Illegaler Livestream bei Polizeikontrolle

„Ich bin der Geilste“ - Österreichischer Maskenverweigerer stellt Polizeikontrolle online

Bundespolizisten am Hauptbahnhof München
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Ein Maskenverweigerer legte sich bei einer Kontrolle mit der Bundespolizei an. (Symbolbild)

Ein österreichischer Maskenverweigerer stellt eine Polizeikontrolle im Zug online. Der 58-jährige beschwert sich dabei über die Mentalität des deutschen Volkes.

Gegen 18:45 Uhr sprach eine Zugbegleiterin, einen 58-jährigen Österreicher und dessen 79-jährige Mutter an. Sie bat beide ihre unter dem Kinn sitzende Mund-Nasen-Bedeckung richtig zu tragen. Daraufhin kam es unvermittelt zu Beleidigungen durch den Sohn gegenüber der DB-Mitarbeiterin.

Des Weiteren filmte der in Hadern Wohnende ununterbrochen das Gespräch und streamte es, wie sich später herausstellte, live ins Internet. Nachdem die Zugbegleiterin den Wagen verlassen hatte, sagte er weiter live „die wären alle im Dritten Reich bestens aufgehoben gewesen“ bevor er sich lautstark über die Mentalität des deutschen Volkes aufregte.

Österreichischer Maskenverweigerer stellt Polizeikontrolle als Livestream online

Die Zugbegleiterin, bat einen Bundespolizisten um Unterstützung. Daraufhin wurde aus Infektionsschutzgründen und zum Schutz vor einer möglichen Eskalation der Lage die Räumung des Wagens veranlasst.

Nach dem Ausstieg in Pasing montierte der Österreicher sein Smartphone auf einem fernbedienbaren Handystativ. Bei Erkennen der Uniformierten provozierte der 58-Jährige die Einsatzkräfte. Immer wieder ließ er die Beamten nicht aussprechen, provozierte verbal und reagierte nicht ansatzweise auf polizeiliche Weisungen.

Als die polizeilichen Maßnahmen am Bahnsteig beendet worden waren, sprang der Österreicher am Bahnsteig hin und her und rief „ich bin der Geilste“. Dabei nahm er Kontakt zu mittlerweile rund 50 bis 70 Schaulustigen am gegenüberliegenden Bahnsteig auf und „feierte sich selbst“.

Die Bundespolizei ermittelt gegen den Österreicher nun wegen Beleidigung sowie wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. Geprüft wird zudem, ob die Aufnahmen und deren Veröffentlichung auch gegen das Kunst- und Urhebergesetz sowie andere Straftatbestände (z.B. § 201 StGB - Verletzlichkeit des Wortes) verstoßen.

Bundespolizei / tfp

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