Neuer Raum für Kultur

Kulturzentrum Luise eröffnet - Angebote starten digital

Die Leiterin der LUISE Clara Holzheimer und Kulturreferent Anton Biebl.
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Die Leiterin der LUISE Clara Holzheimer und Kulturreferent Anton Biebl vor dem neuen Kulturzentrum.

Das neue Kulturzentrum Luise eröffnet. Die Räumlichkeiten in der Ruppertstraße werden jedoch wegen Corona noch nicht genutzt. Welche Angebote starten und wie man mitmachen kann.

Gute Nachrichten für die Kulturszene im Münchner Süden: Die LUISE bezieht ihre Räumlichkeiten an der Ruppertstraße 5. Gegenüber des Viehhofs – dort, wo vor vielen Jahren einmal der Münchner Südbahnhof stand – eröffnet mit der LUISE ein neuer Raum für Engagement und Kultur. Aufgrund der Covid-19-Pandemie ist der Start vorerst digital. Der Name LUISE war der Gewinner eines großen Namenswettbewerbs unter Anwohnerinnen und Anwohnern, der 2019 ausgeschrieben wurde und mit rund 300 Vorschlägen große Resonanz erfuhr. Das LU steht für Ludwigsvorstadt, das I für Isarvorstadt und SE für Sendling.

Der Name ist Programm: Die LUISE ist ein Kulturort zum Mitmachen und Selbergestalten für die beiden Stadtbezirke und darüber hinaus. Er wird ermöglicht von der Landeshauptstadt München, die das Gebäude und Programmmittel zur Verfügung stellt. Kulturreferent Anton Biebl sieht in dem neuen Kulturzentrum die Chance, kulturelle Teilhabe zu stärken und Diversität zu leben: „Die LUISE ist ein Kulturzentrum, das die lokale Kunst- und Kulturszene ebenso einlädt wie engagierte Bürgerinnen und Bürger. Gemeinsam soll dort ein öffentliches Programm für alle entstehen. Es darf also gerne so vielfältig werden wie die Nachbarschaft in der Ludwigsvorstadt, der Isarvorstadt und in Sendling.“

Neues Kulturzentrum LUISE soll Menschen zusammen bringen

Das Programm wird so vielseitig wie die Münchner Stadtgesellschaft: LUISE tanzt, spielt, forscht, kocht, singt und diskutiert mit allen Altersgruppen und allen Kulturen. Bewohner*innen aus den angrenzenden Vierteln haben die Gelegenheit, sich lokal zu engagieren und Kultur in ihrer Nachbarschaft zu erleben.

„In der LUISE treffen verschiedenste Viertelbiographien aufeinander. Bei uns werden sich Menschen begegnen, die auf der Straße vielleicht aneinander vorbeilaufen würden. Indem sie sich gemeinsam für eine Sache engagieren, miteinander tanzen, in einem Chor singen und Projekte planen, können sie gemeinsam neue Geschichten erzählen. Die LUISE wird ein Haus, das verbindet“, so Leiterin Clara Holzheimer, die bereits mit vielen lokalen Initiativen, Vereinen und kulturellen Akteur*innen in regem Austausch steht.

Kulturzentrum während der Pandemie - Angebot startet kontaktlos

Auch mit den Berufsfachschulen, mit denen sich das Kulturzentrum das Gebäude teilt, sind bereits erste Projekte im Bereich der kulturellen Bildung geplant. Für einen guten Draht in die Stadtviertel wird die Arbeit des LUISE-Teams durch einen Nutzerbeirat begleitet, der sich aus Mitgliedern der Bezirksausschüsse 2 und 6 sowie Akteur*innen aus den Quartieren zusammensetzt.

Aufgrund der Covid-19-Pandemie startet die LUISE vorerst mit einem digitalen und kontaktlosen Programm. Mit Online-Angeboten wie DanceOn@Home für Senior*innen, dem Erfindermittwoch für Kinder sowie der Aktion LUISE pflanzt in Kooperation mit den umliegenden Alten- und Servicezentren und dem KulturRaum München e.V. möchte die LUISE mit der Nachbarschaft in Kontakt treten und kulturelle Teilhabe auch von zu Hause aus ermöglichen.

Mitmachen?

Eine Lesung planen, einen Workshop anbieten oder ein Kunstprojekt mit Jugendlichen starten? Wer sich im kulturellen Bereich ehrenamtlich engagieren möchte, ist in der LUISE richtig. Die LUISE lädt ihre Nachbar*innen ein, ihr Wissen, Handwerk und ihre Talente mit anderen zu teilen und sich für und mit Menschen aus ihrem Stadtviertel zu engagieren. Wer als ehrenamtliche*r Kulturmacher*in mitmachen möchte, findet weitere Infos unter www.luise-kultur.de.

Kulturreferat/tfp

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