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Flut an Kirchenaustritten nach Gutachten über sexuellen Missbrauch im Erzbistum München und Freising

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Von: Jonas Hönle

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Die Türme der Frauenkirche sind hinter einer roten Ampel zu sehen.
Mehr Kirchenaustritte nach Gutachten über sexuellen Missbrauch im Erzbistum München und Freising. (Symbolbild) © Sven Hoppe/dpa

Das KVR in München erweitert die Öffnungszeiten des Standesamts und setzt zusätzliche Mitarbeiter ein, um die Flut an Kirchenaustritten zu bewältigen.

Das Gutachten über sexuellen Missbrauch im Erzbistum München und Freising erschüttert die katholische Kirche und viele Mitglieder ziehen Konsequenzen. Die Flut an Kirchenaustritten wird für das Standesamt in München zur Herausforderung.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Flut an Kirchenaustritten nach Gutachten über sexuellen Missbrauch im Erzbistum München und Freising

Nach der Vorstellung des Gutachtens zu sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche am vergangenen Donnerstag wurden in München rund 650 Termine für Kirchenaustritte gebucht. Das sind deutlich mehr als doppelt so viele wie üblicherweise zu erwarten gewesen wäre, wie ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferates (KVR) laut dpa-Bericht sagte.

Das Standesamt erweitere jetzt seine Öffnungszeiten und setze zwei zusätzliche Mitarbeiter ein, um die Flut an Kirchenaustritten zu bearbeiten Insgesamt werde die Kapazität „durch Umschichtung“ sogar verdreifacht, aber selbst das werde voraussichtlich nicht reichen.

Das KVR weist darum darauf hin, dass der Kirchenaustritt auch schriftlich eingereicht werden kann - wenn die Unterschrift notariell beglaubigt wird.

Gutachten zu sexuellem Missbrauch im katholischen Erzbistum München und Freising

Das vom Erzbistum München und Freising selbst in Auftrag gegebene Gutachten der Anwaltskanzlei Westpfahl Spilker Wastl (WSW) kommt zu dem Ergebnis, dass Fälle von sexuellem Missbrauch in der Diözese über Jahrzehnte nicht angemessen behandelt wurden; es wirft den Kardinälen und ehemaligen Erzbischöfen Friedrich Wetter und Joseph Ratzinger sowie dem aktuellen, Reinhard Marx, Fehlverhalten vor.

Von mindestens 497 Opfern und 235 mutmaßlichen Tätern sprechen die Gutachter, gehen aber von einem deutlich größeren Dunkelfeld aus.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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