Zucht ist in Deutschland erlaubt

Kampfhähne und Kämpfe in München? Nach Verdacht sind die Behörden alarmiert

Ein Kampfhahn mit seinen Hennen von der japanischen Rasse Satsumadori läuft in einem Gehege des Kampfhuhn-Züchters Silvio Müller in Landau.
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Die Zucht von Kampfhähnen ist prinzipiell nicht verboten.

Kampfhähne. In Deutschland ist Zucht und Haltung zwar erlaubt, Kämpfe aber streng verboten. Ein konkreter Verdacht - Finden solche Kämpfe in München statt?

  • Verdacht auf Kampfhähne in München.
  • Zucht und Haltung sind erlaubt.
  • Kämpfe sind eine Straftat - KVR kontrolliert.

Gefahr auf zwei Krallen: Kampfhähne. In Deutschland ist Zucht und Haltung zwar erlaubt, die berüchtigten, professionellen Kämpfe aber streng verboten. Jetzt steht aber ein konkreter Verdacht im Raum: Finden solche Kämpfe im Münchner Westen statt?

Wie Hallo München erfahren hat, wurde ein Spaziergänger auf ein entsprechendes Gehege in Allach aufmerksam und meldete den Fund – der Fall landete beim Kreisverwaltungsreferat (KVR) und dem Veterinäramt. Eine erste Vor-Ort-Kontrolle bestätigt KVR-Sprecher Johannes Mayer. Ein Halter wurde jedoch nicht angetroffen. „Es wird eine weitere Kontrolle erfolgen.“

Kampfhähne in München? Kommt es im Westen zu Kämpfen?

Fakt ist: Sollten die Kampfhähne tatsächlich auch aufeinander gehetzt werden, sei dies nach dem Tierschutz nicht zulässig, und könne eine Straftat darstellen, so Mayer. Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte sich die Polizei nicht äußern, bestätigte aber Kenntnis von dem Fall zu haben.

Eigentlich leben die angriffslustigen Federtiere wie ein „Satsumadori“ in Asien oder Südamerika, wo sie speziell für blutige Kämpfe gezüchtet und hohe Summen auf die Sieger gesetzt werden.

In München wurden in den letzten Jahren keine illegalen Hahnenkämpfe gemeldet. Auch Judith Brettmeister vom Münchner Tierheim bestätigt auf Nachfrage: „Aus den vergangenen zehn Jahren ist mir kein solcher Fall bekannt. Wir würden die Tiere im Falle eines Falles aber bei uns aufnehmen.“

Nicht unwahrscheinlich: Auch wenn viele Hintergründe aktuell noch im Dunkeln liegen, sei eines sicher: „Die derzeitige Haltung der Tiere muss auf jeden Fall verbessert werden,“ heißt es seitens des KVR.

mjh

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