Kein Halt am Stachus

Für drei Monate: Kein Trambahnhalt am Karlsplatz - Wären provisorische Haltestellen möglich?

Ab kommenden Montag, 8. März, bis Sonntag, 6. Juni, ist kein Halt für die Trambahnen am Stachus möglich.
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Ab kommenden Montag, 8. März, bis Sonntag, 6. Juni, ist kein Halt für die Trambahnen am Stachus möglich.

Ab kommenden Montag werden die Trambahnen im Abschnitt Sendlinger Tor und Karlsplatz drei Monate nicht mehr anhalten. Alle Infos gibt es hier.

München - In der Sonnenstraße zwischen der Schwanthalerstraße und dem Sendlinger Tor führen die Stadtwerke München (SWM) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) eine umfangreiche Gleiserneuerung durch. Außerdem finden hier Fernkälte-Bauarbeiten statt.

Daher ist auf diesem zentralen Abschnitt ab kommenden Montag, 8. März, bis Sonntag, 6. Juni, kein Trambetrieb möglich. Die aus Richtung Isartor und Ostfriedhof kommenden Bahnen enden in dieser Zeit am Sendlinger Tor.

Wegen der noch bis voraussichtlich einschließlich Juni andauernden Sperrung der Prielmayerstraße ist in dieser Zeit kein Halt am Stachus möglich.

Die Straßenbahnen fahren vom Hauptbahnhof ohne Zwischenhalt zum Lenbachplatz bzw. zur Ottostraße. Ersatzweise wird während des Bauzeitraumes die Buslinie 52 vom Sendlinger Tor über Stachus zum Lenbachplatz verlängert.

Der Anschluss der Nachtlinien wird vom Stachus zum Lenbachplatz und zur Ottostraße verlegt. Beide Haltestellen liegen etwa 200 Meter auseinander, der Fußweg wird ausgeschildert. (Mehr Infos unter: https://www.mvg.de/trambau).

Die Änderungen im Detail:

Die Linie 16 verkehrt nur zwischen Romanplatz und Hauptbahnhof (von dort weiter als Linie 28 zum Scheidplatz). Den Ostast zwischen Sendlinger Tor und Effnerplatz / St. Emmeram übernimmt die Linie 36.

Die Linie 17 fährt zwischen Amalienburgstraße und Hauptbahnhof (von dort weiter als Linie 18 zum Gondrellplatz). Zwischen Max-Weber-Platz und St. Emmeram verkehrt wie schon jetzt die Linie 37, der dazwischen liegende Abschnitt ist bereits seit Dezember 2020 wegen der Sanierung der Ludwigs-brücke gesperrt.

Die Linie 18 endet vom Gondrellplatz kommend am Hauptbahnhof, den Abschnitt Sendlinger Tor – Schwanseestraße übernimmt ersatzweise die Tramlinie 38.

Bei der Linie 19 entfallen die Halte am Hauptbahnhof und am Karlsplatz (Stachus). Die MVG bittet ihre Fahrgäste, auf die nahe gelegenen Stationen Hauptbahnhof Süd bzw. Lenbachplatz auszuweichen.

Die Linie 20 endet wie in den vergangenen Wochen am Hauptbahnhof und fährt von dort weiter als Linie 27 Richtung Petuelring.

Die Linie 21 lässt wie bisher wegen der Sperrung der Prielmayerstraße den Halt am Karlsplatz (Stachus) aus.

Die Linien 27 und 28 fahren vom Petuelring bzw. Scheidplatz kommend ab Ot-tostraße weiter zum Hauptbahnhof statt zum Sendlinger Tor. Fahrgäste mit Fahrt-ziel Karlsplatz (Stachus) oder Sendlinger Tor werden gebeten, die U-Bahn oder die verlängerte Buslinie 52 zu nutzen.

Nachtlinien: Da die Haltestelle Karlsplatz (Stachus) nicht bedient werden kann, wird der Sammelanschluss der Nachtlinien von dort zu den benachbarten Haltestel-len Lenbachplatz bzw. Ottostraße verlegt.

  • Die Linien verkehren wie folgt:
  • N15 Sendlinger Tor – Großhesseloher Brücke
  • N17 Amalienburgstraße – Hauptbahnhof – Ottostraße
  • N19 Pasing Bf. – St.-Veit-Straße (wie tagsüber ohne Halt am Hauptbahnhof und Stachus)
  • N20 Moosach Bf. – Hauptbahnhof – Ottostraße (weiter als N27)
  • N27 Petuelring – Ottostraße (weiter als N20)
  • N37 Sendlinger Tor – Effnerplatz

Die Verbindung zwischen Lenbachplatz und Sendlinger Tor wird hergestellt durch die Nachtbuslinien N40, N41 und N45.

München: Bauwerkschaden - Tram-Linie 21 zwischen Hauptbahnhof und Stachus bleibt gesperrt 

Sprecher des MVV-Fahrgastbeirates findet, dass provisorische Haltestellen einfach zu realisieren wären

Der Stachus ist das Eingangstor zur Fußgängerzone. Aber die Fahrgäste sollen nun für drei Monate erst einmal ohne Halt am Stachus-Rondell vorbeifahren, um dann von den Haltestellen Hauptbahnhof, Ottostraße oder Lenbachplatz viele hunderte Meter zurück Richtung Stachus-Brunnen und Karlstor laufen zu müssen.

Zusätzlich fahren von März bis August an den Wochenenden auch nur zwei der sonst sieben S-Bahn-Linien auf der S-Bahn-Stammstrecke. Wenn in den nächsten drei Monaten Einkaufen im Einzelhandel wieder möglich sein wird - in die Fußgängerzone wird man mit dem MVV insbesondere an Samstagen nur sehr umständlich kommen, heißt es von der Aktion Münchner Fahrgäste.

Dabei wäre der Platz für temporäre Haltestellen durchaus vorhanden. „Bereits vor einigen Jahren war für eine Baustellenumleitung im Grünstreifen der Sonnenstraße vor dem Justizpalast eine temporäre Haltstelle mit Holzbahnsteig aufgebaut, um den Fahrgästen der Linien aus der Barerstraße das Um- und Aussteigen am Stachus zu ermöglichen“, so Axel Ewerling von der Aktion Münchner Fahrgäste und gleichzeitig auch aktueller Sprecher des MVV-Fahrgastbeirates.

Auch in Richtung Karolinenplatz und Lenbachplatz könnte man entweder das Absperrgitter in der Bayerstraße neben dem Kaufhof öffnen oder ebenfalls den Grünstreifen in der Sonnenstraße und den Platz auf dem gesperrten Gleis Richtung Prielmayerstraße für temporäre Bahnsteige nutzen. Notfalls müssen für die Zuwegung die inneren Fahrspuren verengt werden.

„Die Tram-Haltestelle Karlsplatz (Stachus) darf nicht für drei Monate ohne triftige Gründe entfallen. Selbst ICEs können an Holzbahnsteigen halten, dann wird das auch bei der Münchner Trambahn möglich sein. Und den Fahrgästen könnte ein großer Teil der Unannehmlichkeiten erspart werden“, fordert Stefan Hofmeir, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste.

Folgende Linien könnten weiterhin am Karlsplatz halten, wenn provisorische Bahnsteige eingerichtet würden:

  • Tram 16 zum Romanplatz
  • Tram 17 zur Amalienburgstraße
  • Tram 18 zum Gondrellplatz
  • Tram 19 nach Pasing (Bf.) und Berg am Laim (Bf.)
  • Tram 20 nach Moosach
  • Tram 21 zum Westfriedhof und St.-Veit-Str.
  • Tram 27 zum Petuelring
  • Tram 28 zum Scheidplatz

Statement der MVG zu den provisorischen Haltestellen

Die MVG äußerste sich dazu auf Hallo-Nachfrage, wie folgt: „Es wurden mehrere Optionen geprüft, unter anderem vor dem Kaufhof und auf Höhe des Justizpalastes. Leider waren bei allen Varianten entweder die möglichen Bahnsteiglängen unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen Mindestbreiten zu kurz oder die Lage hätte einen Betrieb mit vier Linien unmöglich gemacht – das heißt, es hätten mehr Linien unterbrochen werden müssen.“

„Der Stachus ist aber durch die Haltestelle Lenbachplatz, die sich direkt am Nordaufgang des U-Bahnhofs Karlsplatz (Stachus) befindet, nach wie vor erreichbar.“

„Wer direkt zum Rondell möchte, kann die S- und U-Bahn nehmen oder auf die während der Bauzeit zum Stachus und Lenbachplatz verlängerte Buslinie 52 ausweichen“, heißt es von einem Sprecher der MVG.

SWM/MVG/Aktion der Münchner Fahrgäste/fb

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