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Gerade nochmal gut gegangen

Mama von der Straße gerettet - Gewofag lenkt ein

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Alleinerziehende Mutter mit ihrem Sohn bekommt endlich wieder eine Wohnung.

Eine junge alleinerziehende Mutter wurde zwangsgeräumt – nach verzweifelten Wochen lenkt jetzt die Gewofag ein.

München – Ohne die Unterstützung ihrer Freunde hätte Zofia Lewandowska* mit ihren zwei kleinen Söhnen Janosch* und Lukas* die letzten Wochen auf der Straße verbracht: Nachdem sie ihre Miete nicht zahlen konnte, ließ die Gewofag die Wohnung der kleinen Familie zwangsräumen.

Probleme mit BAföG-Zahlungen

Grund für den Mietrückstand: Später als geplant eingegangene BAföG-Zahlungen. Nachdem Lewandowska verzweifelt nach einem neuen Zuhause suchte, sich dabei auch an die tz und Hallo München wandte, lenkt die Gewofag nun doch ein, verspricht der jungen Mutter eine Wohnung: „Unser Ressortleiter Immobilien steht bereits mit ihr in Kontakt“, so Klaus-Michael Dengler, Sprecher der Geschäftsführung der Gewofag. „Ich bin immer noch sprachlos. Ohne Hallo München und die tz wäre das nicht möglich gewesen“, sagt Lewandowska.

Die Leidensgeschichte, die dieser Freude voranging, ist so lange wie kurios: Die 29-Jährige holt im Moment ihr Abitur nach. Ab September 2018 hätte sie deshalb BAföG erhalten sollen. Die ersten Zahlungen trafen aber erst im Februar 2019 ein. Laut Katharina Rieger, Sprecherin des Bildungsreferates, lagen die vollständigen Unterlagen für die Antragsstellung erst im Dezember 2018 vor. „Die Aussendung des Bescheids erfolgte im Januar 2019, bei der Bearbeitung lag keine Verzögerung vor.“

Trotz Zahlung kam es zur Zwangsräumung

So oder so – Lewandowska reichte die Miete für ihre Sozialwohnung im Februar nach. Der Schock: Trotzdem wurde ihre Gewofag-Wohnung Ende März zwangsgeräumt! „Innerhalb von drei Tagen musste ich mit zwei kleinen Kindern ausziehen. Niemals hätte ich gedacht, dass eine junge Mutter einfach so auf der Straße landet.“

Kurz vor Andruck dieser Ausgabe und nach Hallo-Nachfragen dann die überraschende Wendung: Die Gewofag-Geschäftsführung entschuldigt sich bei der Alleinerziehenden. „Als soziale Vermieterin, die sich gerade für Menschen starkmacht, die auf dem Münchner Wohnungsmarkt wenig Chancen haben, eine Wohnung zu finden, hätte die Gewofag das Räumungsurteil in diesem speziellen Fall nicht umsetzen sollen.“ Das habe eine erneute Prüfung der Fakten ergeben.

Nur 3000 Sozialwohnungen pro Jahr zu vergeben

Die Schuld sah Lewandowska aber schon vorher nicht nur bei der Gewofag: „Auf Sozialwohnungen erhalte ich nur Absagen. Es gibt angeblich immer jemanden, der dringender eine Wohnung braucht“ – und das, obwohl die junge Mutter beim Wohnungsamt mit 136 Punkten als Stufe  1 eingeschätzt wurde. Also mit höchster Dringlichkeit.

„Im Schnitt sind pro Jahr nur 3000 Sozialwohnungen zu vergeben, weil es wegen der Situation auf dem Wohungsmarkt eine geringe Fluktuation gibt“, erläutert Hedwig Thomalla, Sprecherin des Sozialreferates. Weiteres Problem: Etwa 76 Prozent der 13 336 registrierten Haushalte mit Anspruch auf eine Sozialwohnung seien mit Dringlichkeitsstufe 1 eingestuft – wie Lewandowska. „Man kann also nicht sagen, dass die Chancen mit hoher Dringlichkeit besser sind“, so Thomalla.

Sophia Oberhuber

*Namen wurden von der Redaktion geändert

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