2020 verabschiedet sich leise

Kein Feuerwerk-Verbot in München ‒ Warum die Silvester-Party dieses Jahr dennoch vom Tisch ist

Deutschlandweit sollen heuer zu Silvester Feuerwerks-Verbote auf belebten Plätzen gelten. Wie und wo diese für München umgesetzt werden, ist noch unklar.
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In Deutschlandweit sollen heuer zu Silvester Feuerwerks-Verbote auf belebten Plätzen gelten. München sieht von solche einer Regelung ab.

In München gibt es kein extra Feuerwerk-Verbot. Durch die strengen Corona-Regeln ist das auch nicht nötig. Krankenhäuser sollen an Silvester entlastet werden.

  • In München gibt es kein Feuerwerk-Verbot.
  • Silvester wird wegen den strengen Corona-Regeln dennoch nicht gefeiert werden.
  • Ziel ist es die Krankenhäuser und Notfallambulanzen zu entlasten.

In München werde es im öffentlichen Raum kein Silvester geben - das teilt das Kreisverwaltungsreferat in einer Pressemitteilung mit.

Ziel aller Corona-Regelungen sei es, Menschenansammlungen zu verhindern und die Ausbreitung des Corona-Erregers damit einzudämmen sowie die aufgrund der Pandemie ohnehin stark beanspruchten Krankenhäuser und Notfallambulanzen zu entlasten.

Eine Rechtsgrundlage für ein extra Feuerwerk-Verbot brauche es daher nicht, sagt Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle. Andere Städte hätten entsprechende Regelungen zurück nehmen müssen. Die geltenden Corona-Regeln würden ausreichen.

  • Bundesweit dürfen in diesem Jahr keine Silvesterknaller und Raketen verkauft werden. Ziel der Regelung ist es, Verletzungen beim Abbrennen von Feuerwerk in der Silvesternacht zu verhindern.
  • Bayernweit ist das Verlassen der Wohnung rund um die Uhr nur aus triftigem Grund erlaubt, Sekt trinken und Raketen abfeuern gehören nicht dazu.
  • Veranstaltungen, Ansammlungen, öffentliche Festivitäten und der Alkoholkonsum im öffentlichen Raum sind flächendeckend landesweit untersagt.
  • Private Zusammenkünfte sind begrenzt auf die Angehörigen des eigenen Hausstands und eines weiteren Hausstands, jedoch in jedem Fall auf maximal 5 Personen, wobei zu den Hausständen gehörende Kinder unter 14 Jahren nicht mitgezählt werden.
  • Zusätzlich gilt bayernweit auch an Silvester zwischen 21 und 5 Uhr eine nächtliche Ausgangssperre.

Im Landkreis München wurde für bestimmte Plätze ein Feuerwerk-Verbot ausgesprochen.

Kein Feuerwerk-Verbot an Silvester - Corona-Regeln sollen Krankenhäuser entlasten

In München ist zudem das Abbrennen von Silvesterknaller und Böller, am gesamten 31. Dezember und am gesamten 1. Januar in der Umweltzone innerhalb des Mittleren Rings untersagt - auch auf dort befindlichen privaten Grundstücken.

Grundlage ist ein Stadtratsbeschluss mit dem ursprünglichen Ziel, mäßigenden Einfluss auf die negativen Begleiterscheinungen wie Lärm, Luftverschmutzung und Müll ausüben zu können. Die bundesweite Verordnung zum Sprengstoffgesetz räume den Kommunen die Möglichkeit eines solchen Verbots in dicht besiedelten Gebieten ein.

Was noch bleibt, ist ein Appell an Umsicht und Vernunft. Jede und jeder Einzelne muss hier für sich und andere Verantwortung übernehmen, wir alle müssen unseren Beitrag leisten, um gerade unsere besonders gefährdeten Mitbürgerinnen und Mitbürger zu schützen.

Dr. Thomas Böhle

Minister Herrmann kündigt verschärfte Kontrollen zu Silvester an

In der Silvesternacht soll es angesichts der Corona-Pandemie verschärfte Polizeikontrollen im Freistaat geben. Das kündigte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch an. Im Fokus soll dabei die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen und der Ausgangssperre ab 21.00 Uhr stehen. Die örtlichen Polizeiinspektionen würden von 800 Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei unterstützt.

Die Corona-Lage sei weiterhin sehr kritisch, sagte der Minister. Er appelliert „an die Einsicht und Vernunft der Bürgerinnen und Bürger, die sich ja schon über die Weihnachtsfeiertage insgesamt sehr vorbildlich verhalten haben: Bleiben Sie daheim, verzichten Sie in diesem Jahr ausnahmsweise auf Party und Feuerwerk.

Für Kontrolle und Durchsetzung der Maßnahmen zum Infektionsschutz im öffentlichen Raum sei in allererster Linie die Polizei zuständig. Das Polizeipräsidium München überwache und kontrolliere die Regelungen fortlaufend.

LHM/jh

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