Was wird 2019 neu in den Vierteln?

Obergiesing und Fasangarten: Die große Jahresvorschau der Viertel-Chefs

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Die Löwen, das Bier, der Blaubart: Eine Wand hat Graffiti-Künstler Won ABC vollendet, die nächste gen Martin-Luther-Straße folgt im Frühjahr.

Obergiesing/Fasangarten – Im neuen Jahr tut sich einiges im Osten: vor allem wird es 2019 bunt, denn Obergiesing erwartet ein ganz besonderes Kunstprojekt 

Eine Fassade leuchtet blau, orangefarben und rot – die nächste, und zwar jene, die Richtung Martin-Luther-Straße zeigt, wird im Frühjahr fertig. Diese Seite will Street­art-Künstler Won ABC unter anderem Kurt Eisner widmen (Hallo berichtete). Was Kunst und Kultur anbelangt, ist in Obergiesing und Fasangarten aber mehr in diesem Jahr geboten: Das Straßenfest „Ois Giasing“ soll heuer auf eigene Beine gestellt werden. Denn: „Die Akteure, die es bislang organisiert haben, werden nicht mehr da sein“, berichtet Carmen Dullinger-Oßwald, Vorsitzende des Bezirksausschusses 17 (BA). „Deswegen hoffen wir auf viele engagierte Bürger.“ Da die Friedhöfe in diesem Jahr 200. Jubiläum feiern, sollen vor allem am Perlacher Forst, wo unter anderem die Geschwister Scholl begraben sind, verschiedene Aktionen stattfinden. Schon längst hätte das St.-Martin-Spital saniert werden sollen – im Januar immerhin wird der erste Schritt getan und die Verwaltung von Münchenstift zieht aus.

Ein für Anwohner eher leidiges Thema: Der Bebauungsplan für das Bauprojekt in der Münchberger Straße wird in diesem Jahr vorgestellt. Erfreulich für Anwohner hingegen: Nach mehr als einem Jahr Verzögerung wird im Frühjahr das Pavillon in der Pöllatstraße 11 eröffnet – ein Familientreffpunkt mit zwei Musikübungsräumen. Früher stand dort ein Bungalow, in dem die Stadtbibliothek beheimatet war, dann passierte nach dessen Abriss lange nichts. Nun übernimmt der Verein für Sozialarbeit (VFS) die Trägerschaft für das Pavillon, der einerseits Nachbarschaftstreff, anderseits aber auch ein Familienberatungszentrum vorsieht.

Hanni Kinadeter

„Tegernseer Platz muss umgebaut werden“

Carmen Dullinger-Oßwald, Vorsitzende des Bezirksausschusses.

Eines steht für die BA-Chefin sehr sicher fest: „Ein Radweg im Norden der Tegernseer Landstraße muss in diesem Jahr zustande kommen.“ Bislang sträube sich die MVG demnach dagegen, weil ein Radweg dazu führe, dass die Autos den Tramstreifen benutzen. Außerdem müsse der Tegernseer Platz umgebaut werden. „Aber Tempo 30 allein nützt nichts“, kritisiert Dullinger-Oßwald – vor allem mit Blick auf die Ichoschule. „Auch der Elternbeirat ist sehr dahinter, dass der Platz umgebaut wird.“ 

Dringendst notwendig sei außerdem ein neues Verkehrskonzept für die Feldmüllersiedlung, und zwar wegen des massiven Durchgangsverkehrs. „Das hätte die Verwaltung eigentlich schon erarbeiten müssen“, mahnt die BA-Chefin. „Viel länger darf es nicht mehr dauern.“ Auch beim Edelweiß- und Alpenplatz, wo viele Kinder unterwegs seien, wünschen sich Anwohner und BA eine Verkehrsberuhigung. „Wir fordern eine Art Spielstraße.“

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