Vermisstenfall wird zum Tötungsdelikt

Polizei sucht flüchtigen Ehemann wegen Tötungsdelikt und setzt Belohnung aus

Ein Polizist trägt Maske.
+
Die Polizei München sucht einen flüchtigen Ehemann im Zusammenhang mit der Tötung seiner Frau.
  • Jonas Hönle
    vonJonas Hönle
    schließen

Eine Frau aus München wurde von ihrer Familie als vermisst gemeldet - Die Polizei fand daraufhin Blutspuren in der Wohnung und letztendlich ihre Leiche.

Update: 01. Februar 2021

Tötungsdelikt einer 34-jährigen Münchnerin - Polizei sucht flüchtigen Ehemann und setzt Belohnung aus

Am 17. November 2020 gaben Familienangehörige einer 34-jährigen Münchnerin eine Vermisstenanzeige bei der Polizei München auf.

Die darauf aufgenommenen Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben den Verdacht auf ein Tötungsdelikt und am 20. November 2020, wurde bei einer Wohnungsdurchsuchung die Leiche der 34-jährigen Münchnerin aufgefunden.

Die anschließende Obduktion im Institut für Rechtsmedizin der LMU München bestätigte, dass die Münchnerin durch Stiche in den Oberkörper getötet wurde. Die Verstorbene hinterließ einen vier- und einen siebenjährigen Sohn.

Auf Antrag der Kapitalabteilung der Staatsanwaltschaft München I wurde vom zuständigen Ermittlungsrichter ein Haftbefehl wegen Totschlags gegen den flüchtigen 41- jährigen Ehemann erlassen.

Die Polizei München sucht den flüchtigen Ehemann einer 34-jährigen Münchnerin im Zusammenhang mit einem Tötungsdelikt.

Aufgrund der Presseveröffentlichung, gingen bei der Mordkommission München bereits sieben Hinweise aus der Bevölkerung ein, welchen derzeit nachgegangen wird.

Das Bayerische Landeskriminalamt hat für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt, die unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt wird.

Zeugenaufruf der Polizei München

Personen, die sachdienliche Hinweise insbesondere zum Aufenthaltsort des Tatverdächtigen geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

-----------------------------------------------

Leiche einer Münchnerin unter Kinderbett entdeckt ‒ Polizei sucht flüchtigen Ehemann

Erstmeldung: 24. November 2020

Altperlach - In den Abendstunden des Dienstag, 17.11.2020 erstatteten Familienangehörige einer 34-jährigen Münchnerin eine Vermisstenanzeige bei der Polizei. Demnach hatte ihr 41-jähriger Ehemann den Familienangehörigen an diesem Tag telefonisch mitgeteilt, dass beide um die Mittagszeit noch einkaufen gehen würden.

Beide seien seitdem verschwunden und auch nicht mehr telefonisch erreichbar gewesen. Eine Wohnungsnachschau sowie umfangreiche Suchmaßnahmen und Erstermittlungen verliefen ergebnislos.

Als bei einer weiteren Wohnungsnachschau am folgenden Tag Blutspuren festgestellt wurden, wurde die gesamte Wohnung am Donnerstag, 19.11.2020 spurentechnisch untersucht.

Tötungsdelikt in München - Polizei fahndet nach flüchtigen Ehemann

Hierbei konnten zahlreiche weitere Blutspuren unter anderem durch Einsatz von chemischen Verfahren festgestellt werden, die auf eine Gewalttat hinwiesen.

Am Freitag, 20.11.2020 wurden die weiteren Ermittlungen aufgrund des Verdachts eines Tötungsdelikts durch die Mordkommission des Polizeipräsidiums München übernommen.

Am Nachmittag wurde bei einer gründlichen Durchsuchung der Wohnung die unter einem Kinderbett versteckte Frauenleiche der 34-jährigen Münchnerin aufgefunden.

Die anschließende Obduktion im Institut für Rechtsmedizin der LMU München bestätigte, dass die 34-Jährige durch Stiche in den Oberkörper getötet wurde.

Haftbefehl wegen Totschlag - Polizei München sucht flüchtigen Ehemann

Auf Antrag der Kapitalabteilung der Staatsanwaltschaft München I erließ der zuständige Ermittlungsrichter noch am Freitag, 20.11.2020 einen Haftbefehl wegen Totschlags gegen den flüchtigen 41-jährigen Ehemann.

Derzeit laufen noch umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach dem flüchtigen Tatverdächtigen durch Fahndungskräfte des Polizeipräsidium München.

Öffentlichkeitsfahndung:

Nach dem flüchtigen 41-jährigen Tatverdächtigen wird nun aufgrund eines Beschlusses des Amtsgerichts München mit Lichtbildern öffentlich gefahndet. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei München könnte der Ehemann nach Afghanistan gereist sein.

Der Ehemann, Mohammad Abdul Tukhi, wird von der Polizei München gesucht.

Zeugenaufruf der Polizei München

Personen, die sachdienliche Hinweise insbesondere zum Aufenthaltsort des Tatverdächtigen und zur Person des Zeugen geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Polizeipräsidium München/jh

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Münchner Staatsanwaltschaft klagt Dieter Wedel wegen Vergewaltigung an
Münchner Staatsanwaltschaft klagt Dieter Wedel wegen Vergewaltigung an
Corona-Lockerungen in Bayern ‒ Die fünf Stufen für Öffnungen im Überblick
Corona-Lockerungen in Bayern ‒ Die fünf Stufen für Öffnungen im Überblick
Corona in München: Öffnung von Museen und Tierpark Hellabrunn geplant ‒ Doch Stufen-Plan bringt Verwirrung
Corona in München: Öffnung von Museen und Tierpark Hellabrunn geplant ‒ Doch Stufen-Plan bringt Verwirrung
Neue Corona-Maßnahmen in Bayern: Lockdown wird verlängert ‒ Öffnungen und Lockerungen mit Notbremse
Neue Corona-Maßnahmen in Bayern: Lockdown wird verlängert ‒ Öffnungen und Lockerungen mit Notbremse

Kommentare