Analyse von immowelt

Hohe Mieten in München belasten Familien ‒ Selbst Akademiker geraten an ihre Grenzen

Ein Paar besichtigt mit einer Maklerin eine Wohnung.
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Die hohen Mieten in München sind eine finanzielle Belastung für Familien. (Symbolbild)

Die Mieten in München sind eine finanzielle Belastung für Familien. Akademiker geben ein Drittel ihres Einkommens für Wohnungen aus - Andere Arbeitnehmer trifft es noch härter.

  • Hohe Mieten werden zur finanziellen Belastung für Familien.
  • In München geben selbst Akademiker ein Drittel ihres Einkommens für Wohnungen aus.
  • Andere Arbeiternehmer trifft es jedoch noch härter.

Die hohen Mieten in München werden für viele Familien zu einer immer größeren finanziellen Belastung.

Eine Analyse von immowelt zur Mietbelastung einer 4-köpfigen Familie bei Neuvermietung verdeutlicht das: In mehr als jeder 2. deutschen Großstadt müssen Arbeitnehmer mit anerkanntem Berufsabschluss für eine familientaugliche Wohnung mindestens ein Viertel des Haushaltsnettoeinkommens für die Miete ausgeben.

Am schwierigsten sei die Lage in München und Berlin. In beiden Metropolen müssten selbst Akademiker-Familien rund ein Drittel ihres Einkommens fürs Wohnen ausgeben.

Miete in München belastet Familien - Selbst Akademiker geben ein Drittel ihre Einkommens für die Wohnung aus

In München beläuft sich die mittlere Angebotsmiete laut immowelt für eine 80 bis 120 Quadratmeter große Wohnung auf 1.750 Euro plus Nebenkosten.

Familien ohne Berufsabschluss müssten dafür 55 Prozent ihres Einkommens aufbringen. Auch bei Arbeitnehmern mit anerkanntem Berufsabschluss sei die Belastung mit 45 Prozent sehr hoch.

Selbst Akademiker-Familien müssten ein Drittel ihres Nettoeinkommens für die Miete aufwenden, was allgemein bereits als beginnende Überbelastung gelte.

Bezahlbaren Wohnraum würden Familien hingegen im Ruhrgebiet finden. Mit Berufsabschluss beträgt die Mietbelastung in Duisburg und Herne unter 20 Prozent. Selbst für Elternteile ohne Berufsabschluss seien die Mieten in den Großstädten des Ruhrgebiets noch so günstig, dass die Wohnkostenquote die 25-Prozent-Marke nicht übersteigt. 

Analyse von immowelt 

Für die Analyse wurde in 79 Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern die monatliche Belastung durch Miet- und Nebenkosten einer Wohnung mit 80 bis 120 Quadratmetern in Relation zum mittleren Haushaltsnettoeinkommen einer 4-köpfigen Familie (ein Voll- und ein Halbverdiener) berechnet. Als Grundlage dienen die von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Bruttoeinkommen, unterschieden nach Berufsabschlüssen (ohne, anerkannter, akademischer). Diese wurden in entsprechende Nettogehälter umgerechnet.

immowelt/jh

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