibt es in jedem Haushalt. Ein bisschen Geld, ein bisschen Schmuck. Die erwarten keine großen Werte. Sie erwarten, dass sie in drei bis fünf Minuten fertig sind.“so

Die Kripo-Beratungsstelle erreichen Sie unter Telefon 29 10 34 30 sowie unter beratungsstelle-muenchen@polizei.bayern.de.

Sichere Stadt?

Fast 20 Prozent weniger als im Vorjahr: Im Jahr 2019 wurden in München 926 Wohnungseinbrüche gemeldet. Rund 60 Prozent davon waren erfolgreich – der Beuteschaden betrug 5,89 Millionen Euro. Aufgeklärt werden allerdings nur 18,5 Prozent.

Wie kann ich mich selbst schützen?

Folgende Verhaltensregeln (Präventionstipps) sollten Sie beachten:

  • Lassen Sie Ihre Wohnung / Ihr Haus beim Verlassen nicht gänzlich unbeleuchtet. Durch den Einsatz einer Zeitschaltuhr lässt sich eine Beleuchtung der Wohnräume individuell regeln. Fehlende Beleuchtung signalisiert Abwesenheit.
  • Schalten Sie die Außenbeleuchtung ein / nutzen Sie Bewegungsmelder.
  • Schließen Sie bei jedem Verlassen, auch bei kurzer Abwesenheit, alle Fenster und Türen / vermeiden Sie Kippstellungen (gekippte Fenster sind offene Fenster) und ziehen Sie Keller- und Haustüren nicht nur ins Schloss, sondern verschließen Sie die Türen.
  • Sorgen Sie bei längerer Abwesenheit für die Leerung ihres Briefkastens.
  • Vermeiden Sie auf Ihrem Anrufbeantworter genaue Abwesenheitszeiten zu benennen.
  • Vereinbaren Sie mit Nachbarn / Verwandtschaft, dass Rollläden tagsüber hochgezogen werden und abends ein Licht eingeschaltet wird.
  • Entfernen Sie mögliche „Steighilfen“ wie Stühle / Tische / Leitern von Ihrer Terrasse.
  • Bewahren Sie wenig Bargeld und Wertsachen zu Hause auf, Wertgegenstände gehören in den Tresor oder ein Bankschließfach!

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