Jugendliche im Gleis stoppen Bahnverkehr

Güterzug muss bei München Schnellbremsung einleiten ‒ Bahnstrecke wegen Jugendlichen auf dem Gleis gesperrt

Ein Güterzug bei München müsste eine Schnellbremsung einleiten. (Symbolbild).
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Ein Güterzug bei München müsste eine Schnellbremsung einleiten. (Symbolbild).

Aufgrund mehrerer Jugendlichen im Alter von 13 bis 19 Jahren im Gleisbereich leitete ein Güterzug auf der Bahnstrecke München – Augsburg, eine Schnellbremsung ein.

Der Lokführer eines Güterzuges erkannte zwischen den Bahnhöfen Olching und Gröbenzell, Lkr. Fürstenfeldbruck am Dienstag, gegen 16:20 Uhr mehrere Personen im Gleis. Nach eingeleiteter Schnellbremsung wurde die Bahnstrecke München - Augsburg gesperrt.

Als der Güterzug auf freier Strecke stand, hantierten mehrere der Personen daran herum. Sie ergriffen die Flucht als sich der Lokführer näherte.

Bei der Streckenabsuche nach den Verursachern, unter Einsatz eines Helikopters der Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim, konnten mehrere Personen festgestellt werden. Diese flüchteten vor den Beamten und liefen dabei, teilweise im Gleisbereich, in unterschiedliche Richtungen davon.

Jugendliche im Gleis stoppen Bahnverkehr - Güterzug leitete Schnellbremsung ein

Dank Koordination aus der Luft und mehrerer Streifen gelang es den Bundespolizisten sieben Personen im Alter von 13 bis 19 Jahren, alle aus Gröbenzell, teilweise noch im Gleis, ausfindig zu machen bzw. zu ermitteln.

Einige der Jugendlichen wurden durch die Beamten nach Hause gefahren und unter Einbeziehung eines ersten kurzen Präventionsgespräches den Erziehungsberechtigten übergeben.

Diese beginnen häufig mit den Worten: „Seien Sie froh, dass wir ihre Kinder wohlbehalten bringen und Ihnen nicht schlechte Nachrichten übermitteln müssen“.

Durch den Vorfall und die rund 40-minütige Sperrung des Bahnverkehrs kam es zu erheblichen Verspätungen sowie Ausfällen im Zugverehr zwischen München und Augsburg sowie im S-Bahnverkehr (S3) zwischen Mammendorf und München.

Die Bundespolizei München hat Ermittlungen wegen eines Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Die Jugendlichen und deren Erziehungsberechtigte werden außerdem noch zu intensiven Präventionsgesprächen über die Gefahren im Schienenverkehr eingeladen werden.

Warnung der Bundespolizei

Die Bundespolizei warnt vor dem Betreten des Gleisbereiches und davor, sich im Gleisbereich und auch in unmittelbarer Nähe davon aufzuhalten. Es besteht stets Lebensgefahr! Gegenstände auf oder in die Gleise zu legen, ist kein Kinderspiel! Häufig werden dabei Züge oder Weichen beschädigt bzw. in ihrer Funktion eingeschränkt. Dies kann zu unabsehbaren Gefahren - hin bis zu Zugentgleisungen führen. Sofern Personen identifiziert werden, kommen neben strafrechtlichen Folgen oft auch noch privatrechtliche Forderungen der Deutschen Bahn hinzu.

Bundespolizei/jh

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