München fordert Grundstück zurück

Streit um griechische Schule

BERG AM LAIM Griechische Schule: München fordert das verkaufte Grundstück zurück

Seit drei Jahren fliegen zwischen der Landeshauptstadt München und der Republik Griechenland die Fetzen. Grund ist der Neubau der griechischen Schule an der Hachinger-Bach-Straße. Die Regierung Oberbayerns hatte dem griechischen Staat im Jahr 2001 das 15 000 Hektar große Grundstück für 2,5 Millionen Euro verkauft. Doch Griechenland ließ vertraglich festgelegte Fristen verstreichen. Nun fordert die Stadt das Areal zurück und klagt vor Gericht. Die Richterin regte eine außergerichtliche Einigung an. Die Stadt scheint zufrieden: „Für uns ist es selbstverständlich, dass wir über einen solchen Vorschlag verhandeln“, sagte Kommunalreferent Axel Markwardt.

Nach Bürgerbeschwerden hatte sich der Baubeginn auf 2008 verschoben. Und: „Wegen der Finanzkrise in Griechenland blockierte die Troika sämtliche Geldmittel, weshalb die Bagger zunächst nicht anrollen konnten“, sagt Georgios Vlachopoulos (60) – der Münchner Rechtsanwalt vertritt die Athener Regierung im Rechtsstreit mit München.

2013 machte die Stadt dann von der Rückabwicklung des Kaufvertrages Gebrauch, fordert seither das Areal zurück. „Die Klage kam, als der Schulbau begonnen hatte“, so Vlachopoulos. Jetzt sei die Unterkellerung bereits fertig, es werde hochgebaut. 26 Millionen Euro kostet das Projekt. Schon in den nächsten Jahren sollen im Gebäude rund 750 Schüler unterkommen.

„Beide Seiten wissen, dass Leidtragende dieses Rechtsstreits die griechisch-deutschen Beziehungen und die Schüler sind. Keiner will das“, sagt Vlachopoulos. Nun müssten die Griechen handeln. „Alexis Tsipras ist der Bau sehr wichtig.“ Das sei ein gutes Zeichen. Konstantinos Mitsis

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