„Make love – not war“

Moses Wolff ruft den „Tag der Herzenswärme“ aus

Hallo war im Gespräch mit Schauspieler, Autor und Kabarettist Moses Wolff . Warum er einen Tag der Herzenswärme“ ins Leben zu rufen will und was er den Menschen näherbringen will...

  • Moses Wolff  ruft den „Tag der Herzenswärme“ am 16. August aus.
  • Hallo im Interview mit dem Schauspieler.
  • Was er den Menschen vermitteln will.

München – Egoistisch, sich selbst total überschätzend und unbegründet selbstbewusst – so erlebt der Münchner Moses Wolff (51) viele junge Menschen heute. „Ihnen fehlt Herzenswärme“, sagt der Autor, Kabarettist und Schauspieler. 

Grund genug und überfällig für Moses Wolff, deshalb ein Zeichen zu setzen und heuer den 16. August zum „Tag der Herzenswärme“ ins Leben zu rufen. Wieder einen Blick, ein Gefühl entwickeln für die Bedürfnisse anderer – das will Wolff erreichen: 

„Ich fordere damit alle auf, sich zusammenzutun und mit einer simplen Geste Herzenswärme zu zeigen.“ Rechte Hand aufs Herz, leichte Verbeugung des Oberkörpers – so einfach ist es. 

Mit simpler Geste Herzenswärme zeigen

„Ich habe diese Geste in Griechenland kennengelernt. Es ist ein Zeichen der Ehrerbietung, der Zuneigung.“ Um alle Menschen für das Thema zu begeistern plant er einen kurzen Info-Film, der den Anlass und die Geste erklärt. 

Diesen will er nächste Woche auf seiner Website, via Facebook und Instagram verbreiten. Seit zwei Jahrzehnten lebt der gebürtige Pasinger in der Münchner Innenstadt, nahe der Isar, fast am Viktualienmarkt – da wird die fehlende Herzenswärme für ihn besonders deutlich. 

„Es wird mittlerweile jeden Tag gefeiert – ohne Grenzen, ohne Anlass. Nur: sich.“ Der Münchner will mit der Herzenswärme-Aktion erreichen, dass wieder mehr Menschen über den eigenen Tellerrand schauen. 

Warum soll der Gedenk-Tag ausgerechnet der 16. August sein? 

Er selbst engagiert sich für das Blaue Kreuz, das sich unter anderem für Computersüchtige einsetzt. „Ich sammle Spenden, damit sich Betroffene wie Eltern dort Hilfe holen können. 

Die Zahl der süchtigen Jugendlichen ist in der Coronazeit nach oben geschnellt, auch Depressionen haben zugenommen.“ Warum der Gedenk-Tag ausgerechnet der 16. August sein soll? 

Das ist der fiktive Geburtstag seiner Hauptfigur Götz aus seinem neuen Roman „Liebe machen“. Auch im Buch dreht sich alles um die Liebe der Menschen zueinander: „Make love – not war“. 

Mit seinem Buch auf  Lese-Tour

Wolff, selbst in den 70er-Jahren groß geworden, ist von den „Liebe-vollen“ Ideen dieser Generation geprägt: „Meine Eltern haben den Münchner Uni-Kindergarten mitgegründet, haben mir viel von früher erzählt. 

Ich bin in diese Zeit reingeboren, ein Fan der 70er- und 80er-Jahre und fasziniert von der Idee und Sehnsucht der Menschen, eine Liebe zu finden, die bleibt.“ Bis zu seinem Tag der Herzenswärme ist Moses Wolff aber noch themengerecht mit „Liebe machen“ auf Lese-Tour. 

Am Freitag, 7. August, in Untergiesing, in der Galerie beArt (ehemals KGB), Oefelestraße 6. Musikalisch begleitet von Christin Henkel liest er aus seinem Buch ab 19 Uhr. 

Lesen Sie auch: Sommerstraßen in der Stadt – Bahn frei für Münchens Fußgänger

Marie-Julie Hlawica

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