Als Sinti und Roma verfolgt

Der KZ-Überlebende Peter Höllenreiner ist in München gestorben

Peter Höllenreiner ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Als Kind hat er  die Konzentrationslager Auschwitz, Ravensbrück, Mauthausen und Bergen-Belsen überlebt.
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Peter Höllenreiner ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Als Kind hat er  die Konzentrationslager Auschwitz, Ravensbrück, Mauthausen und Bergen-Belsen überlebt.

Als Kind überlebte Peter Höllenreiner den Holocaust. Jetzt ist der KZ-Überlebende aus München im Kreise seiner Familie nach kurzer Krankheit gestorben.

  • Der KZ-Überlebende Peter Höllenreiner ist gestorben.
  • Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde er als Sinti und Roma verfolgt.
  • Als Kind überlebte er den Aufenthalt im Konzentrationslager.

Der KZ-Überlebende Peter Höllenreiner ist am Dienstag im Alter von 81 Jahren gestorben. Das teilte sein Neffe Hallo München mit. Er ist im Kreise seiner Familie im Klinikum rechts der Isar nach kurzer Krankheit eingeschlafen. 

Höllenreiner lebte zuletzt in Ingolstadt, wollte aber wieder in seine Heimatstadt München zurückziehen. Er hinterlässt drei Söhne und eine Tochter.

Peter Höllenreiner hat das KZ überlebt - Jetzt ist er im Kreis seiner Familie in München gestorben

Als sogenannte Zigeuner wurden er und seine Familie während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, Opfer rassistischer Hetze und in Konzentrationslager deportiert. Als Kind überlebte Peter Höllenreiner die Konzentrationslager Auschwitz, Ravensbrück, Mauthausen und Bergen-Belsen. 1945 kommt er dann als Sechsjähriger zurück in seine Geburtsstadt München

Etwa 25 000 deutsche und österreichische Sinti und Roma wurden im Dritten Reich ermordet – der Großteil im sogenannten „Zigeunerlager“ Auschwitz-Birkenau. 

Zwar schaffte Höllenreiner es, nach den traumatischen Kinderjahren ein erfolgreiches Leben zu führen, die Erinnerungen begleiteten ihn aber weiterhin. „Man kann dieses Leid nicht in Worte fassen, was damals passiert ist, zeugt von menschlichen Abgründen“, so Höllenreiner in einem Hallo-Interview. Als Kind hatte er oft furchtbare Alpträume, zu präsent waren die Bilder aus der Zeit im KZ

Peter Höllenreiner hat bis zu seinem Tod Aufklärungsarbeiten geleistet und ein Buch mit der Journalistin Maria Anna Willer geschrieben.

Aus Datenschutzgründen wollte das Klinikum rechts der Isar eine Anfrage von Hallo München zum Tod Höllenreiners nicht kommentieren. 

 jh

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