Ehemaliges Gesundheitsamt

Neuer Kreativ-Komplex in München ‒ Mit dem „Kunstlabor 2“ öffnet das größte kulturelle Zwischennutzungsprojekt

Das neue „Kunstlabor 2“ in München.
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Das Backsteingebäude an der Dachauer Straße 90, das früher das Gesundheitsamt beherbergte, ist nun ein Kreativ-Komplex.
  • Sabina Kläsener
    VonSabina Kläsener
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Das Museum of Urban and Contemporary Art (MUCA) bespielt zur Zwischennutzung die Dachauer Straße 90. Was für das „Kunstlabor 2“ geplant ist und ein erster Einblick...

  • Neuer Kreativ-Komplex in der Dachauer Straße.
  • Das „Kunstlabor 2“ im ehemaligen Gesundheitsamt ist das größte kulturelle Zwischennutzungsprojekt in München.
  • Kuriose Fakten und ein erster Einblick...

„So ganz fertig wird es nie sein“, erklärt Stephanie Utz vom Museum of Urban and Contemporary Art (MUCA). Aber das sei auch nicht die Idee hinter dem „Kunstlabor 2“ an der Dachauer Straße 90.

Einen ersten Einblick können Interessierte im Rahmen der Langen Nacht der Museen am Samstag, 16. Oktober, bekommen. Jahrelang stand das Backsteingebäude, in dem früher das Gesundheitsamt untergebracht war, leer. 2019 erhielt MUCA den Zuschlag für eine fünfjährige Zwischennutzung. Der Regelbetrieb startet ab Freitag, 22. Oktober, zunächst nur am Wochenende.

Neuer Kreativ-Komplex in München ‒ Mit dem „Kunstlabor 2“ öffnet das größte kulturelle Zwischennutzungsprojekt

Das Kunstlabor 2 in München.
Wenn man von einem bestimmten Punkt aus das Kunstwerk betrachtet, scheint es, als stehe die Schrift im Raum. © Sabina Kläsener
Das Kunstlabor 2 in München.
In bis zu 65 Räumen zeigen Kunstschaffende verschiedene Werke. © Sabina Kläsener
Das Kunstlabor 2 in München.
Rund sechs Monate sind die Kunstwerke wie dieses von Isaac Cordal jeweils zu sehen. © Sabina Kläsener
Das Kunstlabor 2 in München.
Der Liarkasten wurde von jemandem gestaltet, den viele eher mit einem anderen Genre verbinden. © Sabina Kläsener
Samy Deluxe beim Sprayen
Samy Deluxe beim Sprayen © MUCA/wunderland media GmbH
Das Kunstlabor 2 in München.
Er gestaltet zudem eine Wand im Außenbereich des Geländes. © Sabina Kläsener
Das Kunstlabor 2 in München.
Die Kunstwerke sind vielfältig. © Sabina Kläsener
Das Kunstlabor 2 in München.
Die Kunstschaffenden ließen sich zum Teil davon inspirieren, was sie im Gebäude vorfanden. © Sabina Kläsener
Das Kunstlabor 2 in München.
Ein Newton-Pendel aus Polizeihelmen, eine sozialpolitische Kritik von Künstlern aus Berlin. © Sabina Kläsener
Das Kunstlabor 2 in München.
Eine moderne Amazone ziert dieses Zimmer. © Sabina Kläsener
Das Kunstlabor 2 in München.
Auch gesellschaftliche Themen werden aufgegriffen, hier mit einem Flüchltingszelt. © Sabina Kläsener
Das Kunstlabor 2 in München.
Hier wurde die Form des Dachs ins Zimmer geholt. © Sabina Kläsener
Das Kunstlabor 2 in München.
Ganz im Zeichen der Tattoos steht dieser Raum. © Sabina Kläsener
Das Kunstlabor 2 in München.
Das saftige Grün ragt hier sogar aus dem Zimmer über die Türzarge hinaus. © Sabina Kläsener
Das Kunstlabor 2 in München.
Derzentes Farbstatement: Alles in diesem Wartezimmer ist in Beige gehüllt. © Sabina Kläsener
Das Kunstlabor 2 in München.
Wie Wellen wirkt das großflächige, zerschnittene Foto. © Sabina Kläsener
Das Kunstlabor 2 in München.
Im zweiten Stock hat auch Loomit einen Raum verwandelt. © Sabina Kläsener
Das Kunstlabor 2 in München.
Hier ist eine eindrucksvolle Unterwasserlandschaft entstanden. © Sabina Kläsener
Das Kunstlabor 2 in München.
Auch in diesem Zimmer wurden Dinge verwendet, die im Haus gefunden wurden. © Sabina Kläsener
Das Kunstlabor 2 in München.
Grafische Muster zieren den von Alexander Isakov gestalteten Raum. © Sabina Kläsener
Das Kunstlabor 2 in München.
Inspiriert von Piñatas, Figuren aus Pappmarché mit Süßigkeiten im Innern, sollen diese Figuren jedoch bitte nicht zerschlagen werden. © Sabina Kläsener

MUCA-Projekt „Kunstlabor 2“ ist größte kulturelle Zwischennutzung in München

Knapp 10 000 Quadratmeter auf sechs Etagen umfasst das Kunstlabor. Hinzu kommt ein fast 7000 Quadratmeter großer Außenbereich, der zukünftig auch integriert werden soll. Mit dieser Fläche sei es das größte kulturelle Zwischennutzungsprojekt Münchnes, verkündet Utz.

Stephanie Utz

„Wie eine große WG muss man sich das vorstellen, da viele kreative Köpfe unter einem Dach sind“, erklärt Utz. Auch Künstler aus dem Kreativquartier haben hier Ateliers. Insgesamt 65 Räume werden gestaltet – zum Teil mit Gegenständen, die vor Ort gefunden wurden.

Das Verhältnis von weiblichen und männlichen Kreativen sei diesmal ausgeglichener als beim Vorgängerprojekt 2018/19 im Tengelmann-Komplex.

Kuriose Fakten

Kunst braucht Platz: Dafür wurden 1665 Quadratmeter Wände abgerissen.

Der Sanitärbereich musste komplett erneuert werden. Insgesamt wurden 200 Waschbecken abmontiert.

Im Treppenhaus wurden vier einzelne Stöckelschuhe gefunden.

Zwölf Kilometer Kabel wurden entfernt – und mindestens genauso viele, wenn nicht mehr neu verlegt.

1500 Schlüssel gibt es für das Gebäude.

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