"Auch mal ein richtiges Arschloch zu spielen, macht wahnsinnig viel Spaß"

Mehr als der Bayern-Bauer Nummer drei - der Münchner Schauspieler Frederic Linkemann im Interview

Franzl (Frederic Linkemann) zwischen den Fronten: Im ARD-Zweiteiler vertritt Hanna (Kathrin von Steinburg, re.) ihren Exmann Toni (Leo Reisinger, li.) als Anwältin.
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Franzl (Frederic Linkemann) zwischen den Fronten: Im ARD-Zweiteiler vertritt Hanna (Kathrin von Steinburg, re.) ihren Exmann Toni (Leo Reisinger, li.) als Anwältin.

Frederic Linkemann ist am 17. und 24. April, um 20.15 Uhr in „Toni, männlich, Hebamme“ im Ersten zu sehen. Im Interview verrät er, warum er ansonsten gerne Arschlöcher spielt. 

  • Frederic Linkemann bekommt eine Rolle in "Toni, männlich, Hebamme".
  • Der Schauspieler aus München ist in den beiden Folgen am  17. und 24. April, um 20.15 Uhr im ARD zu sehen. 
  • Im Interview mit Hallo München erzählt er, warum er ansonsten gerne Arschlöcher spielt. 

München - Eigentlich wollten wir uns in einem Café am Gärtnerplatz treffen – im „absoluten Lieblingsviertel“ und gleichzeitig der Münchner Wahlheimat des Schauspielers Frederic Linkemann. Doch dann kam Corona und beim Allgäuer ein leichter Schnupfen. Der Aufzeichnung des Gesprächs stimmte Linkemann deshalb scherzhaft nur zu, wenn man sein Schniefen nicht hört. Der 38-Jährige ist an den Freitagen, 17. und 24. April, um 20.15 Uhr in „Toni, männlich, Hebamme“ im Ersten zu sehen. Warum er ansonsten gerne Arschlöcher spielt, verrät der Isarvorstädter im Interview.

Münchner Schauspieler Frederic Linkemann im Interview - Auftritt in „Toni, männlich, Hebamme“

Inzest in „Hindafing“, Pornoproduzent im Tatort oder Depperl-Polizist in „Eine ganz heiße Nummer“ – Herr Linkemann, was spielen Sie lieber? 

Mit dem Thema Polizisten bin ich durch. Davon habe ich schon so viele gespielt. Komödie ist natürlich immer gut. Andererseits eine ernste Rolle oder auch mal ein richtiges Arschloch zu spielen, das macht halt wahnsinnig viel Spaß. 

Was hat Sie an der Rolle des Franzl in „Toni, männlich, Hebamme“ gereizt? 

Er ist so liebevoll, tollpatschig, unbewusst lustig. Und eigentlich auch nur auf der Suche nach etwas, das ihn glücklich macht. Im Grunde ist das so ein Typ, der ein bisschen so ist wie ich, ein Lebemann vielleicht.

In Ihrem Auftritt in den Sozialen Medien sieht man einige Fotos von Ihnen in Ihren Lieblingsbars am Gärtnerplatz, mit einem Bier in der Hand. Ist ein Lebemann jemand, der es sich auch gerne mal gut gehen lässt? 

Das auf jeden Fall. Und wenn ich Dienstag Lust habe, ein Bier zu trinken, dann gehe ich halt in eine Bar.

Frederic Linkemann:  "Mein Vater ist Gynäkologe und hat viele Kinder zur Welt gebracht"

In „Toni, männlich, Hebamme“ ist der Franzl verzweifelt auf der Suche nach der Partnerin fürs Leben. Sie sind ja bereits vergeben. Wird in Ihrem Freundeskreis noch fleißig getindert oder geht es da lieber in Bars am Gärtnerplatz? 

Ach Gott, diese Tinderzeit ist ja eigentlich schon wieder vorbei, oder? Es gibt aber in der Verwandtschaft bei uns einen Fall. Die haben sich übers Internet kennengelernt, haben geheiratet und haben ein Kind zusammen. Es gibt so viele Leute, die vielleicht nicht die Möglichkeit haben in einer Bar jemanden kennenzulernen, weil sie wahnsinnig schüchtern sind. 

Würden Sie sich als schüchtern bezeichnen? 

Da müsste ich jetzt meine Freundin fragen (lacht). Aber ja, im Grunde schon.

Der Beruf der Hebamme ist noch eine weibliche Domäne. Würde es Sie denn stören, würde eine männliche Hebamme Ihre Freundin entbinden? 

Nein, mein Vater ist Gynäkologe und hat viele Kinder zur Welt gebracht. Ich hätte überhaupt kein Problem damit. 

Frederic Linkemann einst in McDonalds Werbung mit Heidi Klum gewesen

Sie haben in einem Interview einmal gesagt, dass Sie am meisten auf eine McDonalds Werbung zusammen mit Heidi Klum von vor zehn Jahren angesprochen werden. Ist das immer noch so? 

Da gibt es mittlerweile zum Glück schon viele andere Sachen. Damals wurde ich daheim im Allgäu schon oft auf diese Werbung angesprochen. Wofür ich jetzt am meisten erkannt werde, ist meine Rolle, Karl Stopfer, in den Eberhofer-Krimis. Es ist unglaublich, wie die Leute in Bayern auf diese Filme abfahren. 

Privat sprechen Sie eine Mischung aus Bairisch und Hochdeutsch. Was ist Ihnen im Job lieber? 

Kommt immer darauf an, was es für eine Rolle ist. Zum Beispiel Hindafing. Das Projekt war einfach super interessant und es musste einfach auf Bairisch sein. Andererseits ist es so, dass ich tatsächlich für viele bayerische Formate angefragt werde, die diesen klischeemäßigen Bayernkitsch haben. Wo es nur um die Landschaft geht und ich dann als bayerischer Bauer Nummer 3 angefragt werde. Das macht mir mittlerweile nicht mehr so viel Spaß.

Sophia Oberhuber

Im Hallo-Interview verrät der Schauspieler Sebastian Bezzel, warum er sich nicht mehr mit Leberkäse blicken lässt.  Der TV-Star Max Beier spricht im Gespräch mit Hallo außerdem über das Aus bei „Sturm der Liebe“ und seine Pläne für die Zukunft

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