Nach Beschwerden über Tretroller

Parkplätze für E-Scooter: Stadt München schafft Flächen - die keiner nutzen muss

Ein Schild für Parkplätze für E-Scooter-Stellplätze. Damit Tretroller-Mieter die Roller weniger auf Gehwegen abstellen, sollen noch weitere Stellplätze hinzukommen.
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Ein Schild für Parkplätze für E-Scooter-Stellplätze. Damit Tretroller-Mieter die Roller weniger auf Gehwegen abstellen, sollen noch weitere Stellplätze hinzukommen.

Die Stadt München schafft Parkplätze für E-Scooter, denn über die Tretroller hagelt es Beschwerden. Wo die Flächen sind und warum sie aber keiner nutzen muss.

  • Die Stadt München schafft Parkplätze extra für E-Scooter.
  • Auf den Flächen sollen die Sharing-Tretroller regelkonform abgestellt werden.
  • Die Benutzung der Abstellflächen ist aber zunächst freiwillig.

Die Stadt München schafft extra ausgewiesene Parkplätze für im Sharing-Modell angebotene E-Scooter. Grund für die Maßnahme sind Beschwerden über nicht regelkonform abgestellte Tretroller.

Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) hat deshalb in den vergangenen Wochen in Abstimmung mit den örtlichen Bezirksausschüssen der Innenstadt gesonderte Flächen für Sharing-E-Scooter definiert. Zum Teil handele es sich dabei auch um kombinierte Stellflächen für E-Scooter, Fahrräder und E-Motorroller. Sie seien klar erkennbar beschildert.

So schön es ist, dass in München neue Fortbewegungsmittel schnell und offen angenommen werden, so gefährlich und ärgerlich sind kreuz und quer abgestellte E-Scooter auf dem Gehsteig. Das vergangene Jahr über bin ich oft darauf angesprochen worden und habe dazu auch viele Briefe bekommen. Deshalb war mein Wunsch, dass wir für die E-Scooter eigene Abstellflächen vor allem in der Innenstadt anbieten, in der der Platz sehr begrenzt ist. 

Oberbürgermeister Dieter Reiter

München: E-Scooter Parkplätze in der Innenstadt sind auf freiwilliger Basis

Die Benutzung sei zunächst auf freiwilliger Basis, aber OB Reiter habe die Hoffnung, dass die Anbieter finanzielle Anreize schaffen werden, damit ihre E-Scooter auf den dafür vorgesehenen Flächen abgestellt werden. An die Nutzerinnen und Nutzer appelliert Reiter, immer auch an anderen zu denken und die Tretroller so abzustellen, dass sie niemanden beeinträchtigen und auch Menschen mit Sehbehinderung beispielsweise gefahrlos daran vorbei kommen.

Parkplätze für Sharing-Tretroller in der Innenstadt von München

Die ersten Parkplätze für E-Tretroller richtet das Baureferat ab dieser Woche in Schwabing ein, weitere folgen in den kommenden Wochen innerhalb des Mittleren Rings. In Schwabing sind weitere sechs Abstellflächen geplant:

  • an der Marktstraße
  • an der Haimhauser Straße
  • an der Trautenwolffstraße
  • an der Giselastraße
  • zwei an der Leopoldstraße

Freiwillige Parkplätze für E-Scooter in der Münchner Innenstadt

In München gibt es zurzeit fünf Anbieter für Sharing-E-Scooter. Alle hätten, laut Aussage der Stadt München, eine Selbstverpflichtung unterschrieben und stehen im Austausch mit der Stadtverwaltung. Die Anbieter seien über die neuen Flächen für im Sharing-Modell angebotene E-Tretroller informiert und aufgefordert, mit geeigneten Maßnahmen auf die Nutzung dieser Flächen hinzuwirken. Denkbar seien zum Beispiel deutliche Hinweise in den Apps, kombiniert mit Anreizen für die Kundinnen und Kunden, etwa Rabatte oder Bonusminuten.

Die Sharing-Anbieter seien auch bei der Auswahl der Abstellflächen eingebunden gewesen, Grundlage sind aggregierte Nutzungsdaten zu stark frequentierten Punkten im Stadtgebiet, an denen besonders viele Mietvorgänge begonnen oder beendet werden.
Um auf eine verkehrssichere Nutzung von E-Scootern hinzuwirken, habe die Landeshauptstadt zusammen mit den am Standort München vertretenen Sharing-Anbietern umfassende Regelungen getroffen und steht in ständigem Kontakt mit den Unternehmen. Geregelt sind unter anderem geordnete Abläufe zum Aufstellen der E-Tretroller durch die Anbieter, zulässige Abstellstandorte für Kunden, Flottengrößen, zulässige Geschäftsgebiete, Kundenservice.

Landeshauptstadt München

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